Zeitungslektüre: die Palz, und, ja, dann

248 Reich gewesen

Ein hübscher Artikel in der Zeit über Max Slevogts Domizil in der Pfalz wehte alles wieder her.

Zwischen den Dörfern öffnen sich Acker Himmel und Licht
auf schlafende Elefanten in sanftem Dunst: Mogotes
kleiner Entfernung, Pfälzer Wald-Buckel, abendsonnig.
Ein diesiger Schimmer von gewesenem Glück.

Wie reich wir waren.
Wie vermögend der Lebensmensch mich Berliner Pflanze – einen krautigen Bodendecker ohne allzu raumgreifende Ambitionen – werden ließ dort in jenem südlichen Licht auf den abendlichen Fahrten durchs Rebenmeer vor jenen sanften Hügeln der Haardt nach einer Wanderung bis tief in den Pälzer Wald hinein (und immer auf einen von dessen Bergen, manchmal auf eine seiner Burgruinen, oft auf eine der Hütten hinauf).
In diesem Licht, das der ‚richtige‘ Süden nicht hat (und erst recht nicht der bitterlich lichtarme Nordosten dieses Landes), weil dort das sanfte Fruchtbarkeitswogen des an die Haardt anflutenden, von Apfel- und Pfirsichbaumbänken durchzogenen Rebenmeeres ebenso fehlt wie dieser weich sich aufwellende Damm, welcher – folgt man geduldig einem der ihn kraulenden Wege – irgendwann doch noch Gebirgsqualität annimmt. Und auch die passt zu Leuten & Land: Kaum schroff, begrünt oft bis in die schrundigste Steinkerbe, dann und wann bach- und plätschergesäumt, oft menschenleer und immer eindrucksvoll im Detail.

Ohne konkrete Bilder im Kopf zu haben, ohne präzise Erinnerungen an Wanderrouten, oder gar an Wandertage – ich habe begonnen, im Witwesk durch den Pälzer Wald zu laufen, durchs Rebenmeer zu fahren: Ein Weinblattgrün wellt sich auf, ein Sonnengold tanzt mir in die Nase, ein Schattenblau streicht mir über den Kopf.

– Ja. Wir waren reich.

Der Lebensmensch hat mir ein Vermögen geschenkt.
So gern teilte ich es mit ihm.

„Mächtiges Badabumm“

95 Pauken und Trompeten

Nun hat, nach äußerst bemerkenswerten mehr als zwölf Jahren ohne jegliches größere zahnmedizinische Problem, ein Backenzahn im Witwesk seinen Geist aufgegeben, einer der Kandidaten mit riesiger, uralter Amalgam-Füllung, deren ‚Zusammenbruch‘ nur eine Frage der Zeit war und ist – nicht zuletzt deswegen die (mittlerweile altersbedingt teure) Zahn-Zusatzversicherung; und nun wird die – hoffentlich – das Schlimmste finanziell abfedern. (Die Behandlung selbst werde ich wie auch in Leben #1 immer angehen: Augen zu, Klagelippen zu, Mund weit auf und durch. Ich hoffe nur, dass die Zahnarztpraxis nicht Virus-bedingt dicht machen muss.)

Der Zahn brach ganz leise.
Das „mächtige Badabumm“ (ein Zitat aus dem Film „Das fünfte Element“, den der Lebensmensch entgegen seiner sonstigen Vorlieben [und Abneigungen!] sehr gemocht hat) hingegen war gestern im Konzerthaus beim Rundfunk-Sinfonieorchester unter dem Dirigat Vladimir Jurowskis, als dort Anton Bruckners 5. Sinfonie (und ‚mein erster Bruckner‘ überhaupt) gespielt wurde.
Nach einem wunderfeinen, mich wohlgesittet – und vermutlich auch wohltemperiert – gen {bei allem Dur!} mollhellgrauen Wonnehimmel erhebenden letzten Klavierkonzert von Mozart mit Richard Goode am Flügel, der eine Zugabe von ähnlich zartklarer Intimität gab, die ichKretin natürlich nicht zu identifizieren vermochte – einen Dank auch hier an Albrecht Selge, der das in seinem höchst bemerkswerten Musik-Blog „Hundert 11 – Konzertgänger in Berlin“ tat, welchen ich erst kürzlich entdeckt habe!

Danach Bruckner. – Was für ein mächtiges Badabumm!
Damit startet diese Sinfonie ja bereits. Und dann geht das immer wieder auf ganz wundersame Weise in eine volltönende Stille über, wie ich sie bislang selten gehört habe. Das war – auch nach allen Wagner- und Mahler-Erfahrungen – ein ziemlicher Schock und herausfordernd für mich, die ich im 2. Rang (also wie oft bei Musik-Aufführungen dem Himmel ganz nah) direkt über dem Orchester saß; ein wohltuender Schock und eine positive Herausforderung.

Den Konzertsaal lerne ich langsam zu schätzen: Auf diesen orchesternahen Plätzen ganz oben (noch dazu sind es die wohlfeilsten dort!) kann ich die Musik nicht nur irrsinnig gut hören (‚dichter‘, ‚direkter‘ als sonst auf irgendeinem ‚meiner‘ Plätze in den anderen Häusern, was im Konzerthaus bis zu einem Zwerchfell-Hören geht, welchem ich grundsätzlich aber mit Respekt, ja Skepsis begegne), vielmehr kann ich, wenn ich nach vorn auf die Stuhlkante rutsche, auch sehr viel von der Orchester-Arbeit und dem Dirigat sehen – das ist hochinteressant (und hat mich gestern gut durch die Momente drohender Überwältigung geführt; ab und an dann wieder völlig nach hinten rutschen und sich diesem Klang-Furioso ein wenig entziehen zu können, war aber auch ganz schön).
~ ~ ~

Nun lese ich gerade, dass der Gesundheitsminister zur Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern rät. Am Monatsende steht meine erste Aida in der Bismarck-Oper auf dem Programm – hoffentlich.
(Was Oper und Konzert dem witwesken Eisbären an Lebenslinien aufs Notenblatt komponieren, seitdem er begonnen hat, sie zu besuchen, ist – nunja, interessant.)
[Memo @ me: Beende das Bilder-Recycling!]

Splitter-Existenzzeiten

72 Von der Fragilität
Geht ein bissl durcheinander, grad.

Die eigene Kursvertretung ist vorbei, eine mehrfache Fremd-Kurs-Vertretung hat begonnen (noch dazu vormittags, wenn ich eigentlich noch in der Eishöhle liege und schlafe), Thema „Wechselpräpositionen“ (eins der trockensten und kompliziertesten, sieht man von den Genera, der Verbkonjugation und vor allem der Adjektivdeklination ab). Ich kaufe dann immer einen Kuchen und lassen einen Schlumpf auf, unter, hinter, neben, über – und so weiter – dem herumspazieren, um ihn in der Pause an die TeilnehmerInnen auszuteilen (den Kuchen!), nachdem ich mich selbst auf den Tisch (Akkusativ) gelegt habe, um dann dort auf dem Tisch (Dativ) zu liegen. – Merkt hier jemand, WIE kompliziert das für Deutsch-Lernende tatsächlich ist?!

Heute habe ich dann auch noch meine erste sogenannte externe Fortbildung besucht, Thema „Phonetik“ (ich habe aktuell jemandem im Kurs, der den Unterschied zwischen „e“ und „i“ nicht wahrnimmt und entsprechend nicht [re]produzieren kann). Zwar habe ich eine Handvoll praktische Tipps mitnehmen können, doch mal wieder eine falsche Frage gestellt – eine Art Grundsatz-Frage (und die sind bekanntlich immer die falschen). – Naja. Mir war es die Sache dennoch wert; hätte ja sein können … (dass ich da immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben habe, ist Naivität, Beklopptheit oder gar Resilienz, jedenfalls egal).
Auf dem Nachhauseweg hat ein extremer Schönling&Gutsituierungsbolzen Mitte/Ende 50, den ich bis zu diesem Augenblick nie zuvor gesehen hatte, mir einen Progammflyer für ein Konzert an der UdK hingehalten, als er aus der U-Bahn ausstieg („Vielleicht ist das was für Sie?“). Ich habe den Flyer nach kurzer Sichtung sogar angenommen. Nachdem das erfolgt war, hatte ich für einen Sekundenbruchteil den Eindruck, dieser schöngeistige Womanizer wollte wieder einsteigen – und da hätte ich fast laut losgelacht. Die genauere Lektüre des Flyers während meiner letzten beiden zu fahrenden Stationen ergab, dass ich an dem Termin bereits ein Konzert-Ticket habe. Und dass ich andernfalls jenes Ravel-Klavierstück von meinem letzten Konzertbesuch, dessen zweiter Satz mich so beeindruckt hat, abermals hätte hören können – seltsamer Zufall!
Jetzt jedenfalls kommen Bruckner (erstmalig für mich) und Mozart und da auch ‚letzte Dinge‘.

Sonstige Splitter unter anderen:
Eine gute Nachricht ist gekommen (wie immer mindestens un-, in diesem Falle wieder einmal gegenteilig erwartet).

Viren-Hysterie beiseite (sie nervt ohnehin nur) – das wäre ebenfalls eine gute Nachricht: Wenn nun der Menschheit geschähe, was ihr bereits im Europa des 14. Jahrhunderts geschah, und was hinsichtlich aller Arten sowieso und derzeit vielen noch deutlich radikaler geschieht als damals jener Menschheit.

Eine Entwicklung hat eingesetzt: Ein völlig verfilzter, knotiger Faden ist gefunden und kann im Moment vom Knäul ab- und auf zwei ausgestreckte Hände aufgewickelt werden, die sich bewegen wie Weberschiffchen – mal sehen, wann auch er wieder reißt oder/und die Hände sinken.
Und mal sehen, ob vielleicht zuvor oder danach doch noch jener andere Faden zu Ende gestrickt werden kann (auch er in diesem Knäul, aber gut gesponnen: fest und geschmeidig).

Geschafft

190x
Und das ist eine Ranukel wert!

Ein tatsächlich Wunder-volles Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist ergangen.

Und meine drei Dauer-DaZel-Wochen liegen hinter mir: Ab Montag ist die mir sehr lieb gewordene Kollegin wieder da; das freut mich heftig. (Und entlastet ungemein, nicht zuletzt weil ich im März mehrfach Vormittagsvertretungen übernommen habe; auch um die vom Bamf gestatteten Abschläge vom offiziellen „Mindesthonorar“ [sic!] wegen der zu niedrigen Teilnehmerzahl in meinen letzten beiden Modulen auszugleichen.)
~ ~ ~

Mit dem Suizid-Urteil hätte ich nie gerechnet. Und schon gar nicht damit, dass das Verfassungsgericht die Aufhebung des unsäglichen Suizid-Verbots, das die rd. 700 Abgeordneten des deutschen Bundestages in all ihrer Selbstüberschätzung über die rund 83 Millionen Menschen in diesem Land verhängt hatten, ausweitet von sogenannten Todkranken auf alle Menschen: ALLE!
Natürlich – und das sieht ja auch Karlsruhe vor – wird diese erstmals hierzulande (höchst-)institutionell anerkannte Freiheit zum Suizid eingehegt werden (müssen) durch Rechtsvorschriften (Fristen, Zwangsberatung etc.). Dennoch handelt es sich bei diesem Urteil um einen Paradigmen-Wechsel:

Eins der letzten, nunmehr 2000 Jahre alten Joche christlicher Knechtschaft ist verwittert und uns jetzt vom Hals gefallen!
Nachdem wir schon seit rund 150 Jahren wissen, dass Gott tot ist, müssen wir uns nun endlich nicht mehr als Spielstein auf dem Mensch-ärgere-Dich-nicht-Brett der Kirchen (also der selbsterklärten Sachwalter Gottes, die bis heute in unsere „säkulare Kultur“ hineinregieren) fühlen, müssen nicht mehr den gesamten Weg über’s Brett passieren, um ins Ziel zu gelangen, sondern dürfen vorher auf einem Punkt unserer Wahl stehenbleiben, umfallen, verwesen, also gänzlich aufhören mit dem Wesensein (und Gewesemachen).  – Und das ab jetzt, ohne von Zügen zermalmt, von Stricken erstickt, von Tabletten zermörsert zu werden, sondern: tatsächlich „sanft entschlafend“!

Nie hätte ich mit einem solchen Urteil gerechnet. Und ich freue mich sehr.

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Eher hätte ich damit gerechnet, das mit dem neuen Kurs jetzt zu schaffen – und so zu schaffen, wie ich es nun tatsächlich geschafft habe: gut.
{ Ja. Gut geschafft und gut gemacht, Witwe! }

Würde diese Arbeit anständig statt sittenwidrig bezahlt werden, könnte ich mich mit dem Beruf allmählich sogar ein wenig identifizieren. Solange aber Integrationskurs-Dozentinnen (es sind fast nur Frauen), für die ein akademisches Studium und etwaige Zusatzqualifikationen vorgeschrieben sind, ein Netto-Salär knapp über dem Niveau ungelernter HilfsarbeiterInnen beziehen, werde ich mich mit diesem Beruf nicht identifizieren können (aber ich übe ihn ja auch nur nebenberuflich aus …).
– Das allerdings mindert nicht meine immer wieder vorhandene temporäre Freude an der konkreten Tätigkeit und schon gar nicht mein permanent vorhandenes Verantwortungsgefühl den Menschen in den Kursen gegenüber, die ja für die gesellschaftliche Missachtung nichts können (davon auch meist gar nichts wissen), die auch dieser „Frauen“-Beruf hierzulande erfährt.
Gleichwohl wächst meine Wut: Dass Integrationskurs-Dozentinnen mit etwa 10-15 Euro netto abgespeist werden (inklusive der unbezahlten Vor- und Nachbereitungszeiten, der unbezahlten Krankheitszeiten, der unbezahlten Urlaube), IST SCHLICHT EINE UNFAIRE SAUEREI!

Warum diese unfaire Sauerei aber funktioniert, bis heute funktioniert, habe ich gerade diese Woche wieder im Gespräch mit Kolleginnen erfahren:
„Och, mir ist das mit den Teilnehmerzahlen grad egal, ich hab so viel im Zweitjob um die Ohren [und einen normal verdienenden Mann zu Hause].“
„Nee, das Honorar ist nicht so wichtig für mich, ich hab so viel Spaß an der Arbeit [und einen gut verdienenden Mann an meiner Seite].“
„Ich möcht’ so gern was zurückgeben von dem, was ich selbst hier bekommen habe, da ist mir das mit dem Geld nicht so wichtig [auch hier wieder: normal verdienender Mann im Hintergrund].“

– Mich macht auch das sehr wütend: dieses typische Weibchensein und diese Perspektive, die nicht einen Millimeter über den eigenen Bauchnabel hinaus kommt (‚Bei mir ist das so und so, und es ist mir völlig egal, wie das bei anderen ist, und erst recht, ob es ein strukturelles Problem ist – was ist das überhaupt?!‘)!
Kolleginnen, die keinen normal oder gar gut verdienenden Mann zu Hause haben, äußern sich demgegenüber oft kritisch zur Bamf-Honorarpolitik; aber auch nur oft, und auch dann meist nur verhalten.

Ich bin ein witwesker Eisbär: Ich mag – bis auf wenige Ausnahmen – weder Frauen noch Männer sonderlich; erstere aber finde ich meist noch etwas unangenehmer als letztere. Ob das fair ist, weiß ich nicht: Vielleicht verstehe ich sie nur besser, weil ich mit ihnen mehr zu tun, und vielleicht auch gemein, habe.

Vielleicht das

247 Vielleicht
Heute, nein auch schon wieder gestern oder vorgestern, hatte ich ein Erlebnis, eine Stern-Stunde.
Nein: zwei, ja: gleich zwei!
Mit Menschen. (Nicht mit Sternen.)

Beide Stunden eint von meiner Seite aus Wahrhaftigkeit. Wenn die Situation so ist, dann lege ich die Masken, lege das Eisbärenfell ab und bin als Corinna Laude vorhanden – gehe also das ‚volle‘ Risiko ein – mit mir, »Corinna Laude«, und mit Menschen. (Voraussetzungen dafür? Verschieden. Langsam gewachsenes Vertrauen in den Anderen, oder Selbstvertrauen auf der Basis langjähriger Selbst-Erfahrung, oder beides zusammen. Nie aber Unbedarftheit, Ungestüm, nie etwas zuvor gänzlich Unbedachtes; schade, aber vielleicht ist auch das Altern. – Gleichwohl handelt es sich dann ums volle Risiko: Den Anderen kann ich wie so oft missverstehen. Mich selbst kann ich wie so oft über-, unter- oder gar nicht einschätzen, also letztlich auch vollkommen missverstehen.)

Zweimal binnen 48 Stunden habe ich durch Reaktionen auf mich – also anhand anderer Menschen (und in direktem Kontakt zu ihnen) – erlebt, welche Humanität dem Menschen eigen ist. Welche Zärtlichkeit, welche Zartheit, welche Weite.

Einmal im neuen Kurs. Dem ich aus gegebenem Anlass die menschenverachtende Bamf-/Bundesinnenministerums-Honorarpolitik für Integrationskurse erklärt habe und meinen „Familienstand“.
Und ein zweites Mal dann am Wunder(n)-Ort. Der wird bewohnt von einem Menschen, der diesen Ort, der seiner ist, mit anderen teilt. Er hat mir dort wieder einmal (wie oft eigentlich schon?) das Staunen und mein in-der-Fremde-heimisch-Sein ermöglicht und für das in-mir-fremd-Sein Platz zur Verfügung gestellt – merci!

– Vielleicht das,
die Zartheit, die Zärtlichkeit, die Weite, die dem Menschengeschlecht möglich ist.
Vielleicht das

Blaue Wintersaat an Feldes Rand,
vielleicht ein Blühen am Vers entlang

(selbstbezüglicher) Wunsch = sinnlose Gemütsregung

03 Grabstellen
Heute Abend bin ich in einen Film gezappt: „Satte Farben vor Schwarz“ von Sophie Heldman aus dem Jahr 2010.
Sogleich blieb ich hängen, weil Bruno Ganz mitspielt. Er ist der Ehemann von Senta Berger, beide sind seit 50 Jahren verheiratet, haben zwei Kinder, das Enkelkind macht gerade das Abi.
Er hat eine Prostatakrebs-Diagnose erhalten und macht – nichts.
Sie verzweifelt daran. Zunächst.
„Ich möchte die Zeit, die mir noch bleibt, nicht als Patient verbringen.“ – Das ist einer der Film-Sätze, den ich sogleich durch und durch verstanden und begriffen habe (weil es spätestens im Witwesk mein Satz geworden ist; und weil er damals nie gesagt worden ist, ich ihn mir aber sinnloserweise gewünscht habe).
Am Schluss sterben beide durch einen selbstbestimmten, gemeinsamen Suizid.
Und nein: Sie sind kein „symbiotisches“ Paar. Beide sind freie Menschen.
Und als solche wissen sie um ihre Liebe – ihre Liebe, die ihnen ganz eigene, an sie gebundene und als solche einzigartige Liebe – und fühlen das Leben, das aus ihr kommt: das eine ganz spezielle Leben, das aus ihr kommt und in ihr jeweiliges Leben hineinströmt. (Und an die Buchhaltung: Es ist völlig belanglos, ob es um 50 oder um 14 Jahre einer solchen Liebe geht.)

Der Film geht auf eine ‚wahre Begebenheit‘ zurück. Ich habe mich für die beiden gefreut.
Und nun sitze ich hier und wünsche mir sinnlose Wünsche.

Anlässlich der Staatsopern-Médée gestern

(die dort „Medea“ heißt)
246 Médée

Mit welchem Entsetzen arbeitet eigentlich dieser Mythos?
– Mit dem Todes-Tabu eigenen Kindern gegenüber.

Nur zwei Fragen dazu:
1. Warum wird dieses Tabu an der Mutter durchexerziert, nicht am Vater? Die (Staats)Väter töten doch seit dem Beginn der Menschengeschichte ihre Kinder, indem sie sie in den Krieg fortschicken oder zum Begatten durch spätere Väter.
2. Warum ist nur der Tod das Tabu und nicht die – für den betroffenen Menschen – mindestens genauso gewaltförmige, dem Tod stets vorausgehende Zeugung mitsamt Geburt, die den Menschen aus dem Nichts zum Etwas zwingt?

Altern

245 Altern
„Alter ist das Geschenk, als Mensch als (sein eigenes) Bild vollständig zu erscheinen.
Ich erlebe es als ein Privileg, diesen Weg gehen zu dürfen. Er ist, wie bereits flüchtige Blicke in die Menschheitsgeschichte belegen, alles andere als selbstverständlich. Wer altern darf, kann sich in einem anhaltenden Prozess bis zu seinem Ende hin verändern.“
(Ulrike Draesner: Eine Frau wird älter. Ein Aufbruch. München 2018, S. 44.)

Das las ich kürzlich.
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Der Lebensmensch wäre so gern wenigstens 50 [sic! Das ist abstrus alt für Menschen, deren Babies oder Kleinkinder sterben oder die selbst sterben als Teenager oder junge Erwachsene. Das ist abstrus jung für die überwiegende Mehrheit der Menschen hierzulande, die im Schnitt deutlich mehr als 25 Jahre älter wird] geworden.

Doch schon der 47. Geburtstag, den er knapp noch überlebt hat, ließ sich nicht mehr „feiern“, auch nicht mehr nur unter uns zweien, in all dem – nicht zuletzt ärztlichen – Irrsinn, all der Angst, all den vagabundierenden Schmerzen, die aus diesem Irrsinn und der Angst resultierten (und ich denke weiterhin, dass „der Krebs“ nur das Etikett war, das die Ärzte dem auch von ihnen mitverursachten Irrsinn, der auch durch sie entstandenen Angst und den auch durch ihr Tun geschaffenen Schmerzen aufklebten).
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Ich bin mir ziemlich sicher: Wäre nicht der Tod zuvor gekommen – wir hätten das gut geschafft mit dem Altwerden.

Hätten uns nicht gegenseitig altersbedingt verlassen. Hätten uns nicht voreinander geekelt. Hätten statt dieser offenbar bis heute völlig normalen Klischee-Handlungen (s. Draesner, a.a.O., S. 8 pass.) unser vorhandenes „Maschentausendaberweit“ (© Elke Lasker-Schüler) weitergewebt, so beharrlich, so konfliktoffen und so liebend wie in den 13 Jahren vor dem Krebs. Hätten irgendwann kaum noch Angst vor dem Tod gehabt. Und hätten uns in Ruhe und ruhig und liebend verabschieden und gehen lassen können für den Fall, nicht gemeinsam zu sterben.
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Ich bin mir ziemlich sicher: Wir hätten nach den knapp 14 Jahren, die wir hatten, weitere dreißig, vielleicht gar vierzig Jahre gut gemeinsam alt werden und dann gut sterben können.
Und unsere Liebe auch.

Ich weiß, dass der Lebensmensch sich dessen ebenfalls ziemlich sicher war.
Ich weiß, dass er gern alt geworden wäre; am Ende zumindest 50, noch drei Jahre mehr.
Ich weiß, dass er diese Jahre gern mit mir geteilt hätte – wenn auch nicht jeden Tag und jede Stunde davon (so wenig, wie ich das mit ihm hätte tun wollen; so wenig, wie wir es bis dahin getan hatten).

~ ~ ~
Vor einiger Zeit hat im Witwesk etwas zu geschehen begonnen, das ist – nochmals eine Lektion im Allein²-Sein.

Nach dem Tod (den ich damals vergeblich auch GANZ für mich zu erkämpfen versuchte) war ich jahrelang ‚tot‘, schockgefrostet, alles stand. Auch mein Körper, der seine Fertilität während des akuten Todes – also während der Zeit vor/in/nach dem letzten Tag – beendet hat, was ich bis heute vollkommen logisch und richtig finde.

Seit einiger Zeit aber, vielleicht seit zwei, drei Jahren, bewegt sich mein Körper wieder: Er altert.
Das Körperfett verteilt sich altersgemäß um: Ich habe nun bekommen, was ich seit meinem 14. Lebensjahr nicht mehr hatte: einen „Bauch“ zum Beispiel und einen „Busen“ – also etwas, das, damit es nicht zerläuft, durch BHs eingehegt werden muss, die ich nie trug.
Die Hautbeschaffenheit verändert sich altersgemäß: Ich habe nun schlappige Hautlappen unterm Kinn und um den Adamsapfel herum, Knitterfalten am Oberschenkel, wenn der freischwingt, und Furchen um den Mund bekommen, auch wenn der meist schweigt.

Mein Haar indes ist immer noch weitgehend farbig.
– Klar: Ich habe nach dem Tod und nachdem ich erfahren musste, dass ich den meinen trotz aller Bemühungen noch nicht ganz haben kann, mir das „broken-heart-Syndrom“ ebenso vergeblich gewünscht wie wenigstens „weiß zu werden über Nacht“ (zumindest das liest man doch immer von liebenden Witwen, übrigens auch von Ulrike Draesners Mutter, a.a.O., S. 61).

Ich sehe seltsam aus.
Chimäre aus Enddreißigerin auf dem klaren Weg zur Professur, Anfangsvierzigerin in SterbenundTod und 52jährigem witweskem Eisbären mit Schwabbelbauch, Schlappbusen und sonstigen Körperfurchen im Frei von & zu. Und als Kind dränge ich mich nunmehr manchmal auch noch dazwischen in Gestalt von gnadenlosem Glücksglucksen und bodenloser Verlorenheit.

~ . ~ . ~ .
Ich sähe so gern, wie mein Lebensmensch jetzt aussähe.

Ich sähe ihn so gern an.
Jetzt. Und später. Und bald. Und gleich. Und nun. Und immer wieder. Und morgen früh beim Kaffeetrinken, oder dann in ein paar Tagen, ein paar Wochen.

Und ich habe keinen Satz dafür, wie sehr ich mich nach seinem Geruch sehne.

Durchkommen

244 Durchkommen
Zum neuen Kurs einstweilen dies:
Wir sind gut gestartet (und werden wieder in Galaxien vordringen, die unzählige Menschen zuvor schon gesehen haben: zum Beispiel in die Verbkonjugation, die Wechselpräpositionen und die Adjektivdeklination des Deutschen, aber wir werden ganz gewiss derweil auch wieder ein paar neue Himmelskörper und mancherlei ungeahnte Bewegung im Kurs-Kosmos entdecken).
Und ich habe mich wieder daran erinnert, was für eine Knochenarbeit dieses allererste Modul doch ist; irgendwie vergesse ich das im Verlaufe der Kurse immer aufs Neue. {Nie habe ich in den 15 Jahren meiner „Universitätskarriere“ vor dem Witwesk jemals in einem Seminar eine solche Knochenarbeit leisten müssen – nie, noch nicht einmal in den Mittelhochdeutschkursen.}

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~.

Jetzt aber treibt mich etwas anderes um und durch die Nacht (wieder einmal quer durch die Nacht, obgleich die Haut um meine Augen zilpt: „Mied!“). Wieder einmal habe ich Menschen aus meinem vorwitwesken Leben gegoogelt. – Ich weiß, ich sollte das nicht mehr tun. Doch das ist auch eine Form von Realitätscheck.

Dass die durchkommen.
Fast alle sind jetzt „ProfessorIn“ – manche davon auch nur apl., aber im Betrieb (gewesen) –, oder „Direktor“, oder „Leiterin“.

Von manchen von denen im Wissenschaftssektor kann ich im Netz textuelle Erzeugnisse lesen.
Einst nannte man einige dieser Texte „Aufsatz“ oder „Monographie“, „Seminarankündigung“ oder „Forschungsexposé“, heute würde ich sie allesamt „DFG-Antragsprosa“ nennen.
Es sind normierte Buchstabenfolgen (Ziele beispielsweise werden dort immer „verfolgt“, als seien es Tontauben – niemand HAT mehr Ziele), es werden hochverschwurbelte syntaktische Konstruktionen aufgefahren („intermediale Fragestellungen dienen Darstellungen von Rezeptionshaltungen“ – aber wenn eine Frage im Dienste einer Darstellung steht, ist es dann noch eine Frage?!) und Termini im Dauerfeuer abgeschossen (natürlich handelt es sich stets um „Deskription und Analyse“, um zumindest „Translation“ und „Transformationen“, wenn nicht gar um „Translokationen“, „Transversen“ oder „Transluminiszenzen“, gleichgültig, ob es zum Beispiel um „literaturwissenschaftliche Objektforschung“, „textuelle Medienkonkurrenz“, „Autorschaftsparatextualiät“ „Inversionspartituren“, „visuelle Topoi“ [besonders lustig, und leider sic!], „a- und reverse Asynchronien“, „Ideosynkrasien der Avangarde[n]“ oder sonstige „Affektationen“ geht).
– Und vor allem: Das ist ein jahrzehntealtes Programm, das ich ich da lese.
‚Körper – Ding – Materialität – Geschlecht – Gedächtniskonzepte – Autorschaft – Zeitvorstellung – Normativität – Text & Bild & Ton – Erzählformen‘ und so weiter und so weiter und so weiter – seit dreißig, vierzig Jahren ist das der Forschungskanon, nur hieß er damals zum Teil ein wenig anders.
Auch die Literaturangaben unter den Seminar- oder Vorlesungsbeschreibungen bedienen sich der Klassiker von einst, die schon ich Studentin als „Klassiker“ im Handapparat vorfand; ergänzt wird das heutzutage durch ein paar (wenige) zitierkartellgemäße aktuelle Tagungssammelbände und natürlich – nunmehr vollkommen schamlos – durch die eigenen Publikationen.
Neues habe ich jetzt bei der Lektüre nicht gelernt, doch habe ich auch nach wenigen Stichproben aufgegeben.

Ich weiß nicht, wer ich geworden wäre, wenn ich in diesem Betrieb verblieben wäre.
– . – . –
Kürzlich sagte mir eine Person, sie finde es sehr schade, dass ich nicht dort weitermachen konnte, denn ich sei immer ein wenig anders gewesen als der Betrieb und die Menschen, die in ihm überdauern.
Ich indes weiß nicht, wer ich geworden wäre, wenn ich in diesem Betrieb verblieben wäre. Und ich kann es nun nicht mehr herausfinden. {Manchmal wüsste ich es sogar noch heute, hier im Witwesk, gern. Aber vielleicht wäre ich blind geworden, wenn ich dort verblieben wäre (das Risiko ist groß). Und dann hätte ich es auch nicht gewusst.}
– Ich weiß nunmehr aber, dass es durch und durch ungerechtfertigt und ungerecht ist, dass Menschen, die diese Tätigkeiten ausüben (vom WiMi bis zum Prof.), das drei- bis zehnfache (und mitunter noch mehr) einer Integrationskurslehrkraft ‚verdienen‘.
~ ~ ~.

Es gibt langsam zwei emotionale&rationale&lebensweltliche Wahrheiten hier im Witwesk; beide haben mit „Durchkommen“ nichts mehr zu tun:
1. Als ich noch nicht hier war, habe ich mich viel zu ernst genommen. (Und habe beispielsweise selbst mitunter und zunehmend akademische Antragsprosa verfasst.)
2. Seitdem ich hier bin, lerne ich ganz neu Allein-Sein als Allein²Sein, also als jetzt Icheisbärsein (’tschuldigung: Alleinsein per se konnte ich schon, seitdem ich denken kann, ziemlich gut), lerne ich ganz neu reales und drohendes pekuniäres Armsein, ganz neu über mich zu lachen, ganz neu Deutsch, ganz neu Klassische Musik und womöglich auch noch ganz neu das Schreiben.

Und vielleicht gibt es noch eine dritte emotionale&rationale&lebensweltliche Wahrheit hier im Witwesk, ein drittes Lernen, ganz, ganz sachte: Noch ist es eine Luftspur, ein Geruch, etwas, das mir kurz über die Haut streicht, und über meinen Kopf – dabei kommt es doch aus dem heraus, oder?

_________
Und ich werde mich bis an mein Ende erinnern:
Wir durften nicht durchkommen. Durch so ein statistisch in der BRD „normales“ Leben, als Akademiker.
Undgottverdammt! Er hätte das so viel mehr verdient!

Ein bisschen nervös

139 Was ich kann
ist der witweske Eisbär. (Und es darf wirklich aus voller Kehle gelacht werden, wohl- und übelmeinend.)

Und ein wenig gerührt (morgen dann auch sturmgeschüttelt auf dem flitzeroten Fahrrad) ist der witweske Eisbär:
Kurs-Abschluss. Sage und schreibe (ich staune und erschrecke) der fünfte Kurs ist beendet.
Ein Abendkurs dauert etwa ein Jahr. Mithin bin ich nun bereits fünf Jahre mit dieser nebenberuflichen (neben was eigentlich mittlerweile? – Aber das ist ein anderes Thema) Tätigkeit beschäftigt. Einer Tätigkeit, die – wie hier oft schon dargelegt – vom Bamf konzipiert und „honoriert“ wird zu menschenverachtenden Bedingungen: bestenfalls 35 Brutto-Euro Stundenhonorar und dann stets minus ca. 38% Sozialversicherungsabgaben vor Steuern (man ist ja „selbstständig“, muss aber Bamf-zertifizierte „Lehrwerke“ [= Kursbücher] einsetzen, sich der TeilnehmerInnen-Zuweisung beugen und jeden Tag wieder einen ganzen Lastwagen voller Bamf-Formalitäten über die TeilnehmerInnen rollen lassen), kein Geld für Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, kein Geld im Krankheitsfalle, kein Urlaubsgeld.

Mein spätestes Sterbedatum, das mich vier Jahre durch die Existenz im Witwesk getragen (wohlgemerkt!) hat, als die noch gar nicht fassbar, sondern alles nur ohne Fassung war – mein spätestes Sterbedatum also steht auf der Rückseite des Fotos vom Lebensmenschen, das ich irgendwelche Wochen nach dem Tod verkehrtherum auf meinen Schreibtisch stellte, nachdem ich den irgendwann an seinen neuen Platz hatte stellen müssen.
Das Foto steht da, genauso, bis heute.
Das Datum ist längst verfallen. Manchmal bin ich saure Milch: flocke aus und rieche grauenhaft.
Ein neues Sterbedatum habe ich mir nicht gesetzt. Aus Feigheit oder aus Weisheit?

Mit jedem neuen Kurs, der an sein Ende kommt, denke ich an mein spätestes Sterbedatum und seinen Verfall. Dann schäme ich mich, freue mich und sitze mir als Krähe auf der Schulter: sehe mir zu, sehe mich an – und finde das, was ich sehe, fremd. Was wohl ganz natürlich ist.

Bin ich in der Lehrerinnen-Rolle, wurde ich bislang noch ein jedes Mal gerührt (und ein wenig geschüttelt), wenn Kurs-Abschluss war – so auch jetzt wieder.
Zu sehen, was nicht alle, aber viele gelernt haben (dass jetzt manchmal das Verb im Nebensatz tatsächlich an dessen Ende rutscht – und ja: Das ist verdammt schwer!), die Persönlichkeitsschritte, die alle gemacht haben, und die – ja: Zärtlichkeit, mit der die TeilnehmerInnen sich verabschieden, buchstäblich lachenden und weinenden Auges, und vor allem: dankbar und stolz – das bewegt mich ein jedes Mal.
„Bindung“ & „narzisstische Befriedigung * “ { „Scheiße“, findet eins hier. „Aber Wahrheit“, sagt ein anderes hier. „Und ist nicht auch diese Ambivalenz »rührend«“, sagt ein drittes hier; mir gefällt seine Abschätzigkeit nicht so ganz, aber was weiß denn ich. }

~ ~ ~

Ein bisschen nervös bin ich, weil morgen mein sechster Kurs startet und ich ihn diesmal allein beginnen werde, da meine mir lieb und teuer gewordene Kollegin einstweilen verhindert ist.
Noch nie habe ich die ersten beiden Tage unterrichtet, immer erst den dritten und vierten Kurstag.
Und noch nie habe ich einen AnfängerInnenkurs mehrere Wochen allein unterrichtet.

Eins in mir sagt: „Wird spannend; wird vielleichtvielleichtvielleicht dein erstes Scheitern in ‚der Lehre‘ überhaupt.“
Eins in mir sagt: „Kannste. Weißte. Machste. – punto“
Eins in mir sagt: „Neben-Business as usual, nicht wahr, Schätzelchen; aber wo war doch gleich das Haupt- und Staatsgeschäft des Witwesks.“

Ich – möchte mir die Hirnohren zuhalten.

Und ans Meer.
Statt dessen geht es mit spontan gekaufter Karte am nächsten Samstag in Cherubinis Médée, als Carte blanche auf ein Gelingen der ersten Kurswoche.

PS: Was mir in der Lehrerinnen-Rolle immer aus meinem witwesken Egoshooter heraushilft: Ich denke daran, dass für fast jede Teilnehmerin und fast jeden Teilnehmer der erfolgreiche Besuch eines Integrationskurses – oder schlicht: hinreichend Deutsch zu lernen – für die von ihnen gewünschte oder ihnen vom Leben aufgezwungene neue Lebensperspektive die unumgängliche Basis ist. Und dass Wünsche nach Lebensperspektiven zu respektieren sind. Und Eigenes dahinter zurückzustehen hat.

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* Dafür gibt es diesmal kaum einen Grund: Ich habe das mit Abstand schlechteste DTZ-Ergebnis all meiner Kurse eingefahren.