Lektüren

263 Lektürenschicksale
Warum Befindlichkeitsprosa, die heutzutage stets zugleich auch massive Betroffenheitsprosa ist, Furore macht (immer noch, immer wieder), das vom Tod aufgezeichnete und mit seinen persönlichen Erinnerungen angereicherte Protokoll eines Sterbens aber keinen Buchrücken zum Anlehnen findet – das werde ich nie verstehen.
(Und dass mir ein Verleger einst schrieb: „[W]arum muss als Erzählinstanz eigentlich der Tod herhalten? Dem wir ja letztlich alle weniger gerne zuhören als dem Leben…“, das zeigte mir damals vor ein paar Jahren und bis heute nur wieder die blanke, weite Differenz zwischen den Menschen und mir.)

Doch ich muss das auch nicht mehr verstehen: Meine schriftstellerischen Serpentinen liegen hinter mir, all das Leben, Sterben, Widern „literarisch“ – es ist: vorbei.

Ich schreib nur noch hier, bei mir. (Und genau da, hier bei mir, vielleicht irgendwann sogar Roman Nr. 4 zu Ende.)

Doch ich habe wieder mit dem Lesen angefangen. Habe mich durch mein allerletztes (versprochen, Witwe!) Betroffenfindlichkeitsbuch gekämpft (ja: Selbstmorde im inneren Blutsfamilienkreise sind schrecklich, es aber dennoch zu einem auf einer jeden Seite glorifizierten nicht nur Sohn, sondern Sohnemann und zuvor schon zur Professur gebracht zu haben – das ist doch ganz schön, oder etwa nicht?), und habe begonnen mit einer persönlich mehr als heiklen Lektüre.
Es gibt einen Menschen, der davon weiß. Dem ich davon weiterhin erzählen kann, wenn ich mag. Er wird dann weiter fragen, so wie er nun schon damit begonnen hat. (Dass er das Buch nicht kennt, tut in diesem Falle der Sache keinen Abbruch: Wir führen keine literaturwissenschaftlichen Gespräche, denn ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin mehr, sondern ein witwesker Eisbär.)

Und womöglich wird dieses Buch mich endlich freigeben für den letzten Proust-Band und dann Johnsons „Jahrestage“ (die immer noch hinter der doch ausschließlich zu Leben #1 gehörenden paywall „Habilitation“ verborgen liegen und dort eigentlich auf Hurtigruten begonnen werden müssten – also hier, auf der Eisscholle namens Existenz#2, doppelt unzugänglich sind; und das völlig unabhängig von irgendwelchen Viren).

Es haben die Bücher nicht nur ihr Schicksal, sondern auch ihre Macht.

Peritonealkarzinose

Heute vor zehn Jahren, am 10. Juni, der Lebensmensch war 46, ich 42, kam die zweite Krebsdiagnose.
Die erste war grad mal ein Jahr und zwei Monate zehn Monate* alt. Die galt als relativ gut heilbar.
– Aber nichts war „gut“: Nicht der Verlauf der OP(s), nicht der Verlauf der Rekonvaleszenz, nicht der Verlauf der Chemotherapie.
Nach einem Jahr und zwei Monaten zehn Monaten* kam der zweite Krebsbefund.
Eine extrem seltene Metastasierung ins Bauchfell. (Wie ja schon zuvor im „Krankheitsverlauf“ alles „extrem selten“ gewesen war – und bleiben sollte.)
Zu 95 – 100 % tödlich, meistens binnen eines halben Jahres.

Wir waren – und vermutlich nicht erst, seitdem es einen jeden von uns beiden auch im Wir gab – immer anders als die Mehrheit.
Dieses Mal nicht.

~ ~ ~
Mir sind in dieser Woche zwei Sätze gesagt worden, die – ja, was eigentlich?
Behelfshalber: Die mich ratlos machen.

Der eine Satz war ein Aussagesatz. Er lautete sinngemäß: „Sie können den Tod Ihres Mannes nicht vergessen und nicht verwinden, aber so etwas können fast alle außer Ihnen vergessen und verwinden.“
Der andere Satz war ein Fragesatz zu einer Person aus der Blutsfamilie. – Gut, es ist zu veranschlagen, dass die fragende Person nicht mehr ganz auf der Höhe ist. Davon unabhängig habe ich mit jener gelinden Gleichgültigkeit geantwortet, die mir da zueigen geworden ist.

Der Aussagesatz hingegen hat mich erneut traurig und erzürnt gemacht, ein wenig (das stumpft ja bei fortdauernden Wiederholungen auch ab):
Ich weiß, dass „alle anderen“ „besser trauern“, also ihre Toten verwinden, vergessen.
Ich weiß das.
Und manchmal bin ich neidisch auf all diese glücklichen Ex-Verwitweten, die ihre Toten verwunden und das Leben mit ihnen weitgehend vergessen haben, und nun im Arm anderer Liebesmenschen liegen und ein „neues Leben“ leben.

Dass also fast alle anderen „besser“ trauern als ich, weiß ich jetzt, nach bald zehn Jahren seit dem Tod.
Weiß, dass es normal ist, irgendwann seine Toten im Alltag weitgehend vergessen zu haben und in Erinnerungsmomenten keine extreme Traurigkeit mehr zu verspüren (ist mir mit meinem Vater auch so gegangen); weiß, dass es normal ist, ein neues Leben anzufangen, sofern der tote Mensch Liebespartner oder Kind war (das bekomme ich ja überall zu lesen); weiß, dass die wenigsten Menschen zwei gleiche Krebse binnen gut eines Jahres im allernächsten Familienkreise sowie währenddessen die simultane Annihilation ihrer Arbeitsinstitution und dadurch bedingt ihrer beruflichen Zukunftschancen erleben (was mir widerfahren ist).
Ich weiß das alles.

Ich bin aber mein Leben, wie alle ihr Leben sind.

Und ich lasse mir mein Leben nicht absprechen, nur weil nichts davon normal ist.
Und ich lasse mir meine Reaktion darauf nicht absprechen, denn sie ist völlig normal angesichts dessen, worauf sie erfolgt – auch noch nach zehn Jahren.
Und ich weiß: Ich bin nicht meines Glückes Schmied, so wenig wie irgendjemand.
Und auch nicht der meiner Traurigkeit, die mir angewachsen ist als dichter, weißrauschender Pelz.

* Nachtrag vom 15.07.2020: Wieder habe ich die Zeit falsch berechnet, wieder habe ich uns mehr Zeit gegeben, als wir hatten.
Diagnose 1: 05.08.2009,
Diagnose 2: 10.08.2010.
Das sind nur zehn Monate, nicht 14. (– Wir waren ja nach knapp 15 tot.)

Ein ganz normaler Tag

262 Begegnungen
Heute traf ich einen Menschen aus meinem Leben #1. Darin hatten wir nicht viel miteinander zu tun. Ich habe seinen Vortrag auf einer Tagung mal moderiert, auf der ich selbst – von jemand anderem moderiert – vortrug, er hat mir dann einige Rezensionen angeboten. Er war damals schon alt. Ich noch vergleichsweise jung. Dass er an der Grenze meines Kiezes wohnt, wusste ich seit Jahren, seit damals, als ich ein halbes Witwenjahr für die Biocompany auf Minijobbasis malochte, also Kassenjonglage sowie Tomatenhochstapelei für die betrieb und er da plötzlich als Kunde vor mir stand. – War ’ne skurrile Begegnung: Der Herr pensionierte Privatdozent mit seinen Biotomaten auf dem Kassenband und die Ex-fast-Professorin da nun im Supermarkt-Kittel hinter der Kasse.

Auch heute wieder war das eine skurrile Begegnung. Wir haben uns fünf Jahre nicht gesehen. Heute war es für uns beide unvermeidlich.
Und der hat kein Wort von dem, was ich auf seine zwei Fragen sagte (Was machen Sie denn jetzt, Stimmt die Vergütung), gehört. Der hat dann einfach nur vor sich hin und von sich gesprochen. Ich habe jedes seiner Worte gehört. Nicht ein einziges war eine Reaktion auf ein Wort von mir. Nicht ein einziges.

Er wohnt am See und kauft in einer alteingessenen und teuren Biobäckerei hier ein – sein Leben also ist so heilig verlaufen und wird entsprechend vergütet wie das vom akademischen Durchschnitt.

Wenn ich diesen lange schon pensionierten Privatdozenten das nächste Mal sehe, werde ich den von meinen Erzeugern mir im frühesten Kindesalter antrainierten Höflichkeitsreflex AB-SCHAL-TEN und einfach durch den hindurch sehen. Ich bin sicher: Jener Mann wird erleichtert sein und seinen 5 Euro-Bio-Latte (oder jetzt vielleicht sogar 7-Euro-Bio-Latte?) entspannter trinken können.

Dass ich heute danach im Hinterhof auf eine neue Nachbarin (Mutti von Kleinkind) traf, die irgendsoeinen Elektrogrillwagen herrichtete, derweil ich meinen frisch vom Discounter für knapp 10 außerplanmäßige Euro erworbenen, über 1m großen Ficus in den Topf pflanzte, in dem mein eigener etwa 30 Jahre alter Ficus vor kurzem verstorben ist, passte zu diesem Tag:
Jene Nachbarin pries mir ihren Elektrogrillwagen an, denn den könne jeder im Haus benutzen, sie würde noch einen Aushang machen. Ich sagte ihr: „Sorry, ich bin Witwe, da grillt man nicht mehr.“
Sie verstand, ich sei „Veggi“.
Ich habe dann wiederholt, dass ich Witwe bin und dass ich nicht mehr grille. Die hat mich daraufhin eingeladen zu ihrem Kinderspektakel-Grillabend heute.

Was denken die Menschen eigentlich?
Denken die überhaupt?

„Denken“ heißt: Nicht Instinkt, nicht Gefühl walten zu lassen. „Denken“ heißt: Von seinen Instinkten, seinen Gefühlen Abstand nehmen und somit außerhalb seiner bloßen Kreatürlichkeit kognitive Operationen anstellen zu können, die anderen Subjekten und Objekten gelten (also nicht immer nur sich selbst), heißt also auch: Perspektivwechsel.
Ich übrigens weiß, was der pensionierte Privatdozent denkt, und ich weiß, was die mittelalte Mutter des Kleinkinds denkt, wenn sie mir gegenüberstehen. Und da gehört gar nicht viel Intellekt dazu: Deren Reaktionen auf mich sind glasklar. Und genau deshalb frage ich:

Was denken die Menschen eigentlich?
Denken die überhaupt?

Eine Luke ist aufgegangen,

261 Unterm Himmelszelt
womöglich neue Sternlein prangen
an der Witwe Himmelszelt
(zumindest in der DaZel-Welt).

Neue SchülerInnen finden sich im online-Zeitalter ein.
Alte SchülerInnen (sofern man nach sechs Wochen ein „alter Schüler“ ist) schreiben Liebesbotschaften verschiedenster Art an meine Methodik.

Ja, ich in meiner Rolle als Teilzeit-Integrationskurs-Dozentin nunmehr online habe viel dazu gelernt in den letzten sieben Wochen.
Dass das noch immer, auch seit dem Tod, geht: das Dazulernen, stimmt mich ein klein wenig froh. Doch dann denke ich an die Uni und was da vielleichtvielleicht mir möglich gewesen wär’. ~ Und dann muss ich lachend weinen: Is längst nich mehr!

Und ich habe ja auch „investiert“ in diese letzten sieben Wochen online-DaZ-Unterricht, unter anderem in einen Monitor, einen Monitorarm, diverse Kabel, eine Webcam und ein Headset: 250 Euro – ohne irgendeinen staatlichen „Zuschuss“ (selbige zu beantragen, bin ich als Witwe nicht berechtigt). Und ich habe investiert in Gestalt all der unbezahlten Vorbereitungsstunden und Webinare und Bamf-Dokumentationsarbeiten. (Nein, mein aktuelles Stundenhonorar auszurechnen, weigere ich mich. Denn man wirft mir immer wieder vor, „bitter“ zu sein. Deshalb lasse ich das jetzt.
Naiv aber [oder feige? oder einfach: abgesichert durch Männe?], wie so viele Kolleginnen [es ist ein Frauenberuf!] es sind, bin ich nicht.)

Und simsalabim ~.~.~ prangen da vielleichtvielleicht ein paar neue Sternlein an meinem Himmelszelt.

Jedenfalls prangt da eine brandneue an meine Methodik adressierte Liebesbotschaft.
{ Und wieder einmal muss ich an die E-Mail einer ehemaligen Studentin denken, die wenige Tage nach dem Tod kam (von dem die Absenderin nichts wissen konnte), und in der stand, dass ich ein didaktischer „Tausendsassa“ sei.
Damals war ich vermutlich auch wissenschaftlich einer; die Zeugnisse darüber jedenfalls gingen in den Jahren vor dem Tod vermehrt bei mir ein. Tja – was soll’s: Is längst nich mehr. }

Und so peinlich ich das auch finde (weil ich es peinlich finde, nach all den Erfahrungen, all der Zeit und all den Todesjahren immer noch narzisstischer Zufuhr bedürftig zu sein): Ich freue mich über solche Botschaften, über offene Luken und über Licht.

Und ich hoffe auf Deckchair-Nächte auf meinem Balkon: Pfirsichluft & Sterne am Himmelszelt & eine ganz wundersame Minidahlie im Blumenkasten, die mir schon jetzt mehrfach ein herrliches Staunen geschenkt hat, weil sie über Wandelröscheneigenschaften verfügt und mal gelb, mal orange, mal rot ist und manchmal alles gleichzeitig.

Eine Frage an Prof. Dr. Christian Drosten

phallischer Pfau

{Mir reicht es jetzt. Mir reicht es jetzt. Mir reicht es jetzt!}

Headline von gestern/heute: „Virologe Drosten reklamiert Rettung von bis zu 100.000 Leben für sein Team“
so schreibt DER TAGESSPIEGEL am 29. Mai 2020 unter Berufung auf ein hinter einer Paywall stehendes SPIEGEL-Interview mit eben jenem Chr. Drosten.

Zitat Drosten (aus jenem SPIEGEL-Interview, das ich nur in der Berichterstattung des TAGESSPIEGELS rezipieren konnte):
„Wenn wir nicht so früh hätten testen können, wenn wir Wissenschaftler nicht die Politik informiert hätten – ich glaube, dann hätten wir in Deutschland jetzt 50.000 bis 100.000 Tote mehr.“

Ich habe nicht eine, ich habe drei Fragen an Herrn Drosten.
Diese Fragen stelle ich im Wissen, dass in der BRD im Winter 2017/18 fünfundzwanzigtausend (in Ziffern: 25.000) Menschen an einem Influenza-Virus gestorben sind – binnen etwa drei Monaten.

Frage 1:
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Drosten, die von Ihrem Labor und damit auch von Ihnen persönlich (?) entwickelten Sars-CoV2-Tests sind immer wieder fehlerhaft.
– Wie kommen Sie nun dazu, zu behaupten, dass Ihre Tests irgendwie 50.000 bis 100.000 Tote verhindert hätten?

Frage 2:
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Drosten, wissen Sie, dass es mehr als 50.000 bis 100.000 Tote geben wird, die aufgrund Ihrer Viren-„Informationen“ hierzulande zwar nicht am Virus Sars CoV-2, aber an den gegen dieses Virus ergriffenen „Maßnahmen“ sterben werden (und zum Teil bereits gestorben sind)? Ich spreche da von physischen und psychischen Toden.
Und ich schweige von den Millionen Menschen weltweit, die aufgrund der von Ihnen, Herr Drosten, empfohlenen Maßnahmen bereits an Hunger und mangelnden Impfungen de facto krepiert sind und noch krepieren werden, weil die Industrienationen ihre Wirtschaft mal eben so auf Null runtergefahren haben, dank Ihrer, Herr Drosten, Informationen.

Frage 3:
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Drosten, haben Sie sich einmal das Foto angesehen, das der SPIEGEL von Ihnen für das Interview gemacht hat und mit dem er nun sein Titelblatt ziert? Der Spiegel, Nr. 23, 30.05.3020, Titelblatt , https://pbs.twimg.com/media/EZLuIJTWkAEQCOp?format=jpg&name=900x900

Haben Sie das so freigegeben? Dieses Foto für das Interview? Und gar für den Titel? Haben Sie das so freigegeben?
Das Foto zeigt: Christan Drosten – den Corona-Jesus / oder: den Corona-Dylan (I ain’t gonna work on Maggie’s farm no more!) / oder den Corona-Jagger (I can’t get no satisfaction) / oder den Corona-Che:
Revoluzzerblick & Kräuselnackenhaar & Dreitagebart & überhaupt das übliche mythenserielle ‚Charisma‘ + ein wenig Leonard Cohen-Weisheit à la „You want it darker“.

Sollten Sie das Foto freigegeben haben, damit es des SPIEGEL Titelblatt ziere, wüßte ich, was ich täte, wenn wir uns jemals gegenüberstünden.
Lachen. Laut und lange: Sie auslachen.
Sie, diesen Pfau, der Millionen von Menschensterben ausblendet, um einmal so richtig mit seinem Schwanz ein Rad schlagen zu können.

Dass es nicht genug war

259 Dass es nicht genug war

– mit dieser Erfahrung leben können (oder sterben.)

Dass es nicht genug war ganz am Anfang. Nicht genug Arm, nicht genug Brust, nicht genug Augenglanz.
Und dass es nicht genug war ganz am Ende – welches vor allem, also physisch, das Ende des Lebensmenschen war –, nicht genug Sicherheit, nicht genug Mut, nicht genug Hingabe (und da rede ich auch von meinem Versagen).
(Zwischendrin waren knapp 14 Jahre, in denen alles reichte. Keine Not, kein Hunger, kein Mangel. Diese Jahre waren in einem anderen Leben, nun sind sie archäologische Fundstücke – wenn ich sie denn finde.)

Mit dieser Erfahrung, dass es nicht genug war, also leben (oder sterben). – Nicht mehr „hadern“.
Keine Tänze auf der Grenze mehr.
Kein trocknes Heulen mehr.
Und auch keine Verzweiflung mehr über vertanzte, verheulte, vertrocknete, entgrenzte Tage&Nächte.

– Immer wieder denke ich diesen Gedanken. Und frage mich, wie das wohl wäre.
Wenn ich leben (oder sterben) könnte mit all dem, was am Anfang und am Ende nicht genug vorhanden war.
Statt wie jetzt seit zehn Jahren auf der Grenze zu tänzeln, und das bar jeder Grazie eisbärenplump.
~ ~ ~

Manchmal in den letzten Jahren ist es passiert: Irgendetwas hat trotzdem gereicht.
Während des DaZelns.
Mit den Freunden.
Auf einer Couch, auf deren Rückenlehne der Zwilling vom Mitbewohner steht. (Dort am seltensten. Und das macht es keineswegs ‚wertvoller‘.)
In der Oper, im Konzert. (Dort so sehr, dass es anfing zu sättigen: Endlich kein Magen mehr! Nur Ohren und Haut und Bauchhöhle.)
– Ein paar Lebensmomente lang also hat irgendetwas auch im Witwesk gereicht.

Wie das wohl wär’, wenn der Mangel der Frühzeit und die Verlusterfahrung in der Lebensmitte nicht mehr von existentieller Bedeutung wären? Wenn irgendetwas endlich und bis ans Ende reichen würde?
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Ich denke wieder über eine Museumsjahreskarte nach, nun, da alle Konzerte und Opern gestrichen sind.
– 50 Euro. Mundschutz. Besuchsfensterbuchungspflicht. Beschwerliche Anfahrt mit dem flitzeroten Fahrrad. Tonlosigkeit. Ewigkeit.
+ All die Geschichten, Gesichter, Blicke (in den Gemälden, auf die Gemälde – seit Jahrhunderten). Des Menschen Tier- und Menschsein genau betrachten können. Stille in Gegenwart Anderer, Weniger.
0 Die Promotionsphase in Leben #1: Die ganze Frührenaissance – jetzt noch einmal und völlig anders?!

Und ich denke an eine Reise. Ans Meer, wie es mehr Meer kaum geben kann: nach Ericeira. Vor anderthalb Jahren dachte ich schon einmal an so eine Reise, hatte sogar Hotel, Flug und Transfer recherchiert.
Ob dergleichen jetzt noch irgendwann einmal wieder möglich sein wird? Damals scheiterte es an mir. Jetzt scheitert es bis auf Weiteres an dem Todesangst-Wahnsinn, der die Menschen seit jeher in ihren Klauen hält, nun aber komplett über sie hereingebrochen ist.

Alte Post

Krähe 3d

Am 10. Juni wird es zehn Jahre her sein, dass wir die Peritonealkarzinose-Diagnose erhielten (von der sich nie wird klären lassen, ob sie – wie so vieles schon davor und auch noch in den wenigen Monaten danach – einfach wieder nur eine ärztliche Fehlleistung war oder nicht).

Damals hat dann wohl das Sterben endgültig, also „alternativlos“, im Kopf des Lebensmenschen begonnen. (Die angeblich einzige schulmedizinische Alternative in Gestalt der Ausweidung war ja auch nicht wirklich etwas, auf das zu setzen war – schon gar nicht angesichts der Ärzte dort, die einerseits ein riesiges Bauhau drum machten und andererseits mal eben zum anberaumten OP-Termin auf Dienstreise waren und sich von irgendwelchen Assistenten vertreten lassen wollten.)

Ich habe in der alten Post gelesen, dass ich noch in der Nacht zum Todestag eine „Rundmail an die Freude“ geschrieben habe. Hoffnungsvoll und gleichzeitig augenklar (wie schon seit ein paar Tagen).

Diese „Freunde“ haben sich nach dem Tod entweder nie oder noch ein-, zwei- oder gar dreimal von sich aus gemeldet und dann nicht mehr,
oder sie haben, nachdem sie die entstehende „Nullsamkeit“ lasen, mir die Freundschaft aufgekündigt,
oder sie haben sich ein paar Jahre nach unserem Tod vertschüsst (das aber waren nur die „Freunde“, die schon während unseres Sterbens und erst recht hinterher ganz genau wussten, was ich da alles falsch mache, und die zum Teil schon währenddessen zu feige waren, uns in dieser Situation zu sehen – also einfach mal zu Besuch zu kommen).

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Fazit:
Aus meinem Leben #1 gibt es außerfamiliär noch 4 Menschen, zu denen ich Kontakt habe.

Alle anderen haben sich ver(pisst-)tschüsst (sowas darf man ja nicht laut sagen). Und dass ich etlichen dazu verholfen habe, und sie darüber froh sind, weiß ich.

„Innerfamiliär“ gibt es jetzt nur noch zwei „angeheiratete“ Personen, zu denen ich Kontakt habe. Der Rest der „Angeheirateten“ hat sich ebenfalls ver(pisst-)tschüsst (sowas darf man ja nicht laut sagen). [Und die „Kinder“ hatten zurecht nie ein Interesse – ich jetzt auch nicht mehr daran, die Tante mit den lächerlichen Geldüberweisungen zweimal im Jahr zu sein.]

„Blutsfamilie“ war nie da. (Hat aber jahrzehntelang verlangt, dass ich beim kleinsten Huster gefälligst mein Leben hingebe – geschweige denn bei richtiger Krankheit.)

~ ~ ~
Ich habe diese alte Post gelesen.
Diese Post habe ich per Mail geschrieben. Die Antworten – wenn sie überhaupt kamen – waren kurz. Besucher kamen gar nicht mehr (bis auf eine drei Wochen vorm Tod, und die war fatal).
Die Antworten sagten alle das, was einzig zu sagen war angesichts unseres Sterbens: „Ich verstehe nichts, kein Wort von Dir und Euch und Eurem Leben“.
Die Antworten sagten alle das, was einzig zu sagen ist zu mir: „Ich verstehe Dich nicht.“

~
Ich kann mich erinnern. Das Gefühl des Allein² kroch damals – schon nach der 1. Krebs-Diagnose im August 2009 – rasch durch Haut, Muskeln, Knochen und nistet seither in meinem Mark, kalt und hart und wahr.

Nun war da eine Zeit so reich und sanft und voller Musik, dass deren Tage und Nächte dieses Gefühl im Knochenmark ein wenig anschmelzen ließen.
Jetzt aber ist alles wieder wahr und hart und kalt, ist alles wieder im Allein².

_ _ _ _ _ _ _
Nach wie vor dem Tod ist eine kleine weiche warme Todesangst in mir. Und jeden Abend sage ich meinem Tod, dass er mir in dieser Angst willkommen ist. (Denn wenn ich ihn nicht irgendwann herbeizerren müsste, wäre das schrecklich schön.)

Ich habe zehn Jahre alte Post gelesen. Und sitze mir als Krähe auf der Schulter.
Meine Schultern sind gebeugt und stippen manchmal in die namenlose Not.
Meine Krähe fliegt mir dann auf den Kopf, und ich spüre ihren Herzschlag auf meiner Schädelkalotte durch ihre warmen weichen Federn hindurch. Dann muss ich lachen und sie wiederum krächzen.

Getriebenheit

00 Nö klein

Womöglich ist es das? Was mich so reizbar macht. So zynisch und so grundverzweifeln lässt.
~

Ein durch und durch lächerliches Beispiel:

Nun (am 14.05., ich freilich habe das „Trägerrundschreiben“ gerade eben erst entdeckt) legt das Bamf einen ‚Wiedereinstiegsfahrplan‘ für die Integrationskurse auf,
in welchem es

1. {und hier nun wird es gesamtbundesrepublikanisch „C-Maßnahmen“-exemplarisch} sich komplett dafür entschuldigt, gar nichts entscheiden zu können, denn alles sei nunmehr Ländersache (womit das Bamf der Kurs-Durchführungswillkür Tür und Tor öffnet, während es doch sonst stahlhart und korrosionsfrei darauf beharrt, auch den winzigsten Millimeter, den die Unterschrift eines Kursteilnehmers von ihrer Gaußverteilung abweicht, zu ahnden in Gestalt von verweigerter Bezahlung der von der „Lehrkraft“, also der akademisch ausgewiesenen Dozentin geleisteten Arbeit) , und

2. mal eben dekretiert, dass das „Mindesthonorar“ der IntegrationskursdozentInnen (zur Erinnerung: Seit Juli 2016: 35 € für 45 Min. de facto abgeleisteten Unterrichts minus 100% Renten-, Kranken- & Pflegeversicherungbeiträgen [= ca. 38%] und ohne Bezahlung von Unterrichtsvor-/nachbereitungszeiten, ohne Urlaubs- und ohne Krankengeld [= ca. 35%]) künftig coronaauflagenbedingt halbiert oder gedrittelt oder auch gar geviertelt werden kann, je nachdem, wie die Kurse coronabedingt in „Teilgruppen“ aufgeteilt werden müssten.

~ . ~ . ~

Dann wäre es also möglich, dass wir IntegrationskursdozentInnen, die wir a) einen akademischen Abschluss haben müssen und b) meistens noch Zusatzqualifikationen erworben haben müssen, um diese beschissene Bamf-Zulassung als IK-Lehrkraft erhalten zu können – dann wäre es also möglich, dass wir Integrationskursdozentinnen

künftig für 17 oder für 12 Euro oder gar für 9 Euro brutto die Stunde arbeiten {zur Erinnerung: dann wie auch schon jetzt minus 100% Renten-, Kranken- & Pflegeversicherung (= ca. 38%) und ohne Bezahlung von Unterrichtsvor-/nachbereitungszeiten, ohne Urlaubs- und ohne Krankengeld (= ca. 35%)}.

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Das gab es noch nie. Seit Existenz der Integrationskurse, seit 2005 gab es das noch nie.
Ich weiß nicht genau, mit welchem Honorar die damals anfingen, aber zehn Jahre später (da stieg ich in diesen elendigen Ausbeutungssektor des BRD-Innenministeriums ein) lag es bei 21 Euro, kurz darauf bei 23 Euro. Und seit Sommer 2016 bei 35 Euro „Mindesthonorar“. (Inklusive Schlupfloch des Bamf für geizige Träger, die bis heute auch weit unter dem „Mindesthonorar“ zahlen dürfen …)
– – – – – – – –

Ich glaube das jetzt nicht.
Mit den 9 oder 12 oder 17 Euro.
– Ich glaub das jetzt nicht. Auch wenn das Bamf das nun mal eben so erlaubt hat … Ich glaub das jetzt nicht.

Der größere Teil von mir sieht aber: Doch! Genau SO hat das Bamf es jetzt dekretiert. Und genau SO wird es kommen.

Denn irgendeiner muss ja die Milliarden, die unsere werten Staatsbeamten nun in diesen sogen. Coronazeiten mal eben so rauspulvern, bezahlen.
Und die Frauenberufe waren für sowas schon immer gut – vor allem der Beruf „Mutter“ und der Beruf „Tochter“. Aber auch die Berufe in Erziehung, Bildung (bis maximal Klasse 6), Krankenpflege und Seniorenhilfe. Und die Berufe der Deutschvermittlung im Erwachsenenbildungsbereich.
Alles Frauenberufe.

~ ~ ~

Ich hab die Schnauze voll.
Wenn das Bamf diesen Irrsinn auch noch wahr macht, bin ich weg. Ich lass mich nicht mehr von irgendwas oder irgendwem vor sich her treiben.

Und ich lass mich auch nicht mehr treiben.
Ich setze Segel auf meiner Eisscholle.

Denn ~ persönliche Anmerkung ~ wenn das Bamf, eine dem Bundesinnenministerium nachgeordnete Behörde, nun tatsächlich wahrmacht, was es mal eben so ganz unauffällig angekündigt hat, und mein (und das zehntausender Kolleginnen) Honorar da jetzt in Coronazeiten mal eben von 35 auf 9, oder 12 oder 17 Euro brutto drückt (und damit übrigens ein „post-Corona“-Tor öffnete, durch das in den nächsten zehn, zwanzig Jahren ohnehin hierzulande und weltweit Milliarden von Menschen werden kriechen müssen, Staub schluckend und oft genug an ihm erstickend) – dann reicht’s mir endgültig.

Ich habe jetzt zehn Jahre lang versucht, diese verkommene Menschenwelt und diese elendige Menschenexistenz (die auch meine sind) zu balancieren, nachdem ich während des Sterbens 15 Monate lang und noch ein paar Jahre danach gelernt hatte, wie verkommen die Menschenwelt ist und wie elendig die menschliche Existenz.
– Dieser Bamf-Schwachsinn nun wäre per se lächerlich (wie fast alles schon immer). Aber jetzt würde sich da etwas summieren, sollte auch er wahr werden: 4 Euro netto für Zwangs-Akademikerinnen (denn drunter macht das Bamf es ja nicht).
Dann reichte es mir endgültig.

Ach und übrigens: Ich bin mir vollkommen darüber im Klaren und begrüße es sehr, dass das für keinen Menschen außer mir von Bedeutung wäre/ist.
[Es hat hier in diesem Blog zwei Kommentare in all den Jahren gegeben. Auch im sogen. Leben kommentiert niemand mehr das, was ich denke (und folglich sage/schreibe), und ich bin mir sehr wohl dessen bewusst, dass meine verstreuten FAZ-, Perlentaucher, Konzertgänger- und Psychogeplauder-Kommentare lächerliche Morsesignale waren, die – und deshalb waren sie lächerlich – nur wissen wollten, ob sie je abgesetzt wurden.]

Ich will keine Krähenpost mehr!

104 Meer
Ich will ans Meer.

Ich habe keine Lust mehr, mir fast pausenlos als jene Krähe auf der Schulter zu sitzen, zu der ich damals während der Konsultation dieses völlig menschenverachtenden Onkologen wurde (der war irgendeiner der Onkos Nr. 4-10; alle waren nicht sonderlich „empathisch“, doch der hat damals definitiv den 1. Preis für menschenvernichtenden ärztlichen Umgang abgegriffen) .

Ich habe keine Lust mehr auf ausschließlich Krähenpost, nicht mehr auf dieses mir selbst auf der Schulter Rumtrappeln von dadadadada nach dödödödödö und umgekehrt.
Ich hab keine Lust mehr auf diese schrägen, scharfen Blicke aus meinen Krähenaugen. Und auf diese nicht minder scharfen Kopfbewegungen auch nicht mehr (dafür muss ich noch Worte finden; derweil ich das tu’, sehen Sie einfach mal einer Krähe beim Sehen und Hinblicken zu, dann werden Sie wissen, wovon ich spreche).

Vermutlich liegt das daran, dass ich nunmehr so viele strukturelle Ähnlichkeiten zwischen meinem ganz persönlichen Damals vor zehn Jahren und dem ganz öffentlichen Corona-Heute sehe.
Jener menschenverachtende – nein: menschenblinde, schafsgesichtige Onkologe von damals ist nun Legion: Schafsgesichtig und menschenblind sind jetzt so viele, und über alle Professionen hinweg.

Vermutlich ist so die Gattung.
Schafsgesichtig. Menschenblind. Stampedeschweißig. Und jederzeit bereit auszuschlagen, niederzuschlagen, zu keulen.

Das ständig im Krähenblick zu haben – nee!
Das schaff’ ich aktuell nicht, ich feiges Ich.

Aber ich bin ja auch noch ein witwesker Eisbär. Wenn auch momentan reichlich substanzlos.
Und ich bin ja auch immer noch eine Löwidow, diese völlig krause Kreuzung von einst und jetzt.

Hinzu kommt, dass der Mitbewohner mich täglich wissen lässt, dass alles auch ganz anders sein kann und ist (und mithin alles tatsächlich relativ und irgendwie zum Lachen und meist lächerlich).

Außer mir sind hier also der witweske Eisbär, eine Löwidow, eine Krähe und ein – externes – Schweinchen.
Da darf ich vielleicht einem von uns allen hier für kurze Zeit mal ein Post-Absende-Verbot erteilen?!

Ja. – Ja. – Ja. – Ja. – Nö.
{ Okay, Schweinchen, Du darfst immer. Alles. Du bist ganz innen und kommst von Außen; anders als der Rest von uns.

Der will ans Meer. }

Krähenpost 7: Wiederholungen

01 Krähenpicken klein re

Es wiederholt sich. „Wir“ haben uns nun im Corona-Alltag eingerichtet.
Es wiederholt sich, Tag für Tag.
Abstandsdistanz-Tänzchen, Maske ruff/Maske runter beim und nach dem Einkauf oder der U-Bahnfahrt, dezente Umgehung der Kontaktbeschränkungen zwischen Ommas, Oppas und Enkels, das Glotzen der Blockwarte und -wärterinnen, und auch sonst all „unser“ alltäglich gewordener Corona-Wahnsinn: wiederholt sich
– wie alles sich wiederholt in der Geschichte der Gattung.

Es wiederholt sich nun seit Mitte März. – Mit allem, was tagtäglich völlig neu verkündet, verhängt und auch wieder verabschiedet wird.
Denn auch das wiederholt sich ja tagtäglich: Diese Inszenierung eines simplen „wissenschaftlichen“ Momenterlebens als breaking news mit weitreichender politischer und lebensweltlicher Wirkung.
– Von deren wissenschaftlicher Begründung freilich drei Stunden oder drei Tage oder drei Wochen später keiner mehr etwas gewusst haben will.

Es wiederholt sich nun seit Mitte März.

Und das teutsche Volk hat sich nunmehr eingerichtet, es folgt. (Auch das eine Wiederholung.) Es folgt auf Insta, Twitt et al.
„Wir“ wiederholen – sie befolgend – nun tagtäglich die „Corona-Regeln“.

Und „wir“ dürfen „uns“ damit wieder einbilden, ewig zu leben, unsterblich zu sein.
{Und nochmals: Darum geht es. Das ist das Wesentliche. Immer wieder und wieder und wieder in der Geschichte der Gattung und in der Geschichte des einzelnen Gattungsexemplars: Unsterblichkeit. – So entsetzlich die auch ist.}

Und damit, also indem „wir“ die „Corona-Regeln“ befolgen, dürfen „wir“ denen, die dennoch sterben, wieder sagen, dass es ihre SCHULD ist, dass sie sterben.
Und damit, also indem „wir“ die „Corona-Regeln“ befolgen, dürfen wir sie, die dennoch sterben, fragen, was sie „uns“ mit ihrem Tod da nun eigentlich ZUMUTEN.

Denn auch das ist nur eine Wiederholung, auch das tun „wir“ schon jahrhundertelang:
– den Sterbenden ihr Sterben vorwerfen,
– sie zu den Schuldigen daran erklären,
– ihnen vorhalten, was sie „uns“ damit aufbürden.
– und sie auf Biegen und Brechen am Sterben hindern (zum Beispiel, indem wir sie aktuell zwangsbeatmen).

Das sind leerdrehende Automatismen. Wiederholungen, die nichts herbeiholen, keinen Sinn und schon gar keine Humanität.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Vielleicht hat sich hier jemand geärgert über meine vielen Gänsefüßchen bei den Personal- und Possessivpronomina in der 1. Pers. Pl.
– Is mir egal.
Ich gehöre nicht mehr zu „uns“, den Menschen.
Ich habe einen Menschenkörper. Das ist alles, was ich mit den Menschen noch teile.
Ich lebe an einem anderen Ort als die meisten Menschen. Ich denke anders als fast alle Menschen. Und selbst mein Menschenkörper ist eisbärfellbewachsen und empfindet anders als Menschenhaut.


Ich denke daran: 00 Nö sehr klein . Ich darf das. Ich muss nicht mehr.