Was, wenn die Menschen, wenn die Gattung es so will?

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Müde

Warum stehen wir Menschen nicht endlich alle auf? Gehen auf die Straße, sehen uns an, begrüßen uns.
Und lassen diese ganzen transhumanoiden und technokratischen und machtgeilen Kreaturen endlich hinter uns.

Wir sind viele, die wenige.
Wann begreifen wir das endlich?
– Werden wir, die Menschen, das irgendwann begreifen?
Oder haben wir schon längst verloren – nein: sind wir schon längst verloren?

Immer wieder, immer öfter frage ich mich angesichts all der immer noch Maskentragenden, all der immer noch Spritzwilligen, all der Wisch-und-Weg-Sozialisierten, die ihre Daten wie schwerst bindungsgestörte Kinder jedem Dahergelaufenen völlig enthemmt anbieten, neuerdings auch angesichts all der Kriegslüsternen, all der Russenhass-Enthemmten, all der Vernichtungswütigen – und angesichts der zu all dem immer noch Schweigenden:
Vielleicht ist das der Weg, den diese Gattung gehen wird? Vielleicht ‚will‘ diese Gattung das nun so.
Und vielleicht bin ich mit meinem ganzen tatsächlich noch linken, skeptizistischem, aufgeklärtem und die Dialektik der Aufklärung natürlich mitreflektierendem Denken (das also automatisch mitdenkt, Fehler zu machen) schlicht ein Auslaufmodell.
Vielleicht wollen die Menschen das, was ich unmenschlichen Wahnsinn nenne.

– Was für ein Recht hätte ich dann, von diesen Menschen, die bereit sind, sich den transhumanoiden, technokratischen und machtgeilen Gates’, Hararis und Vanguards zu unterwerfen, weil sie ihnen ‚Sicherheit‘ versprechen (dass sich hinter diesem Versprechen nichts als erst Sklaverei und dann Tod verbergen, wissen wir, nicht aber die Gattung) – was also hätte ich dann für ein Recht, von diesen Menschen zu verlangen, den anstrengenden, schmerzhaften Weg der Unsicherheit des eigenen Denkens einzuschlagen?
Das frage ich mich immer öfter.

Und während ich mich das frage, pulsiert immer stärker die auch wissensgenährte Empfindung in mir, dass Menschsein stets aufs Existentiellste verknüpft war mit der Unsicherheit des eigenen Denkens gegen alle vermeintlichen und auch echten Sicherheiten.

Gleichwohl: Wenn nun die Gattung bereit ist, sich als Gattung „Mensch“ aufzugeben (und sich wohin auch immer zu begeben) – was für ein Recht habe ich Auslaufmodell dann noch, sie davon abbringen zu wollen?
Das geht mir immer öfter durch den Kopf.

Verzeihung, nun hab ich das aus dem heraus und hier hingeschrieben.
Ich bin sehr müde.

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