„Zeugnis ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Inmitten des nun völlig frei flottierenden Irrsinns der menschlichen Gattung, die den gier- und machtgetriebenen Perversionen ihrer „Eliten“ nichts mehr entgegensetzt, sondern sie Kinder genauso schänden und morden lässt wie Staaten,
inmitten all dessen merke ich wieder: Gut, dass ich allein bin.
Das Projekt „Drei Kassandras“ ist beendet. Wie immer hatte niemand der anderen den Mut, das auszusprechen, es wurde einfach ‚geghostet‘, denn man muss ja dies und das und jenes.
Gestern war die erste „Friedensradfahrt“ diesen Jahres (die 25. insgesamt; ich nahm an ca. 5-10 bisher teil).
Herrliches Wetter – endlich!
Und Premiere für’s neue flitzerote Fahrrad, das ja ein wenig ‚vornehmer‘ und nicht mehr ganz so flitzerot ist wie das alte. Trotz all der Tram-Schienen in Ostberlin und meiner etwas problematischen Friedenstaubenfahne (im letzten Jahr blieb sie während einer dieser Touren unsanft an einer Tram hängen, doch außer einem heftigen Knall passierte nichts) ging alles gut.
Auch dort merkte ich: Gut, dass ich allein bin.
Ich habe kaum noch das Bedürfnis, mit jemandem zu sprechen. Oftmals empfinde ich sogar Widerwillen, wenn ich mit Menschen reden muss (glücklicherweise nicht im Arbeitskontext; davon muss ich auch bald noch einmal Zeugnis ablegen, denn die Perversionen der Eliten sind auch dort wieder einmal zu spüren).
