Schnauze voll

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.


Heute wollte ich dem Mitbewohner das Wort geben.

Aber der hat auch die Schnauze voll:

Anlässlich des letzten Kommentares hier: Wer es immer noch nicht mitbekommen haben sollte: Damit unsere über 80-jährigen PflegeheimbewohnerInnen,

[und Achtung: Ich zitiere jetzt nur „Altmedien“]
die wir trotz der an ihnen durchgeführten Impfexperimente immer noch kasernieren und isolieren (https://www.tagesspiegel.de/politik/besuchsbeschraenkungen-auch-nach-impfung-heimbewohner-leiden-weiter-unter-abschottung/26951772.html, https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-03/pflegeheime-corona-impfung-lockerungen-besuchsregeln-pandemie-politik?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.startpage.com%2F),
und deren Wohlergehen uns politisch bis vor einem guten Jahr vollkommen egal war – damit die also weiter existieren können,
nehmen wir es in Kauf, unzählige Menschen unter 60 Jahren zu Tode zu spritzen, insbesondere junge Frauen: https://twitter.com/Sander_Lab/status/1376203084007944196
(Sorry, der ursprüngliche link führte zum „Tagesspiegel-Newsticker“, der über die Twitter-Meldung des „Charité“-Arztes berichtete. Jetzt ist aber alles natürlich längst weitergetickt, ich verlinke also aufs Original.)
~ ~ ~

Und ich, die ich weder hochbetagte Pflegeheimbewohnerin noch junge Frau bin, darf also in diesem Jahr, nachdem ich seit über einem Jahr schon nicht mehr ordnungsgemäß meiner Arbeit nachgehen darf, nicht mehr in ein Restaurant gehen darf, nicht mehr in die Oper und nicht mehr ins Museum gehen darf und meine wenigen noch verbliebenen Freunde nicht mehr gemeinsam in meine Küche einladen darf, vermutlich noch nicht einmal mehr meinen Balkon bepflanzen, weil ich nur ein Fahrrad hab, darauf maximal 25 Liter Blumenerde auf einmal transportieren kann und kaum jede Woche an einen kostenlosen Schnelltest kommen werde, den mir der Berliner Senat nun zum Einkaufen z.B. in Gärtnereien aufoktroyiert hat (und sorry, aber 40 Euro für einen selbstbezahlten Test kann ich mir nicht leisten):

Bis ich also auf meinem Fahrrad meine 75 Liter Blumenerde samt Blumen in etlichen wöchentlichen Touren zusammen haben werde mit all den nicht vorhandenen, kostenlosen Schnelltests 1x pro Woche, wird der Sommer 2021 vorbei sein.

Ich denke darüber nach, ein Zeichen zu setzen.

Und wer übrigens wissen will, wie die europäische Wirtschaft post Coronam aussehen soll nach dem Willen der diesen ganzen Irrsinn verantwortenden Granden, lese einfach mal hier nach, was der ungewählte italienische Regierungschef Draghi (Ex-EZB-Jeffe) da so für Ideen hat: https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/italien-draghi/

Psychose an der Macht – was tun?

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.

(Bilder im Text)

Hat eigentlich irgendein Mensch in diesem Lande mitbekommen, was diese jetzt im Rentenalter seiende, längst schon unfruchtbare und immer kinderlose, DDR-sozialisierte, seit über 30 Jahren, erst auf der parteipolitischen Ochsentour, dann an der Machtspitze des Polit-Business sich befindende Frau, die nunmehr seit 15 ½ Jahren Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist, aktuell gesagt hat?
Hat irgendwer mitbekommen, dass diese Person vor drei Tagen im Parlament und einen Tag später nochmals öffentlich behauptet hat: „Wir leben im Grunde in einer neuen Pandemie“ – hat irgendwer das mitbekommen?

Diese schon vor vielen, vielen Jahren inmitten ihrer Jugend vollkommen lebensfremd gewordene Person versucht jetzt, die Welt darauf einzuschwören, dass der ganze Zinnober namens „Corona-Pandemie“, den sie uns (wie viele ihrer genauso lebensfremden kollegialen MachthaberInnen im Polit-Business) seit über einem Jahr zu verkaufen versucht, nun weitergehen muss, denn:
Jetzt ist ja „Pandemie“ Nummer 2 da und das heißt in der Rhetorik von Angela Merkel, unser aller Bundeskanzlerin: „Erneut Tod und Verderben allüberall ! Runde 2.“

Nachdem die ganze Menschheit nun jahrhundertelang fast ohne „Pandemien“ lebte (Pandemien, welche den Namen verdienen, welche also mehr als 10 oder 20 oder gar 30 Prozent der Bevölkerung töten).
Jetzt also ist fast binnen Jahresfrist „Pandemie“ Nummer 2 da mit „Tod und Verderben allüberall!“, so sagt uns Frau Merkel.

Nur – wie seltsam:
Es stirbt kaum einer.

Und es ist schon kaum einer an „Pandemie“ Nummer 1 gestorben (dank Frau Merkel dürfen wir nun ja Nummern vergeben.)
Und die, die sterben, sind meist über 80 und multimoribund. Und da sterben die Leut halt. (Aber das darf man ja heutzutage nicht mehr sagen: Dass die Menschen irgendwann sterben. Denn das Sterben ist ja nun endgültig verboten, regierungsamtlich.)
Und die, die sterben, werden in vielen Fällen fälschlich als „Corona-Pandemie“-Tote klassifiziert. (Nicht zuletzt, weil das in vielen Taschen Geld einbringt. Aber auch das darf man ja nicht mehr sagen, es ist regierungsamtlich verboten.)

HAT EIGENTLICH IRGENDJEMAND IN DIESEM LAND BEGRIFFEN, WAS DIESE PERSON ALS BUNDESKANZLERIN NUNMHEHR VON SICH GIBT?

Warum gebieten wir dieser Person nicht endlich Einhalt?

~ . ~ . ~
Ich habe Erfahrung mit Schizophrenen. Ich weiß, wie sie sich in ihren Wahn-Roman hineinspinnen. Ich weiß, dass es mitunter zu kollektiven Psychosen kommen kann, in denen die Betroffenen sich gegenseitig in ihren Wahnkonstrukten bestärken. Ich weiß, dass dabei immer eine riesige Angst vor dem persönlichen Bedeutungsverlust eine wesentliche Rolle spielt. Ich weiß, dass alle Erkrankten traumatischen Erlebnissen ausgesetzt waren.

Aber ich habe kein Mitleid mehr mit solchen Personen, wenn sie a) einen Staat regieren, b) eine Regierung beraten, c) als ParlamentarierInnen die von solchen Personen vorgeschlagenene Gesetze und Verordnungen beschließen.

Nehmen wir sie endlich in Obhut.
Schützen wir sie vor sich selbst und uns vor ihnen.

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Bald kommt mein Ich-bin-ein-denkender-Mensch-Button Aufschweden bei mir an.
Und ich werde ihn tragen, an sämtlichen Jacken, Pullis und am Fahrrad.
Und ich werde – sollte es ein „Kassel 20/3/21“ irgendwann in Berlin geben – dort sein.
Ich bin links und meine Maxime ist die Rosa Luxemburgs: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“, ihre Ansicht, ihr Denken sagen zu können.
Wenn Menschen, die anders denken als ich, das nicht mehr sagen können, ist das Ende der Freiheit und ist das Ende aller Menschlichkeit erreicht.
(Ja, das gilt auch für Nazis: Auch die müssen als Privatperson [nicht als PolitikerInnen, denn da bewegen sie sich hierzulande auf dem Boden des Grundgesetzes und das verbietet glücklicherweise allen PolitikerInnen Nazi-Rede] sagen können, was sie denken. – Solange diese Privat-Nazis nicht auch tun, was sie denken, müssen sie frei sagen können, was sie denken! Sagen und Tun, also Symbolisieren und Agieren sind bitte auseinanderzuhalten!)

Ich bin links und werde nie „DIE LINKE“, nie wieder „Bündnis 90/Die Grünen“ und nie wieder die „SPD“ wählen. Denn die sind allsamt Merkels „Pandemie“-Politik nicht nur hoch zwei, sondern hoch 8.
Über andere Parteien muss ich nicht nachdenken: ich bin links. Aber ich habe jetzt ein Problem: Es gibt keine Partei, die ich noch wählen kann.
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Und mir reicht es jetzt.
Soll doch endlich diese ganze verlogene, strunzdumme, feige Gattung „Mensch“ an sich selbst krepieren! Soll doch dieses ganze dämliche Menschenpack endlich einfach sich selbst auslöschen. [Nie hätte ich gedacht, dass die Menschheit nach den Erlebnissen, die sie im 20. Jahrhundert mit sich selbst machen musste, immer noch so strunzdumm sein könne. Aber sie ist’s.]

Seht doch zum Beispiel (als eins von vielen Beispielen für unser Strunzdummsein) nur hin, wer an eurer „Pandemie“ Milliarden verdient hat im letzten Jahr:
Forbes: Pandemie-Gewinner

Seht einfach hin.
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Mir reicht’s mit der Gattung „Mensch“ (der ich genetisch selbst angehöre).
Sie entsetzt und ekelt mich bis in mein Knochenmark schon lange.

Ich versuche jetzt täglich und direkt, meinen Tod zu denken (um ihn tun zu können, sollte er nicht zuvor mir zukommen). Und dazu gehört für mich, die ich meinen Lebensmenschen im Arm hielt und in seine Augen sah, als er starb, aufzustehen aus meinem nunmehr zehnjährigen Pseudo-Tod, den ich mit dem Lebensmenschen mitstarb, ohne sterben zu können.

Vor der Merkelschen Corona-Psychose (vermutlich geht das irgendwann in ICD und DSM ein als „Massen- Corona-Psychose-Syndrom“) ist mir das Aufstehen nach langen, dunklen Jahren ein wenig gelungen.
Jetzt, in dieser Massen-Psychose, fällt mir das zunehmend schwer. Denn ich darf in keine Oper mehr, in kein Museum und noch nicht einmal mehr ins Aquarium.
Also versuche ich, meinen Tod zu denken. Und aufzustehen aus meinem Witwentod.
Allein.
Und ohne jede „Kultur“ (ohne Oper, Museum, Theater, Aquarium, Restaurant).

Ich will noch (und nur für mich, denn diese ganze durchgeknallte Gattung „Mensch“, die aller Menschlichkeit abgeschworen hat, entsetzt mich nur noch):
– einmal in meinem Deutschkurs mit den Menschen, die da Deutsch lernen wollen oder müssen, körperlich in einem Raum und ohne Masken und mithin ohne PolitikerIn-Psychose Unterricht machen, also als Mensch mit allem menschlichen Sterbe-Risiko und mit aller menschlichen Lebenslust in Beziehung sein mit anderen Menschen;
– einmal eine Oper hören im Saal und ohne Maske, also als Mensch mit allem menschlichen Sterbe-Risiko und mit aller menschlichen Lebenslust einer menschlichen Kulturmüh- und ‑lobsal teilhaftig werden;
– noch einmal eine Aufgabe, also in meinem Fall ein Buch, zu Ende bringen (ganz privat und folglich ganz oben auf der Liste der zu streichenden Dinge);
– einmal noch, ja: Ich will seit mehr als zehn Jahren einmal noch ans Meer.

Ans Meer.

Wenn Angela Merkel, oder wie immer ihr Ersatz heißen mag, aufgrund ihrer Psychose mir das während meiner zunehmend schwindenden Lebenzeit dauerhaft verbieten sollten, dann werde ich doch noch ganz der, der ich jetzt schon fast bin. Dann werde ich endgültig zum witwesken Eisbären:
Menschen müssen sich wehren gegen Totalitarismen, gegen Massenpsychosen und gegen die totale Verblödung ihrer Gattung, und vielleicht müssen sie dafür manchmal zu Eisbären werden.

Diese unerträgliche Verlogenheit von ÄrztInnen

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.

OHNE BILD

Diese unerträgliche Verlogenheit von ÄrztInnen, die (klar: weil immer noch Jeffe in Weiß und so) sich auswirkt auf etwa 70% der ehemaligen StaatsbürgerInnen, die nunmehr nur noch wieder UntertanInnen sind – mit der kann ich mich vermutlich bald nicht mehr arrangieren.

Gerade sah ich ein paar Minuten einer RBB-Dokumentation über die sogenannte „Covid19-Intensivstation“ der Charité. Ich habe nach wenigen Minuten ausgeschaltet, weil ich diese unerträgliche Verlogenheit nicht – ja: nicht ertragen kann.
Ach, wie sind all diese ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen in dieser Doku doch alle entsetzt und bekümmert und mitgenommen und voll fertich, weil unter ihren Händen Menschen sterben. Na achherrjeminje aber auch! All diese so wahnsinnig mitfühlenden und sich aufopfernden ÄrztInnen und PflegerInnen! Na achherrjemine aber auch!

Als mein Mann starb zwischen seinem grad noch 45. und seinem knapp erreichten 47. Lebensjahr, als mein Mann in jenen 15 Monaten starb, hat das keinen der etwa 20-30 ÄrztInnen, mit denen er und wir es zu tun bekamen, auch nur ansatzweise gestört: Keinen der Chirurgen, keine/n der AnästesistInnen, keine/n der OnkologInnen, keine/n der InternistInnen, weder in Krankenhäusern noch in ambulanten Praxen. Und auch kaum eine/n der etwa 200 KrankenpflegerInnen, mit denen wir es in dieser Zeit zu tun hatten.

– Im Gegenteil: Die fühlten sich von uns gestört. Und zwar massiv gestört.

Als wir einmal die Onkologin anriefen (was wir gemäß deren Anweisung in diesem Falle tun sollten, nämlich im Falle von plötzlichem Fieber während der Chemo), war sie höchst ungehalten, da offenbar gerade bei einem wichtigen Abendessen (und dass ich dann wegen des Antibiotikums, über dass die uns vorher einfach nie ein Rezept ausgestellt hatte, nachts in strömendem Regen und mit einem fieberhalluzinierenden Lebensmenschen im Bett zu einer Apotheke musste, und dass ich dann telefonisch die Onkologin von der Apotheke aus noch mehrfach bei ihrem Abendessen stören musste, weil die Apothekerin das Antibiotikum ohne Rezept nicht rausrücken wollte – das war eine Erfahrung, die ich bis an mein Lebensende nicht vergessen werde).

Als wir zweimal die Feuerwehr riefen (was wir gemäß sämtlicher Arztanweisungen in diesem Falle tun sollten, nämlich im Falle von etwaigen plötzlichen Darmverschlüssen), nahm die uns zwar nach einiger Diskussion tatsächlich noch mit, doch die ÄrztInnen im Krankenhaus reagierten unwirsch und griffen nur zu „Dipi“(dolor), was sie so dermaßen in den Oberschenkel rammten, dass dort noch nach zehn Tagen ein 2-Euro-großes Hämatom sicht- und fühlbar war, was aber leider in den Stunden des akuten Darmverschluss-Schmerzes nicht das Mindeste half. Und auch diese Erfahrung werde ich bis an mein Lebensende nicht vergessen. Wie so viele andere Erlebnisse des körperlichen Schmerzes anderer Personen, denen medizinisches Personal gar nicht oder erst nach elenden Stunden half.

Als wir nach einem Einlauf wegen einer der vier von den Chirurgen verursachten Not-OPs zusammen unter der Dusche standen, weil auch dieser Einlauf mal wieder nicht so funktioniert hatte, wie die ehrenwerten Pflegekräfte und die ehrenwerten ÄrztInnen sich das gedacht hatten, brach eine Krankenschwester ohne Zutrittserlaubnis in die Dusche ein und sagte uns ins Gesicht, die wir da standen, nackt und nass und in verzweifelter Liebe&Angst: „Das ist ja widerlich!!!“.
(Diese Krankenschwester hatte bei jedem Infusionsschlauch- und Nadelwechsel darauf verzichtet, sich Gummihandschuhe anzuziehen.)
Danach wurde mein Mann nass und noch mit Scheißeschleim an den Knöcheln auf eine Bahre verfrachtet und zum dritten Mal notoperiert.
(Und er hat unter größtem Kraftaufwand diese Krankenschwester und ihre schmutzigen, fetten Finger wenigstens danach von sich fernhalten können: Er hat damals bei der Pflegeleitung erwirkt, dass diese Person nicht mehr in unsere Nähe kam.)

Als mein Mann das erste Mal, verbockt durch die aufgeplatzte Naht der ersten, der eigentlichen OP, notoperiert werden musste, fragte mich die Anästhesistin während der Not-OP, ob ich ihn nicht „offen lassen“ wolle: das sei für die Behandlung einfacher, man würde ihn dann schlicht dauerhaft sedieren, denn in etwa 20 Stunden müsse die nächste Not-OP erfolgen und das mindestens zweimal, vielleicht öfter.
Wir standen im Flur des OP-Trakts.
Ich wusste seit etwa fünf Stunden, dass alles schiefgegangen war: die ganze erste OP, dass er nun eine Sepsis, eine Bauchfellentzündung hatte wegen der schiefgegangenen OP,
und ich wusste seit einer Woche, dass er Darmkrebs hatte, weil vor einem Jahr jemand bei der Biopsie oder der Histologie selbiger einen Fehler gemacht hatte. {Für die Zartbesaiteten hier: Dass Biopsien bei Krebsuntersuchungen fehlgehen oder dass die sich anschließende histologische Untersuchung des richtig biopsierten Materials falsch ist, passiert unzählige Male. Tut mir leid.}
Und jetzt fragte mich diese Ärztin: „Sollen wir ihn offen lassen?“ {Für die Zartbesaiteten hier: Seinen komplett aufgeschnittenen Bauch offenlassen.} Und sie fragte das ohne jedes Mitgefühl, aber so, dass mir klar war: Für sie wäre es simpler: Offen lassen, medikamentös abschießen, dann wieder auf OP-Tisch und weiter offenlassen, abschießen, und dann wieder auf OP-Tisch bis Exitus oder raus aus meiner Station.
„Sollen wir ihn offenlassen?“ – Diesen Satz und diesen Krankenhausflur werde ich auch bis an mein Lebensende nicht vergessen.

Als wir in völliger Unklarheit mit neurologischen Symptomen in einem Krankenhaus einliefen, in dem man sich erst beim Hirn-CT und dann beim Bauch-CT irrte, kam zu uns ein selbsterrufener Sterbeprediger, hauptberuflich Chirurg in jener Uni-Klinik, und wollte uns dazu bekehren, jetzt zu sterben, weil ja die CT-Aufnahmen den Tod zeigen würden.

Als wir einen neuen Onkologen aufsuchten, weil wir von der ersten (s.o.) einfach genug hatten, wollte der meinem Mann verschreiben: eine täglich mehrfach aufsuchende Schwester samt Astronautenkostinfusionen und noch so dann und wann Chemopallia.
Da ist mein Mann aufgestanden und hat diesen schafsgesichtigen Onkologen gefragt: „Verzeihung, haben Sie Sehstörungen? Ich bin nicht mein 96jähriger Großvater, ich bin 46, ich bin ohne jede Beeinträchtigung in Ihre Praxis gelaufen und nicht hergekommen, um mich von Ihnen als Palliativpatient aus Ihrer Kartei schieben zu lassen.“

Als wir am Ende unserer Kraft, unserer Nerven und fast auch unserer Liebe waren, gingen wir in ein Provinzkrankenhaus, in dem er sich erhoffte, ein wenig aufgepäppelt zu werden (zuvor hatten eine Behandlung verweigert: die Psychiatrie, die PsychotherapeutInnen und die Schmerzkliniken), aufgepäppelt für den vielleicht letzten großen Medizinritt, eine gravierende OP.
In jenem Provinzkrankenhaus irrte sich die Diensthabende (nach Aktenstudium) erst beim Ultraschall im Ort des neuerlichen Krebsverdachts und dann mit der Dosierung des Morphin-Tropfs (des allerersten, den er bekam), den diese Ärztin einfach nicht mehr per Perfusor regeln, sondern offen durchlaufen ließ. [WAS ICH ZU SPÄT BEMERKTE, weshalb ich die Schuld trage.]

NIE, nicht ein einziges Mal in unserer 15-monatigen Sterbegeschichte habe ich irgendeinen dieser Ärztinnen und Ärzte, dieser Krankenschwestern und Krankenpfleger, mit denen wir es zu tun hatten (und das waren alles zusammengenommen gewiss mehr als 100) so „entsetzt“, so „betroffen“, so „ergriffen“ erlebt, wie sie es nun durch ihre ganzen offiziell so klassifizierten Covid19-Toten vorgeben zu sein.

Mich widert die Menschheit an. Ich kann mit Verlogenheit nicht klarkommen, nicht mit meiner eigenen und nicht mit fremder. Aber das ist glücklicherweise nur mein Problem. Und dafür gibt es eine Lösung.

Jetzt durchleuchtet mich also der Verfassungsschutz – oder: Die zehn Werkzeuge im Werkzeugkasten des Totalitarismus

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.

blöde blaue blume

Jetzt also durchleuchtet mich der Verfassungsschutz https://www.tagesspiegel.de/politik/radikalisierung-der-querdenker-coronaleugnern-droht-beobachtung-durch-den-verfassungsschutz/27029092.html, nicht etwa, weil ich bin, wer ich bin: eine Kritikerin der Regierung und ihrer sogenannten Maßnahmen gegen die von ihr sogenannte Corona-Pandemie – sondern weil ich aufgrund meiner kritischen Haltung gegenüber der Regierung und gegenüber ihrem Handeln plötzlich unter den Verdacht gestellt werde, „verfassungsfeindlich“, „demokratiefeindlich“ und „sicherheitsgefährdend“ zu sein.
Ich.
Weil ich die Regierung und ihre Politik kritisiere.
Eine Regierung, die seit einem Jahr das Grundgesetz (bestenfalls nur) beugt, indem sie „Verordnungen“ ohne (grund-)gesetzliche Grundlage erlässt und eine Politik macht, die seit einem Jahr nur noch eine einzige (von ihr sogenannte „wissenschaftliche“) Meinung zulässt, wodurch sie das Überleben unserer Gesellschaft gefährdet.

Der Verfassungsschutz nun also. Der 12 Jahre lang den NSU mordend und brandschatzend durch die BRD marodieren ließ.
Wenn der mich nun beobachtet, ist klar, was passieren wird: Ich werde irgendwann einfach verschwinden. Und mit mir tausende anderer linker, denkender, regierungskritischer Menschen, die nicht zu den LinksfaschistInnen geworden sind, welche nun in treuem Bündnis mit ihren ehemaligen Feinden in CDU/CSU und SPD den Verfassungsschutz und bei Demonstrationen die Bereitschaftspolizei auf uns hetzen.

Neulich sagte mir einer sinngemäß, dass ihm an den drei Unis, an denen er in den letzten fünf Jahren tätig war, nie ein gravierender Fall von cancel culture begegnet sei. Und er guckte mich treuherzig an – vermutlich wollte er mich mit dieser „empirischen“ Aussage beruhigen. Ich guckte ihn nicht treuherzig an, mir hatte es die Worte verschlagen.
Auch meine Oma hat immer gesagt, dass ihr in den drei bis sieben Häusern im Berliner Wedding, in denen sie sich zwischen 1933 und 1944 bewegte, nie ein Jude auf dem Weg in die Deportation begegnet sei.

Was das nun mit „Corona“ zu tun habe, fragen vielleicht einige hier.
Abgesehen von seltsamen Personalunionen (besagter Uni-Angehöriger wird jetzt definitiv nicht vom Verfassungsschutz durchleuchtet werden, denn niemals wird man ihn bei einer Demonstration gegen die Politik unserer Regierung anfinden), abgesehen davon also hat das eine mit dem anderen zu tun, weil die Regierung und die Leitmedien (ÖRR, FAZ, SZ, ZEIT, taz, SPIEGEL und ein paar Regionalblätter wie der Tsp) sich des totalitären Maßnahmen- und Propaganda-Werkzeugkastens bedienen, aus dem bisher noch ein jeder Totalitarismus des 20. Jahrhunderts sich bediente:

1. Aufbau eines Feindbildes (erst „das Virus“, dann untrennbar damit verwoben „der Covidiot“) mit Hilfe willfähriger WissenschaftlerInnen;

2. Schürung von Todesangst (= Panik = Aussetzen allen Denkens), auch das mit Hilfe willfähriger WissenschaftlerInnen;

3. Entfremdung eines jeden Menschen vom anderen durch heutzutage sogenanntes social distancing (= Vereinzelung = Zweifel an der eigenen Wahrnehmung), und auch das wieder mit Hilfe willfähriger WissenschaftlerInnen;

4. Gleichschaltung der 4. Gewalt, einst „Presse und Rundfunk“ genannt, zwecks Verstärkung von Feinbild, Panik und Entfremdung (also zwecks Verstärkung von 1.-3.; Presse und Rundfunk machen mit, weil panic sells much better than sex&crime und die fast schon pleite waren);

5. Einrichtung einer Blockwart- und Denunziationsinfrastruktur (= OrdnungsämtlerInnen und Polizei agieren verordnungs‚ermächtigt‘ und brutalstmöglich gegen spielende Kinder, sich küssende Jugendliche oder auch nachts joggende Alte; Nachbarn hetzen sich gegenseitig verordnungs‚ermächtigt‘ agierende OrdnungsämtlerInnen und Polizei auf den Hals);

6. Etablierung von „Manche sind gleicher als die anderen“-Lounges [lies nach bei Orwell: „Farm der Tiere“] zwecks Bindung der willenlosen, aber deshalb auch immer abdriften zu drohenden Masse, zum Beispiel für MaskendauerträgerInnen im Gute-Haltung-Bubbletea-Room der Leser°hicks°innenkommentare auf o.g. gleichgeschalteten ehemaligen Leitmedien. (Ich bin sicher: Demnächst wird ein von der jeweiligen „community“ – Haus, Block, Straße, Blase – zu verleihender Orden folgen, und selbst die Anstecknadel wird aus Holz geschnitzt sein, denn genug solo-selbständige SchnitzerInnen wird’s dann geben, die für 2€/h arbeiten, aber vielleicht nicht genug Holz. Und der Orden wird so aussehen: In der Mitte zwei applaudierende Hände [aber bitte Null-Ähnlichkeit mit den betenden Händen von Dürer, diesem *kotz* kulturhistorisch-christlichen Symbol von diesem *doppelkotz* weißen, toten, rundum -istischen *dreifachkotz* Mann!!!] und oben die Spritze und unten im Lastwagen von Bergamo das Virus. Und übrigens: Die „Am Bande“-Version wird in Farbe sein, in Hennarosa und Brockolilicht.

7. Zerschlagung jeglicher parlamentarischer Opposition durch die Aufhebung der parlamentarisch-konstitutiven Verfasstheit des Staates mittels Notstandsverordnungen.

8. Vernichtung jeglicher außerparlamentarischer Opposition durch den Einsatz des einst sogenannten Verfassungsschutzes sowie der unter den Notstandsverordnungen etablierten, ehemals polizeilichen, nunmehr militärisch aufgestockten Apparate.

9. Durchführung flächendeckender pharmakologischer und internetbasierter datenlogischer Experimente mit der gesamten Welt-Bevölkerung, weil derzeit Pharmakonzerne und Datenkonzerne PolitikerInnen am meisten zahlen.

10. Bingo.

(Falls jetzt immer noch einer fragen sollte: Warum das?
Weil Macht geil ist, und PolitikerInnen geil sein wollen, weil Macht meistens nicht nur Macht, sondern auch Geld bedeutet und PolitikerInnen richtig viel Geld haben wollen, aber auch so a bissl menschliches Antlitz zum Beispiel auf den Wahlplakaten, und die gibts für DAX-Vorstände ja leider nicht auf Verkehrsmittelinseln und an Laternenmasten.
Weil der Politikbetrieb korrumpiert, sobald du einen Fuß hineingesetzt hast.
Weil die, die das jetzt alles mit uns machen, vollkommen außerhalb unserer Lebenswelt leben und zum Beispiel niemals mutterseelenallein in irgendeinem Pflegeheim sich an Covid19 zu Tode werden röcheln müssen.
– Und wohlgemerkt: Wenn die PolitikerInnen nur ansatzweise vernünftige Politik gemacht hätten oder nun endlich machen würden, dann müsste sich niemand auf der ganzen Welt an Covid19 zu Tode röcheln.
Und das wäre für viel weniger Geld möglich, als für all das Geld, was diese ausschließlich in Machtgeilheit ausgebildeten, völlig durchgeknallten Berufs-PolitikerInnen da jetzt überall auf der Welt verpulvern.)
Und wer’s mir nicht glaubt, der glaubt vielleicht diesen Worten: https://www.youtube.com/watch?v=Z9xd0LYVWJ4 (sie zu hören, dauert keine 5 Minuten)
Sie sagen, was die Mehrheit in diesem Land bis heute denkt über die da so seit einem Jahr unser Leben bestimmende Corona-Politik.
Nur sagen diese Worte es bis zum Ende, an das die Mehrheit – wie immer – nicht denkt.
(Danke an Herrn Karrenbrock!)

Linke gegen den Wahnsinn des (nicht nur hierzulande, sondern weltweit herrschenden) Corona-Regimes

Erkennungszeichen

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.

Linke gegen den Irrsinn des Corona-Regimes – ja!
Denn es sind keineswegs nur „Nazis“ und nur „…-Idioten“, die gegen die Corona-Politik sind, es sind von Anfang an auch linke, weltoffene, neugierige, unerschrockene, klarsichtige und gescheite Menschen gegen diese Politik gewesen und sind es bis heute.

Hier nur drei aktuelle Informationen von solchen Menschen (und man kann unbesorgt den dort verlinkten Informationen folgen):

https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/gruens-zertifikat/ zum geplanten EU-Impfpass als Instrument der massenhaften Zurichtung der Menschen zum gläsernen Ameisenstaat.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=70862 zur Verantwortung der sogenannten Leitmedien für den Teufelskreis von Corona-Massenhysterie und Corona-Politik (übrigens: Ich weiß, warum der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk und alle überregionalen Zeitungen, Zeitschriften und Magazine sowie die großen regionalen uns seit mehr als einem Jahr mit all dieser durchunddurch unjournalistischen Panik-Mache anstelle von Berichterstattung ersticken: panic sells – much better than sex. Und all diese Medien waren vor „Corona“ nachweislich davon bedroht, entweder gänzlich pleite zu gehen oder in ein kaum noch wahrnehmbares Nischendasein abzurutschen.
Jetzt aber, jetzt verkaufen sie Panik und werden gekauft, fliegenfach. Und je mehr Panik sie verkaufen, umso mehr werden sie gekauft, fliegenexponentiellfach.
Dazu noch ein Artikel, der sageundschreibe in einem der lautesten Leit-Panik-Medien (neben ARD, ZDF, allen öffentlich-rechtlichen Regionalsendern, FAZ, ZEIT, TAZ, SPIEGEL und DLF), nämlich in der SZ im letzten Oktober noch erscheinen durfte: https://www.sueddeutsche.de/medien/russ-mohl-gastbeitrag-corona-panikorchester-1.5075025; ich vermute, weil Russ-Mohl für sehr viele der vor dreißig bis zwanzig Jahren angehenden JournalistInnen eine Größe war, und integer, klug, analytisch begabt, wie ich während meiner drei Publizistik-Semester vor Äonen selbst erlebt habe).

http://wp.links-netz.de/?p=481 von einem der wenigen altgedienten aufrechten Linken fern aller Auflösung im Identitätsbubbletea und folglich eine mit allen traditionellen kapitalismuskritischen Wassern gewaschene Abrechnung mit dem Corona-Wahnsinn, wie ich sie mir von all diesen vielen immer noch existenten altgedienten aufrechten Linken ansonsten ebenso sehr wie bisher vergeblich wünsche. (Wo zum Teufel seid IHR?!!!)

~ ~ ~

Ich übrigens habe noch einmal in meinem Leben einen Kauf im Internet getätigt. Ich habe fünf Buttons erworben. Und werde sie an meinen Fahrradkorb, an meine drei Jacken und wechselweise an einen jeden meiner Pullis, den ich dann grad trage, heften.

Die sehen ungefähr so aus:

Warum ich mir diese fünf Buttons gekauft habe? – Deswegen:
Neulich sah ich einen Podcast (ich hasse Podcasts nach wie vor) mit einer österreichischen Sozialpsychologin, die durch ihre fachliche Expertise einiges Erhellende zum Corona-Politk-Wahnsinn zu sagen hatte (offenbar ist der Podcast mittlerweile zensiert worden: ich kann ihn jedenfalls aktuell nicht mehr aufrufen). Am Ende wies sie darauf hin (wenn auch mit anderen als meinen nun folgenden Worten), dass alle Menschen, die dem herrschenden Diskurs und dem herrschenden Regime kritisch gegenüberstehen, weitgehend isoliert (und mithin zutiefst verunsichert) worden sind, weil der herrschende Diskurs und das herrschende Regime sie zu Nazis und Idioten erklärt.
Sie hatte einen – wie ich finde – ebenso simplen wie hilfreichen Ratschlag gegen diese Isolation (und die daraus resultierende Verunsicherung): Sie trug ein Band mit den schwedischen Farben und empfahl das als beiläufiges Erkennungszeichen.

Eine feine Idee, die ich fortan in dieser irrsinnigen Welt an meinem Leib tragen werde.

Auslöschungen

das Fehlen
Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.

Jemand hat bald nach dem Tod, wohl weil ich mich davor laut gesehnsuchtsfürchtet hatte, die einzige noch auf unserem AB gespeicherte Nachricht des Lebensmenschen gelöscht, als ich aus der Todeszone noch nicht wieder zu Hause war.

Der Lebensmensch hat diese Nachricht am Vorabend des 11. August 2009 auf unseren Anrufbeantworter gesprochen. Weil ich noch unterwegs war. Nach Haus auf dem Weg vom Krankenhaus. Das wir am Morgen des 10. August aufgesucht hatten, in dem er dann nach all den üblichen langen Prozeduren einquartiert worden war, und das ich erst vor kurzem verlassen hatte.

Ich bin sicher: Er wollte mir eine Nachricht auf unserem AB hinterlassen. Andernfalls hätte er mit seinem auf meinem Klapphandy anrufen können und nötigenfalls dort eine Nachricht hinterlassen.
Aber er hat unseren Festnetzanschluss angerufen. Und auf unserem AB die Nachricht hinterlassen.
Es war eine lipschitz-Nachricht und der Schellenengel hat getanzt, während der Lebensmensch sie auf unseren AB sagte, mit unserem Atem, unseren Pausen, unseren Worten, seinen und meinen.

Er hat dann noch über ein Jahr gelebt. Und nie diese Nachricht gelöscht.
Es war immer diese digitale rote│ auf dem AB. Und wenn daraus eine 2 oder 3 geworden war, haben wir das abgehört und dann gelöscht. Nie aber diese digitale rote│.

Als er tot war, wusste ich erstrecht nicht mehr, wie ich das Atmen aushalten sollte.
Ich wusste da auch nicht, wie ich diese digitale rote│aushalten sollte. Oder seine Stimme, seine lipschitz-Worte vom Vorabend der ersten OP. – Und ich war so dumm, das zu erzählen.

Also hat jemand, der es zweifellos nur gut meinte, die letzte Nachricht des Lebensmenschen auf unserem AB gelöscht.

Ich habe das gesehen, kurz nachdem ich aus der Todeszone in unsere Wohnung zurückgekehrt war, die nicht mehr unsere Wohnung war: Es war keine digitale rote │ mehr auf dem AB.
Das kam damals schlicht zu all dem Fehlen hinzu, und weil damals des Fehlens so viel war, dass ich nicht mehr wusste, wie das Atmen tatsächlich auszuhalten sein sollte, fiel dieses Fehlen, diese Auslöschung gar nicht gesondert auf.
Seit ein paar Jahren aber, seitdem ich zur Kenntnis nehmen muss, dass ich atme auch ohne es auszuhalten, weiß ich um diese gelöschte Nachricht wieder. Und sie fehlt mir:
Bitter.

~ ~ ~
Jetzt, da mir das Atmen aus ganz anderen Gründen als vor zehn, elf Jahren fast unerträglich geworden ist, fehlt diese letzte Nachricht des Lebensmenschen mir so, dass ich das Fehlen nicht nur schmecke als Bitternis, sondern querdurch spüre.

Vielleicht hätte seine letzte Nachricht, seine Stimme und das leise Klingelingeling der Schelle im Hintergrund da auf unserem AB mir jetzt in dieser haltlosen Zeit zu Atem verholfen.
Ich werde es nicht mehr wissen: Jemand hat die Nachricht gelöscht, und das sicher nur gut gemeint. { Bitte hört auf, etwas gut zu meinen! Und beginnt ein gutes Tun: Beginnt, die Menschen zu fragen, bevor ihr es gut mit ihnen meint! }

Jemand hat die Nachricht gelöscht. Die 15 Monate lang uns beide durch all den Wahnsinn getragen hat. Wenn auch vergeblich. Aber immerhin 15 Monate lang: quer durch den Irrsinn.

Vor drei Tagen sagte ich einem: „Es ist gut, dass mich der Lebensmensch (und auch sonst keiner) nicht mehr in den Arm nimmt. Denn wer in den Arm genommen wird, schließt oft die Augen. Dabei kommt es in Zeiten wie diesen darauf an, »augenklar« (© Andreas Gyphius) zu sein.“

Letztlich also wird es doch gut gewesen sein, dass einer unsere letzte Nachricht auf dem AB damals gelöscht hat:
Keine Stimme
kein Lipschitz
kein Schellenklang
mehr für mich (noch nicht mal mehr vom Band), nur noch der tonlose Irrsinn namens Corona-Politik-Regime.

Klingelingeling

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.
Was Kleines mit Klang und Zahl
Gestern wurde ich Zeugin der mittlerweile üblichen Zensur auf Youtube:
Die 43. Sitzung der Stiftung Corona-Ausschuss, die auf ihrem Youtube-Kanal wie immer life übertragen wurde, die ich aber erst ein paar Stunden später ansehen wollte, wurde – gerade als ich sie seit etwa 20 Minuten ansah – von Youtube gelöscht.

(Und der Schreiberling Sebastian Leber – zehn Jahre jünger als ich und tätig für die Lokalzeitung, auf die mein seit mehr als zwanzig Jahren toter Vater einst viel hielt – ist als Exponent seiner Generation voll von Dummheit und Wut, aber ansonsten leer, und darf heutzutage alle drei Dinge: seine Dummheit, seine Wut und seine Leere, in dieser Lokalzeitung ausbreiten, fern aller seriösen journalistischen Recherche, fern allen Wissens um den seit 1973 hierzulande gültigen [und immer wieder aktualisierten] Pressekodex, und fern all dessen, was selbst ich Idiot – zehn Jahre älter als dieses woke Büblein – noch an Denken gelernt hab. Ich schäme mich.
Er könnte mein jüngerer Bruder sein. Ich schäme mich für das dumme Büblein. Und für alle seinesgleichen, auch die Mädelein.
Ich schäme mich in Grund und Boden für diese Generation, denn die brennt für den Irrsinn, aktuell den namens „CoronaXY“. Menschen meiner Generation stutzen wenigstens noch. Aber die Dreißig- und Vierzigjährigen [wie etliche über 65-Jährige] glauben alles, was ihnen nun von oben erzählt wird, insbesondere die Medienfuzzis diesen Alters, vermutlich, weil sie als historisch zwangsweise heranerzogene Narzisst:innen auf die FFF-Kiddies eifersüchtig waren und sind. – „Mein Gott“, möcht’ich rufen, aber es gab nie einen. Ich schäme mich dennoch in Grund und Boden für die Dummheit der menschlichen Gattung, die sich hier selbst überbietet!
Und ich ertrag’ die nicht mehr lang, aber das ist ein anderes Thema.)

Ich habe das Video mittlerweile auf dem Facebook-Konto des Corona-Ausschusses gesehen – jaja, das geht auch ganz ohne Facebook-Konto (ich hatte nämlich nie eins und werde nie eins haben): https://www.facebook.com/OVALmediagroup/videos/vb.204817059591403/162827232334577/?type=2&theater
Und gerade sah ich, dass jemand das Video auch wieder auf Youtube hochgeladen hat: https://www.youtube.com/watch?v=qDEu15sX2CU
(Beide links aufgerufen am 13.03.2021, 00:23 MEZ).

Dort hört man etwa ab Minute 36 eine israelische Menschenrechtlerin, Ilana Rachel David, über die Impfungen in Israel sprechen, und was sie sagt, ist grauenvoll. (Sie sagt, dass viele der Geimpften stürben und dass das systematisch verschwiegen werde [also beides wie hierzulande]. Sie sagt, dass am israelischen Volk ein Gen-Versuch durchgeführt werde und das einfach nur unerträglich und historisch völlig bizarr sei. Sie sagt, warum das ihrer Ansicht nach passiert. Und ihre Argumente sind sehr plausibel.)

Dort hört man etwa ab Minute 4:31:00 eine US-amerikanische Publizistin, Naomi Wolf, darüber sprechen, wie kaputt das demokratische System des sogenannten Westens ist. Sie nennt – wie auch Ilana Rachel David schon zuvor in dieser Sitzung des Corona-Ausschusses – die Regisseure und die Profiteure der „Corona-Maßnahmen“ beim Namen, und Naomi Wolf nennt sie schlicht und ehrlich „genozidale Psychopathen“. Außerdem führt sie aus, was mittlerweile unabweisbar geworden ist:
Dass wir alle längst keine Chance mehr haben, weil wir schon immer bereit gewesen sind – vor allem unsere Kinder, die digital natives, die wir mit ihren Smartphones allein gelassen haben, um unserer Selbstoptimierung zu frönen (und doch amtlich bescheinigt Eltern zu sein, weil das ein Selbstoptimierungssminimummuss ist) –, dass wir also längst schon keine Chance mehr auf ein ansatzweise selbstbestimmtes und den damit einhergehenden Denk-Mühen ausgesetztes Leben mehr haben, da wir jedes Quentchen unseres Privatlebens den Big-Data / Big-Tech-Konzernen preisgeben und das immerdar und immerfort tun werden.
Denn mit jedem Wisch über das Smartphone, mit jedem digitalen „Corona“-Schnellstest-Bescheid, mit jedem grünen „Impf“-Pass (auch der kommt dann bekanntlich digital auf das Smartphone, wie auch in der BRD ab 2022 unsere Rezepte) sagen wir Big Data / Big Tech / Big Governance, wer wir wo mit wem bei welcher Aktivität und in welchem Gedanken gerade sind.
Und mehr noch: Mit all diesen Wischs über das und auf dem Smartphone leugnen wir unseren Tod in Gestalt unserer Toten – auch und gerade unsere Impftoten; leugnen wir unsere Impfgeschädigten; leugnen wir, dass die mittlerweile selbst von der völlig korrumpierten WHO eingestandene statistische Wahrscheinlichkeit, an Covid 19 zu sterben, unter 0,20 Prozent liegt und damit auf Influenza-Niveau; leugnen wir, dass die Covid19-Toten zu weit über 75% über 85-jährige Menschen in Pflegeheimen sind und mithin Menschen, die so krank sind, dass sie nicht mehr zu Hause leben können;

kurzum: Mit jedem Wisch und Weg auf den neuen „Pandemie“-Apps unseres Smartphones leugnen wir alles, was Menschen jemals waren und was Menschheit und Menschlichkeit jemals bedeutete.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Ich bin nicht Teil dieser Wisch-und-Weg-Menschen. Noch nie gewesen. Ich bin im Geburtsjahr des ersten Smartphones gestorben.
Und meine Überreste haben etliche Menschen seither weggewischt aus ihren Leben und aus ihren „Kontakten“ auf ihren Smartphones.

Meine Überreste gibt’s dennoch bis heute. Und langsam zerlegt in jeden einzelnen Zehenknochen, die ich begonnen habe, mir fast schon systematisch zu brechen, als wollte ich sehen, ob ihr Mark zu etwas tauge oder auch, wie weit ich trotzdem zu humpeln bereit sei.

Nach wie vor aber weiß ich ein paar der Momente dieses Klingelingelings damals aus dem Leben, meinem, deinem, unserem, Liebster, dem Leben – keinem Wisch&Weg, keinem Coronagefriergetrocknetsein, nein: aus dem Leben, deinem, meinem, unserem. Dem Leben.

Klingelingeling: Unser erster Schnee. Damals nach dem Godot vorm BE auf meinem Kopftuch, das mir bei Dir den russischen Kosenamen eingetragen hat.
Klingelingeling: Unsere Autofahrten. Fast immer auf einmaligen Wegen, viele in Mietwagen, manche in Ferdinand – und auch auf seiner Hutablage so oft jene fürwitzärtliche Schelle, immer kurz vor und nach dem Parkplatz im Pälzer Wald.
Klingelingeling: Plötzlich, wenn ich in all den Wochen, Monaten bei mir die Wäschetonne geöffnet hatte oder ein Buch oder einen Gedanken und dann Dein Geruch, Dein Wort, Dein Blick mitten in meinem Hier fern von Dir waren, weil der Schellenengel mich angesehen, mir alles angesehen und gezittert hatte.

Wann, Liebster, Deine Karte mit dem Schellenengel vom Klee ich erstmals in meinen Händen hielt – ich weiß es nicht mehr, aber da ist was passiert. Etwas ging in mich ein. Eins ging hier herein, von wo aus immer noch geschrieben wird. Und immer besser gestorben werden kann.

Ich bin nur ein witwesker Eisbär. Aber selbst mich macht diese Zeit der totalen Selbstvergessenheit der Menschen kaputt.
Ich erinnere mich jetzt so sehr an mein Menschsein wie nie zuvor. Und wie nie zuvor fehlst Du mir, Lebensmensch, denn was nun die Menschheit tut, ist selbst für das größte alleinlebende Raubtier auf Erden nicht mehr lange zu ertragen.

Ich wusste einmal, dass ich nicht mehr kann und nicht mehr will

Werden mich unsere Enkel- und Urenkelkinder fragen: „Du hast doch alles gewusst, warum hast Du nichts getan?“ – Nein: Diese Frage noch zu stellen, wird niemand mehr da sein.
Maske ab!

Ich wusste einmal, dass ich nicht mehr kann und nicht mehr will,
also kann ich darauf vertrauen, dass ich wieder wissen werde, wenn es erneut soweit ist. Und mit der damals gemachten Erfahrung im Kopf wird mir dann gelingen, was damals nicht gelang.
Heute kommt hinzu: Es gibt noch nicht einmal mehr einen Exilort, denn die Welt ist gleichgeschaltet.

Aber es gibt jetzt eine Initiative, begonnen von Marianne Grimmenstein, die (endlich) eine Verfassungsbeschwerde gegen die politischen Corona-Maßnahmen einreichen wird (und die man kostenlos unterstützen kann): https://macshot.de/verfassungsbeschwerde/.

Und es gibt noch andere Menschen, die gegen diese Politik protestieren und ihre perfiden Betrugsstrategien offenlegen, zum Beispiel hier:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=70363
https://de.scribd.com/document/490274322/Request-for-Expedited-Federal-Investigation-Into-Scientific-Fraud-in-COVID-19-Public-Health-Policies
https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/id2020-impfprivilegien/ (und die anderen Einträge dort)
https://www.youtube.com/watch?v=4ZfI9DBRi0Q (wissenschaftsphilosophisch)
https://corona-ausschuss.de/
und noch viel mehr. (Nur hört und liest man davon nichts in ARD und ZDF – für die wir alle im Monat pro Haushalt 17,50 € bezahlen, und auch nicht in FAZ, SZ, ZEIT, taz, …)

– Aber der Irrsinn geht weiter, also die allmähliche Zurichtung der Bevölkerung ehemals sogenannter freier westlicher Staaten gemäß dem nunmehr zum Vorbild avancierten chinesischen Modell: die Verblödung der Massen zum Zwecke ihrer Ausbeutung für die maximalste Profitgenerierung der happy few geht weiter.
(„Profit“ heißt wie immer neben dem Monetären auch das „Ideelle“, also Macht, die ohne Geld aber bekanntlich nicht existiert.)

Ich wurde gefragt: „Aber warum macht denn fast die ganze Welt so ziemlich das Gleiche an Corona-Maßnahmen – wenn das so ist, müssen diese Maßnahmen doch richtig sein?!“
Ich habe zurückgefragt: „Ist es denn nicht seltsam, dass auf einmal die ‚ganze Welt‘ das Gleiche tut?“
Und das Gespräch war beendet.

Ich wurde gefragt: „Aber was sollen diese happy few denn von der Maximierung ihres Profites und ihrer Macht haben, wenn die Weltbevölkerung dumpfgeschaltet worden ist und ihre Unterhosen, ihre Teetassen, ihre 15m²-Mikroapartments, ihre Amazon-Prime- und Netflix-Abos least?“
Ich habe zurückgefragt: „Was haben denn diese happy few bereits jetzt von der alljährlichen Vervielfachung ihres Millionen- oder Milliardenvermögens und ihrer politischen Macht? Sie haben davon schon so viel, dass noch ihre Ururururenkel zehnmal am Tag in Champagner werden baden können, ohne einen einzigen Vermögenscent zu verlieren. Und doch wollen sie immer mehr und mehr und mehr ohne allen Sinn und Verstand – bereits jetzt.“
Und das Gespräch war beendet.

Ich habe von den Voraussetzung dessen, was nun passiert, erzählt, vom hierzulande durch Bertelsmann gepushten Pisa-Wahnsinn (der minderwertigkeitkomplexgesteuerten Ex-PH-Professores), der die kognitiven Fähigkeiten unserer Kinder zerstört hat (nunmehr durchläuft ihn die 3. ‚Bildungs‘generation der BRD); vom hierzulande ebenfalls durch Bertelsmann in Gestalt des CHE betriebenen Bologna-Wahnsinns, der die kognitiven Möglichkeiten unserer StudentInnen zerstört hat (nunmehr durchläuft ihn die 4. bzw. im Bereich der „Bachelors“ die 8. bis 10. ‚akademische‘ Generation in der BRD); und ich erzählte vom seit Jahrzehnten zunehmenden Staatspaternalismus, der durch „nine/eleven“ ganz besonderen Auftrieb bekam und sich vortrefflich mit der Denk-Kastration, die in den Schulen und Hochschulen betrieben wird, vergesellschaftet.
Und das Gespräch war beendet.
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In einem Podcast hörte ich, dass man heutzutage die Frage stellt: „Und – wieviele Freunde hast Du verloren?“, und dass man damit keine sogenannten Covid19-Toten meint, sondern
Menschen, die man nicht mehr erreichen kann, weil sie einen zum Sonstwie-Idioten erklärt haben und den Tod so dermaßen fürchten, dass sie auf alles Leben verzichten, um von ihm nur ja nicht geholt zu werden.
Menschen, die sich selbst im Besitz „der Wahrheit“ wähnen, die diese Menschen a) für eine distinkte, singuläre, definierbare Entität (nochmals: in ihrem Besitz) und b) für den Inhalt der Regierungsbulletins halten.
Menschen, die davon ausgehen, dass Regierungen und deren ExponentInnen ein Interessen am ‚Wohl der Menschen‘ hätten, das sie ihrem persönlichen Wohl (also ihrem eigenen Profit / ihrer eigenen Macht) überordnen würden. [sic! – Diese Menschen „glauben“ das tatsächlich, so wie an irgendeinen Gott, offenbar milliardenfach.]
Menschen also, die niemals denken gelernt haben, niemals gelernt haben, dass Denken eine unendliche, eine dialektische Geistesbewegung ist, die zu keiner Zeit ihrer Inhalte endgültig habhaft werden kann – die also anstrengend und oft auch schmerzhaft ist.
(Aber wie sollten sie das hierzulande auch gelernt haben, nachdem sie die Pisa-, Bologna- und Bertelsmann-Schule und -Hochschule durchlaufen haben?)

. ~ ~ ~
Einst wusste ich, dass ich nicht mehr kann und nicht mehr will.
Dass ich es damals vermasselt habe, ist allein meine Schuld.
Ich habe daraus gelernt. Und ich weiß, dass ich mir in dieser Sache vertrauen kann: Ich bin fähig einzuschätzen, wann ich nicht mehr kann und nicht mehr will.

Das ist die einzige Sicherheit, die mir noch geblieben ist. Und (jaja: Ich hab noch gelernt, was die Dialektik der Aufklärung heißt!) diese Sicherheit ist mir schon einmal komplett kaputt gemacht worden – von mir und anderen.

~ Du fehlst mir, Liebster, fehlst mir wie nie.

Und ich bin so froh, dass Du das alles hier in dieser elenden Menschen-Welt nicht mehr erleben musst.

Nach Selbstzensur doch noch hier: Nacht. Stille. Im Februar 2021.

Das ganze Tableau

(Etwas in mir arbeitet sich noch immer ab an dem kürzlich erhaltenen Satz: „Ich find’s gut, dass das Bamf so genau hinguckt, wenn es um die Rechnungen geht“ – wie gern wäre ich in der Position der Satz-Sagerin: Lange im Ruhestand nach einem Berufsleben voll von intellektueller Selbstverwirklichung sowie professoraler Beamtenbezüge des Gatten. Doch ich bin nicht in deren Position, und ich werde nie in deren Position sein.
Aber ich kann jetzt nicht mehr.
Ich kann das jetzt nicht mehr. Ich kann es nicht mehr ertragen, dass mir aus solcher Blase heraus ins Gesicht gesagt wird: „Gut, dass das Bamf da so genau ist.“ Ich kann nicht mehr erklären, dass das Bamf nicht „genau“ ist, sondern mir – und all meinen KollegInnen – kategorisch unterstellt, dass ich lüge und betrüge und kriminell bin.
Mir, die ich – wie viele meiner KollegInnen, nur nicht die an den VHS – im letzten Jahr etliche Monate lang für netto etwa 2,50 Euro/h in den vom Bamf bezahlten „online-[Integrationskurs-]Tutorien“ gearbeitet habe, damit meine DeutschlernerInnen nicht komplett abgehängt werden. Und die ich – wie fast alle meiner KollegInnen – in den vom Bamf bezahlten regulären Präsenz- oder online-Kursen für etwa 12-14 € netto arbeite.
Ich kann das jetzt nicht mehr. Denn: )

Es ist Nacht. Es ist Stille.

In meinem Kopf ist das ganze Tableau. Alles, was in meinen zehn Jahren im Witwesk jetzt zusammengekommen ist, bis heute. Bis zu diesem heutigen Tag (also einschließlich dieses Satzes aus der mentalen und pekuniären Wohlstandsblase).

Es ist Nacht. Es ist still. Und in meinem Kopf ist das ganze Tableau.
Was wir im Krebs erlebt haben.
Was ich nach unserem Tod erlebt habe.
Was ein Minijob heißt. Und was ein Minijob in der „Bio Company“ heißt.
Was es heißt, für das Bamf als Integrationskursdozentin zu arbeiten.
Was es heißt, mit religiösem Wahnsinn leben zu müssen.
Was es heißt, unter permanentem Gesinnungstuningterror leben zu müssen.
Was es heißt, in der Zeit zu leben, die aller dialektischen Aufklärungserrungenschaften verlustig geht.

Das ganze Tableau. Alles da.

~ ~ ~
Es ist Nacht. Es ist Stille.
Das hier ist mein weißes Blatt, das ich mit Buchstaben fülle.
Du fehlst mir, Liebster. Und schon seit geraumer Zeit bin ich ganztief froh darüber, dass Du jetzt nicht mehr lebst.

Du wärest vielleicht noch viel fassungsloser als ich (falls das geht).
Das wäre aber womöglich, nunja, vielleicht
hätten wir jetzt zusammen gehen können. – Nichtiger Gedanke.

Du wärest aber vielleicht auch viel aktiver, als ich es jetzt bin, weil wir beide immer noch unseres Gehaltenseins teilhaftig wären und kräftig und mitten im Leben und unterm Engelsflügel.

Verzeih, dass ich nunmehr belächle, was uns einst möglich war und vielleicht immer noch möglich wäre – Du hast meine letzten zehn Jahre nicht erlebt.

Vielleicht aber wärest Du auch viel klarer als ich und fähig, fortzugehen.

Nein, Liebster, Deinen Tod habe ich nicht vergessen.
Aber das war damals kein „Fortgehen“: Dein Tod hat Dich geholt.
Und weder war Dir etwas klar noch warst Du klar. Du hast Dich anheimgegeben.

Du fehlst mir, Liebster.
Seit vielen Monaten habe ich keines Menschen Haut mehr auf meiner gespürt.
Du fehlst mir, Liebster.
Seit Jahren ist da kein Mensch mehr in meinem Leben, der mir seine Probleme, seine Ängste, seine Fragen sagt. Und dem ich die meinen sagen kann.
Du fehlst mir, Liebster.
Seit einem Jahr weiß ich, dass ich Dir die Welt auch nicht ansatzweise mehr verständlich machen kann – bis zum 16. März 2020 war ich mir da noch unsicher. Dabei warst einst Du es, der mir die Welt teilweise verständlich machte.

Du fehlst mir, Liebster.
Ich bin zehn Jahre weitergelaufen. Habe etliche Menschen verloren, von denen ich ehemals und fälschlich dachte, dass wir uns gegenseitig von Bedeutung wären. Habe etliche neue Erfahrungen gemacht, auf die ich allesamt gern verzichtet hätte. Habe durch all das noch genauer begriffen, wer ich bin, da so als Teil dieser elendigen menschlichen Gattung, und finde es – unsagbar, nein: unsäglich.