Bilderlos: Sozialversicherungsbeiträge eines witwesken Eisbären in Corona-Zeiten – oder: Lustig!

Der witweske Eisbär hat Post bekommen: von der gesetzlichen Krankenkasse (und tatsächlich mit Datum vom 1. April). Die gewährt mir generös „Stundung“ meines April-Beitrags bis zum 15. Mai (aber an selbigem Maientage, so schreibt mir die Kasse weiter, sind dann bittschön gefälligst gleich beide Beiträge fällig: der vom April und der vom Mai! ~ Ich denke an Wolframs „Parzival“ und den Schnee in jenem Wonnemonat).
– Das ist lustig.

Denn 1. ist es ohnehin mein Recht und nicht etwa eine „Stundung“, den Beitrag für einen Monat „immer am 15. des jeweils folgenden Monats“ zu bezahlen, wie mir die Kasse bislang noch in jeder ‚Beitragsmitteilung‘ mitgeteilt hat (also etwa zweimal im Jahr, weil ich dann wieder mehr bezahlen musste; und ich zahle ja wie fast alle DaZ[=„Deutsch als Zweitsprache“]-KollegInnen 100% KV, PV und RV [auf, wenn man Glück hat, 35€ Stundenhonorar]: wir sind ja sososoSoloselbständige!).

Und 2. habe ich keine „Stundung“ beantragt, sondern einen Beitrags-Stopp: Seit dem 17. März sind auf unabsehbare Zeit alle Integrationskurse vom Bamf gestoppt, sind mithin auch alle Honorare für die Arbeit in den (gestoppten) Kursen gestoppt – ich aber soll nun laut Krankenkasse auf dieses mein Nicht-Honorar den KV- und PV-Beitrag zahlen.

– Wie schon geschrieben: lustig!
{ Auch, dass ich als wiwentrentenbeziehender Eisbär, der das DaZeln nur nebenberuflich betreibt, aus beiden Gründen („Rente“ + „Nebenberuflichkeit“) kein Recht dazu habe, irgendwelche „Corona-Zuschüsse“ zu beantragen: lustig! Aber davon schrieb ich ja bereits vor einigen Tagen. }

Ja: Ich werde tatsächlich jeden Tag heiterer, so als mit amtlichem Arbeitsverbot belegte sososoSoloselbständige.
Und als witwesker Eisbär ohnehin.

Bilderlos: Burka für alle!

Das ist wohl ein massiver Kategorien-Fehler.
Dass ein Virologe darauf pocht, doch nur als Virolog’, vulgo „Wissenschaftler“, gehört zu werden – und bittebittschön nicht als „Politiker“.
Um dann doch ganz massiv Politik zu machen da so als Virolog’ und schließlich gar noch als Privatmensch („Als ich da so einkaufen war an jenem Abend …“) und via öffentlich-rechtlicher Sendeanstalt auf festem Virologen-Programmplatz verlautbaren zu lassen, dass er schief angeguckt worden sei, weil er während jenes Einkaufs an jenem Abend eine Atemmaske trug,
die doch aber sooo höflich sei, weil etwaig Schutz für die Andern; wenn auch bar jedweder „Evidenz“ (doch sonst in den Lebens- und Naturwissenschaften die heilige Kuh) ; aber schlicht soooo gut.

Aber nönönö – ein Virolog’, der dergleichen mal eben so daherplaudert auf seinem festen Krisensendeplatz, macht nönönö, natürlich keine Politik.
{ Wissenschaft jedenfalls betreibt er damit tatsächlich nicht mehr. }

Und der Virologe macht mit solchen Äußerungen außerhalb jedweden Diskurses, aber in den öffentlichen Medienanstalten natürlich auch nicht, dass ich demnächst, wenn ich OHNE Maske in meinem Discounter einkaufen gehe, angegiftet, angefeindet und vermutlich irgendwann – nach kurzem Maskelüften – angespuckt werde.
Nönönö. Macht so ein Virolog’ mit seinen ganz privaten Äußerungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunkraum natürlich gar nicht, so was, der ist ja blankblitzepolitikfreier „Wissenschafter“.
Und macht auch nicht, dass demnächst dann alle Regierenden MaskierungsGEbote verhängen über uns alle.

Ich lese.
Leider immer noch nicht meinen letzten Proust-Band. (Geschweige denn den Johnson.)
Aber ich lese von Millionen Toten, die unser G-20-Shutdown – und nicht etwa das Virus SARS-CoV-2 – bereits in ganz kurzer Zeit in unseren ‚Peripherieländern‘ und erst recht in den von uns sogenannten Krisengebieten der Erde kosten wird.
Damit unsere Hochbetagten noch ein wenig mehr Tage erleben und dann eines Tages eines „natürlichen“ Todes sterben dürfen. Sofern sie sich nicht coronamaßnahmeneinsamkeitsbedingt demnächst suizidieren (den Tablettenbestand und die zerbrechliche Konstitution dafür haben sie meist; und übrigens: von einer ersten, die das tat, habe ich schon Kenntnis erlangt).
Und damit wir wieder vergessen dürfen, dass auch wir noch nicht Hochbetagten jederzeit sterben können.

Ach und übrigens bin ich jetzt ganz entschieden für Burka für alle! Männer, Frauen, Kinder, Alte.
Da sind nicht nur Mund und Nase, sondern sogar auch die Augen geschützt und die Hände.
Und alle Menschen werden erleben, was es heißt, verdinglicht zu werden: Fleisch unter Stoff zu sein. Stoff über Fleisch zu sein.
Werden dann die Menschen erleben, endlich mal alle.
Dank der Virologen, die so massiv darauf pochen, keine Politiker zu sein, und die mit all ihren „Ja ich war dann da am Wochenende mal einkaufen und hab mir echt ne Maske gewünscht“-Blahblahblubs Ermächtigungsgesetze [ich weiß, was das für ein Wort ist] heraufbeschwören, die Regierungspolitiker im Moment offenbar nur allzugern exekutieren.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Frage an mich:
Ich kenne das alles. Ich weiß, wie es ist, wenn alles, wirklich alles: Körper, Familie, Beruf, Freundschaften, Geld, Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart, Vertrauen, Innigkeit & Liebe – wenn alles wegbricht und der Tod ist.
Ich kenne das, was jetzt über so viele Menschen hereinbricht.
Ich kann ihnen nicht „helfen“; im Gegenteil: Dass ich „augenklar“ bin (thx. @ A. Gryphius), hat die meisten Menschen schon immer schockiert. Gleichwohl tut mir der Menschheit Treiben&Leiden leid, erst recht jetzt.

Je länger ich dem aktuellen Wahnsinn zusehe, umso mehr aber bröckelt auch etwas ab von meiner Traurigkeit. – Ja: Langsam steigt gar eine kleine Fröhlichkeit in mir auf.

Vielleicht steinigt mich demnächst die Masse mit ihren mehlbeladenen Einkaufswagen, wenn ich ohne Atemmaske ein Brot, eine Flasche Wein und einen Käse zu kaufen versuche. Vielleicht erlegt mich bald das SEK, wenn ich in der Dämmerung über den Iron-Widow-Parcours im Park renne. Vielleicht erschießt mich die laut Infektionsschutzgesetz Abschnitt 19, § 84, Absatz 1, Satz 1 legitimierte nachbarschaftliche Bürgerwehr in Kürze, weil ich auf meinem Balkon keine Burka trage.

Bilderlos

» „Auf den Stationsfluren ist es völlig leer und ruhig“, sagt der Blutkrebsspezialist. […] Röntgenbesprechungen – finden nicht mehr statt. Tumorkonferenzen, an denen sonst schon mal 25 bis 30 Leute teilnehmen – [nun] zu dritt, maximal zu viert. […] Auf seiner Station gebe es zwar viele Eingriffe, die sich nicht aufschieben ließen. Gewisse Therapien jedoch, die zu einer mehrmonatigen Abwehrschwäche führten, seien auch zum Schutz der Patienten zu vermeiden.“ « (Julia Schaaf: „Wann kommt der Sturm“, in: FAZ vom 29.03.2020, 12:07 Uhr; abgerufen am 30.03.20: leider hinter einer paywall:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/wie-deutsche-kliniken-auf-den-corona-sturm-warten-16701223.html?premium)

Wie gesagt: Ich zitiere mich ungern. Doch im Moment passiert mir oft, dass ich etwas denke und einen Tag oder ein paar Tage später ist es wahr:
wie jetzt mit Krebskranken zum Beispiel in Krankenhäusern umgegangen wird, wage ich mir nicht vorzustellen(aus: Witwesk: Flechten [oder Seepocken] braucht nichts erklärt zu werden – oder „Dankbarkeit“, 28.03.20)

Nun finden also Tumorkonferenzen – das sind die Treffen derjenigen Ärzte, die alle bei der Behandlung eines an Krebs erkrankten Menschen zusammenarbeiten – nur noch zu einem Zehntel statt: Es sind nicht mehr 30 Leute dabei, sondern 3.

Und „[g]ewisse Therapien, die zu […] Abwehrschwächen führ[]en, seien […] zu vermeiden“.
Also finden etliche Krebstherapien (wie z.B. Chemotherapien) gar nicht mehr statt.

– Damit die Intensivstationen für die Covid19-Patienten freigehalten werden.
Die überwiegend 85- bis 95-jährig und multimoribund sind.

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Zur Erinnerung: Bei einer Krebserkrankung gibt es ein Zeitfenster, innerhalb dessen eine Chemotherapie – wenn überhaupt – nur Aussichten hat, und wenn sie innerhalb dieser Zeit nicht begonnen werden kann, wird sie mangels Aussicht nie begonnen.

Zur Erinnerung: Die Menschen sterben hierzulande weitüberwiegend mit 80 bis 88 Jahren – auch ganz ohne Covid19.

Zur Erinnerung: Die Menschen sterben. Alle. Und manchmal auch jung.

Übrigens: Ich habe Kontakt zu mehreren deutlich über 80-Jährigen, die allesamt multimoribund sind. Die haben gar nichts gegen ihren Tod und nur noch sehr wenig Angst vorm Sterben: Sie wollen („endlich, endlich, endlich, bitte!“) keine Schmerzen, sie wollen keine Atemnot erleiden müssen, und sie wissen, dass beides mit Morphium ginge.

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Vielleicht ist das Coronavirus „Sars-CoV-2“ auch ein Evolutionsmarker: Vielleicht sagt es der Gattung homo sapiens, was die seit einiger Zeit vergessen möchte: dass auch sie eine Grenze hat.
Hier konkret in Gestalt der Erinnerung daran, dass es für die Angehörigen dieser Gattung den Tod gibt.
Und noch konkreter als Erinnerung daran, dass das Alter der Angehörigen dieser Gattung sich maximal auf etwa 100 Jahre aufspreizen lässt (dann aber, ab etwa 85 Jahren, steht alles unter extremer Spannung: Haut, Augen, Knochen, innere Organe – und birst leicht).

Aber ich will mich jetzt tatsächlich nicht mehr wiederholen.

Flechten (und Seepocken) braucht nichts erklärt zu werden – oder: „Dankbarkeit“

254 Wieder eine Wanderung

So, das Letzte da war jetzt mehr als genug witweske Ichigkeit im Larmoyanz-Modus (Neudeutsch: „mimimi“).
Tüte ist da, alles ist da – also: Vorwärts!

Vor zehn Jahren waren der Lebensmensch und ich am Ende der ambulanten Reha und am Anfang zarter Hoffnung. Und irgendwann Ende März oder Anfang April auf einer ersten Wanderung. Durchs Briesetal, in dem wir zuvor nie gewesen waren (und nie wieder danach): Lichtgrün alle Strauchknospen, in den Baumkronen ein ähnliches Schimmern, am noch blassblauen Himmel eine Sonne, die in der Mittagsstunde bereits den Sommer ahnen ließ. Wir verbrachten diese Mittagsstunde an einem Ausflügler-Tisch mit Blick auf einen Dachsbau.
In der rohen Holzplatte, an deren Fußgestell beidseits zwei ebenso rohe Sitzbalken angeschraubt waren, hatten sich Flechten verankert wie Seepocken an den portugiesischen Felsen, nur deutlich bunter.
– Überhaupt: Von jener Wanderung sind mir Farben im Kopf, wie ich sie nie zuvor und nie danach meine gesehen zu haben. Und eine seltsame Stille, die in jener Bachlandschaft lag wie eine etwas zerkrunkelte Schneedecke. Kaum mal ein Vogelton, und selbst das Rascheln und Knacken des letztjährigen Laubs, kleiner Zweige unter unseren Sohlen war gedämpft, oft bis zur Lautlosigkeit. Wind ging, wenn ich mich richtig erinnere, gar nicht, allenfalls eine kaum merkliche Briese.
Psychedelische Stunden ganz ohne entsprechende Substanzen.

Dass diese Stunden damals mich weit über mich selbst hinaus geführt haben, merke ich daran, was an visuell-emotionalen Bildern – vermutlich ist es das, was man „Erinnerung“ nennt – von jener Wanderung noch in mir vorhanden ist. Sie lassen sich nicht zählen, letztlich ist es nur eins. Aber das mit so großer Intensität, dass ich den Eindruck habe, damit mehrere Filmrollen bestücken zu können.

Wir trafen auf dieser Wanderung keinen Menschen. Auch der Parkplatz war bis auf unser Auto leer.
Heute wäre das trotzdem verboten, jedenfalls unser Picknick an jenem Tisch bedeckt mit bunten Flechten und ein wenig Brot, Wurst und Apfelschnitzen – Heute, da man angewiesen worden ist, nicht nach draußen zu gehen, und wenn man es doch tut, dort keine Rast mehr machen darf, sondern zu Hause bleiben soll.

Ich denke an all die Krebskranken, die nun am Ende ihrer Chemotherapien oder ihrer Reha-Aufenthalte sachte Hoffnung verspüren, ihren Körper nicht mehr nur als Schmerzfabrik wahrnehmen, die Sonne merken und raus wollen: in die Welt, ein Bachbett entlang wandern, an einem rohen Holztisch voller irrsinnig bunter Flechten sitzen. Und das nicht dürfen.

Mir tut das leid. Aber ich weiß gar nicht, ob das den Betroffenen leid tut; vielleicht ist das für sie einfach nur so normal unnormal, wie auch für uns damals alles normal unnormal war.

~ ~ ~
Und ich bin nicht „dankbar“ dafür, dass wir das damals einmal machen durften.
– Das begegnet mir immer wieder: Dass ich doch „dankbar!!!“ sein solle, zum Beispiel für diese Wanderung damals am Ende der Reha.
Die Menschen, die mir das nahelegen, wandern bis heute (mit ihren Partnern, ihren Familien, ihren Berufen, ihrer Gesundheit, ihrer Zufriedenheit).

– Okay, im Moment dürfen auch sie nicht Rast machen.
Aber Wandern, das dürfen sie bis heute.

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Das Gute:
Wir sind gestorben. Der Lebensmensch muss „in den Corona-Zeiten“ keinen Krebs mehr haben (wie jetzt mit Krebskranken zum Beispiel in Krankenhäusern umgegangen wird, wage ich mir nicht vorzustellen).
Und noch etwas Gutes:
Den Flechten muss nichts erklärt werden, so wenig wie den Seepocken.

Witweske Eisbären passen nirgendwo

253 Nirgendwo passen

Das kenne ich.
Nirgendwo hinzupassen ist für witweske Eisbären wie mich das Dauerhabitat.

Jetzt rutsche ich zwischen allen „Corona-Rettungsschirmen“ hindurch. Selbst die Solo-Selbständigen-Zuschüsse darf ich nicht beantragen, denn die Witwenrente zusammen mit der Mietzahlung meines Mieters (sofern er weiterhin zahlt, was ja wie alles wie immer nicht sicher ist) liegt knapp über allen Bewilligungsvoraussetzungen.
Dass nach Abzug meiner Festkosten ich lebensweltlich wieder beim oder vermutlich erneut unter dem Hartz IV-Satz landen werde, ist nicht relevant. War’s noch nie.

Der Lebensmensch hat meinen eisernen Sparwillen (thx@kleinbürgerliche Erzeugung) stets ein wenig belächelt, denn sowohl, wer alles hat, als auch, wer nichts hat, kriegt Staatsknete. Die eisernen Sparer aber nie.

Vom eisern Ersparten haben wir die Wohnung gekauft und mit immer noch radikalem Sparen den Kredit während des Sterbens komplett getilgt (die letzte Kreditrate wurde fünf Monate nach dem Tod vom Konto abgebucht).
Ein gutes Drittel der Wohnung – unser beider Arbeitszimmer, ein Bad, einen Flur und eine Eingangstüre – habe ich nach dem Tod vermietet (und nie Staatsknete bekommen: nie habe ich Sozialhilfe, Hartz IV oder andere Grundsicherungsgelder beantragt).

Deshalb – weil ich gespart, wir unsere Wohnung gekauft haben und gestorben sind – werde ich auch jetzt nirgends eine Kompensation erhalten für die rund 750 Euro DaZel-Honorarverlust netto pro Monat, die mir nun entstehen wegen „Corona“ bzw. aufgrund der rabiaten Verbote menschenwürdigen Lebens durch die, die alles haben und es weiterhin haben werden.

Ich weiß: Es heißt, wir alle müssten nun verzichten; wir alle müssten jetzt den Gürtel enger schnallen; wir alle würden nun Einbußen erleiden.
Einer, der 14.000 Euro im Monat verdient – also irgendsoein mittlerer Polit-Staatsfutzi oder mittelbesoldeter Arzt – kann aber auf 750 Euro pro Monat besser verzichten als ich, die ich lt. Einkommenssteuerbescheid 2018 ein zu versteuerndes Jahreseinkommen in Höhe von 13.812 Euro habe.

Und es zehrt an mir, dass wieder ich nirgendwo hinpasse. Kein Anrecht auf irgendetwas habe. Zwischen allen Rettungsschirmen, Auffangnetzmaschen durchfalle.

Vollständig allein bin.
Und nun noch nicht einmal mehr die bitter herbeimalochten Konzertkarten in Musik-Erleben eintauschen darf.

~ ~ ~
Ich bin vorsichtig geworden mit dem Prognostizieren der Befindlichkeiten des witwesken Eisbären. Doch langsam rückt mir in Gedanken eine Tüte in meiner Küche wieder sehr nah, in die ich lange nicht geschaut habe.

– Alles noch da.

Wenn dann die Eidingers et.al. ihre Solo-Selbständigen-Zuschüsse an der Börse anlegen, die Altmaiers dazu mit ihrem Schuh auf den Tisch kloppen und die Scholzens drunter tanzen, dann . Nö. – Keine Prognosen.
Aber das Wissen: Alles ist hier in dieser Küche. Es ist alles da.

Gnade, vielleicht jetzt doch endlich

252 Gnade

Gnade mit der Gattung, der Krone der Schöpfung [s. Gottfried Benn: Der Arzt II] durch die Schöpfung in Gestalt einer allen sich auf Haupt und Mund und Rachen und Lunge setzenden Krone?

Langsam frage ich mich: Womöglich meint es dieses Corona-Virus gar gut mit der Gattung?

Die Gattung Mensch in den G7- oder eher wohl in den G-20-Staaten erwartet aktuell, dass ein jeder einzelne von ihr mindestens 78 Jahre, wenn nicht mindestens 85 Jahre alt wird – und das glücklich. Und in zehn Jahren dann nochmals glücklich zehn Jahre älter. Und in zwanzig Jahren dann nochmals 20+x Jahre älter in vollkommenem Glück. Und dann irgendwann gar nicht mehr stirbt.
Das erwarten die Menschen in diesen Ländern aktuell. Und ihre Erwartungshaltung wurde erzeugt und wird seither gefüttert durch waghalsige demographische Hochrechnungen irgendwelcher Institutsvorstandsvorsitzenden und durch irrsinnige Versprechungen irgendwelcher Hi-Tech-life-sience-Gurus.

Okay. Ich bin ein witwesker Eisbär. Ich finde die Vorstellung von „Unsterblichkeit“ grausam.
Gleichgültig, ob es sich nun um das uralte religiöse Konzept der Seelen-Unsterblichkeit handelt oder um die rezente narzisstische Hoffnung auf die eigene Komplett-Unsterblichkeit.

Die Vorstellung, nie enden zu dürfen – das ist für mich das größte Grauen.

Unendliches Paradies, Tag um Tag Seelenfrieden, und morgen genau das Gleiche wieder von vorn (denn irgendwann nach ∞-Umläufen ist alles gleich) – welch unsägliche Hölle. {Und ich bin sicher: Auch wenn der Lebensmensch dort wäre – nein: Erstrecht, wenn er dort wäre: UNSÄGLICHE Hölle für einen jeden!}

Das aktuelle Corona-Virus lässt die Gattung „Mensch“ nun in einer größeren Zahl als bislang im Alter von 75, erst recht im Alter von 85 oder 95 Jahren sterben. (Und wie jedes Virus und jede Krankheit lässt es auch manche jüngeren Menschen sterben. Viele davon adipös oder zumindest so übergewichtig, dass es zum Diabetis reicht, viele davon RaucherInnen. Und manche davon kerngesund – wie immer bei tödlichen Krankheiten.)
Um das zu verhindern, verabschiedet sich die Menschheit gerade – temporär – vom Kapitalismus und damit von ihrer Wirtschaft. Das wiederum hat zur Folge, dass Milliarden von Menschen verarmen und/oder hungern und/oder verhungern werden, die meisten davon Kinder und Jugendliche.
– Wenn damit dauerhaft dem Kapitalismus der Garaus gemacht wäre, gäbe es ja Hoffnung.
So aber, so werden die Milliarden Toten wieder vergebens sein, denn der Kapitalismus wird fröhliche Urständ feiern. Und umso brutaler zurückkehren, wie schon so oft, wie noch ein jedes Mal.

Und es wird sie irgendwann geben: die unsterblichen Menschen.
Und sie werden das dann nicht mehr rückgängig machen können. Und sie werden sich täglich mehrfach selbst schreddern. Doch sie werden es nicht mehr rückgängig machen können.

~ ~ ~
Vielleicht aber ist all dem nun das Kronen-Virus vor. Eine minimale Chance besteht.

Entdeckungen

251 Entdeckungen
Im Zeitalter von Corona mache ich witwesker Eisbär (wenig erstaunliche) Entdeckungen.

Heute wurde ich gefragt, inwieweit sich mein Alltag geändert habe.
Ich musste antworten, dass er sich fast gar nicht geändert hat. Der Ausfall des DaZelns begann erst diese Woche, das ist noch nicht spürbar. Der Ausfall einer anderen regelmäßigen Veranstaltung wird erst nächste Woche beginnen. Gestern war ich noch auf dem Iron-Widow-Parcours. Morgen vermutlich nicht mehr.

Wenn das alles weggefallen sein wird, wird sich mein Alltag dennoch kaum ändern. – Oder eher: Er wird einfach wieder auf das zusammenschnurren, was lange Jahre nach dem Tod war:
Existenz. Das Minimum.
Allerdings gab es damals noch deutlich mehr Menschen in meiner Existenz. Es gab Telefonate, es gab Mails, es gab mitunter gar Treffen. Das hat sich schon vor dem Zeitalter von Corona extrem reduziert. Aus Gründen.
Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahren ans Existenz-Minimum Einiges angelagert (die Entgrenzung meiner ‚Befindlichkeit‘ im Musik-Erleben zum Beispiel oder ihre Eingrenzung, ihre Stabilisierung durch die narzisstische Zufuhr beim DaZeln). Und das war ‚gut‘, denn eine dauerhafte Existenz auf Existenz-Minimum-Niveau tötet, leise & langsam.

Jetzt im Corona-Zeitalter brechen auch noch meine letzten Menschen-Kontakte weg (und sei es nur die Konfrontation mit Hunde-Besitzern beim Joggen im Park). Und ich entdecke:
Mich macht das unsagbar traurig.

Und das überrascht mich, auch wenn es von außen betrachtet völlig logisch ist, denn auch ein witwesker Eisbär ist ja letztlich ein Mensch: des Kontakts bedürftig, auch wenn der wie alles bei witwesken Eisbären jahrelang aufs Existenz-Minimum reduziert werden kann.

Wird das unterschritten, vermögen sich witweske Eisbären auf eine Eisscholle zu setzen und davonzutreiben (dessen bin ich mir mittlerweile sicher).
– Und diese Option gibt mir im Moment jenes Quentchen ‚Mehr als nur Existenz‘, das dafür sorgen könnte, mich auf den (pflanzlich leider wintertoten) Balkon zu setzen, wenn die Sonne weiterhin so scheint wie heute, oder vor den letzten Proust-Band oder hinter die Schreibmaschine.
Im Moment, und wer kann schon über den hinaus leben.

{Und wieder ist es gut zu wissen: Kein Mensch wird mich bitterlich vermissen.}

Gehofft habe ich – wieder vergebens; und dumm.

250 Wieder vergebens gehofft
Jetzt wird es kommen. Alles, was ich kenne, aber die meisten Menschen hierzulande, in Europa, in Amerika, in den Hi-Tech-Staaten Asiens nicht kennen.

Jetzt werden kommen und sind zum Teil schon da:
– dass alles plötzlich völlig anders ist als bisher und viel, viel, viel schlechter
– und dass nichts mehr sicher ist
– dass gestorben wird, lang vor des Todes Zeit
– und dass alle „Freunde“ weg sind, während man stirbt
– dass der Mensch dem Mitmenschen zur Bestie werden wird (wie immer in solchen Situationen).

Mein Lebensmensch und ich haben das, was die Welt nun erlebt, vom 5. August 2009 bis zum 12. November 2010 in unser beider Leben erfahren. Bis hin zum Tod. Der Lebensmensch auch physisch. Ich nur psychisch, sozial und ökonomisch.

Mich dauert diese Menschheit, die so kapitalistisch durchseucht ist, dass sie in ihrer jetzigen Form an dem, was nun ist und noch kommt, nur scheitern kann.

Und die meisten Überlebenden (ich wiederhole mich) werden dann einst darüber, was nun geschieht – wieder schweigen. So dass, gesetzt den Fall, es überleben jetzt ‚genug‘, erneut nichts gelernt werden kann, wie immer.

Vor 700 Jahren schrieb inmitten der Schwarzen Pest, also inmitten des GROßEN STERBENS, Giovanni Boccaccio ein Menschheitsbuch, in dem er auch über den Maler Giotto schrieb (und während seines Schreibens natürlich an das Menschheitsbuch dachte, das Dante eine Generation vor ihm geschrieben hatte).
Etwa 75 Jahre nach diesem GROßEN STERBEN, eine Generation nach Boccaccio, begannen Brunelleschi, Donatello, Uccello, Masaccio, Alberti, Mantegna, Bellini und andere – auch eingedenk der Bilder Giottos und einiger Bücher – Menschheitsbilder zu malen.
In fast all diesen Bildern, in fast all diesen Geschichten wird – bei allem Leben – vom Sterben gesprochen: vernehmlich und augenklar.

Jetzt, 700 oder 650 Jahre später haben wir all das vergessen.
Und sind Kinder. Tanzen cheek to cheek um Clo-Rollen-Packungen herum, reiben uns mit den Köcheln beider Hände (so verschlafen!) die Augen ob der exponentiellen Sterbensverläufe, und werden als Gattung mit dem Massentod erneut nur zurechtkommen, indem wir ihn hinterher wieder beschweigen.

Doch es wird Bücher geben. Es wird Bilder geben.
Und wie immer: Auch sie werden sofort vergessen werden, und nicht erst in 500, 700 oder 1200 Jahren vergessen sein; dann aber auch.
~ ~ ~

Mein persönlicher Wunsch:
Sofern ich richtig informiert sein sollte, erholt sich aktuell „die Natur“, aus der der Mensch schon lange ausgestiegen ist, obwohl er doch nie wird aufhören können, ein Teil von ihr zu sein.
– Ich wünsche mir, dass die Natur auf den Menschen als ihren Bestandteil pfeift und dieses von ihr einst hervorgebrachte „Mensch“ als eins von unzähligen Falschen endlich tilgt.
Und einfach ihr Ding macht wie jeden Tag – neu.

{Und der Lebensmensch fehlt mir bitterlich. Allein schon wegen des Lachens. Von den Armen, den Lippen zu schweigen.}

Von Stunde zu Stunde

249 Evolution

Von Stunde zu Stunde lebte ich am Ende von Leben #1 etliche Monate und am Anfang vom Witwesk viele Jahre lang.

Ich vermag das jederzeit wieder zu tun: von Stunde zu Stunde zu leben und immer dessen gewahr zu sein, dass jederzeit alles völlig anders sein und auch der Tod kommen kann (und der eigene willkommen ist).
Nur gilt das jetzt nicht mehr nur für mich und meinesgleichen, sondern für alle Menschen. Und die meisten sind das nicht gewohnt. Die meisten haben nie erfahren, wie das ist: Von Stunde zu Stunde zu leben und des Todes gewiss zu sein (oder ihn gar willkommen zu heißen: wohlgemerkt den EIGENEN Tod).

„Und spinne diese Quarantäne weiter: Womöglich wäre ein gänzliches Einstellen unseres ‚öffentlichen Lebens‘ für zwei Wochen […]“ (aus: Witwesk, 10.03.2020) – das zitiere ich jetzt, dabei war es mir schon immer, auch in den wissenschaftlichen Arbeiten des Lebens #1, peinlich, mich selbst zu zitieren.
Jetzt ist es mir doppelt peinlich, denn ich haben einen Fehler gemacht, den man nun im Zitat nachlesen kann:
Es geht nicht mehr um „zwei Wochen“.

Und es geht auch nicht mehr um die nun einstweilen regierungsoffiziell verhängten fünf Wochen bis zum Osterferien-Ende.
Es geht um Monate. Vermutlich um mindestens ein Jahr, bis vielleicht ein Impfstoff gegen „das Virus“ gefunden sein wird.

Derzeit sehe ich keinen Weg, wie das gehen soll für die Menschen.
Drei, sechs, neun, zwölf Monate ohne Arbeit, also ohne Lohn und narzisstisch Brot, und ohne circenses: ohne Kneipe, Schwoof, Kino, Bibliothek, Museum, Konzert, also ohne all das Menschenmachende – wie soll das gehen für die Erwachsenen?
Drei, sechs, neun, zwölf Monate ohne Schule, ohne Ausbildung, ohne Studium, also ohne Sozialisation und Kultivierung von Bildungsprozessen für die Heranwachsenden, wie soll das gehen?

Wie soll das gehen für die Menschen?
Die nicht gelernt haben, von Stunde zu Stunde zu leben, weil sie nie erLEBT haben, wie es ist, wenn der Tod das Leben, ihr Leben, mitten entzweibricht.
Die denken, sie hätten ein Recht auf Leben, auf Coffee to go (mittlerweile im nachhaltigen Tauschbecher), auf Karriere&Kind(er), auf Planbarkeit und Sicherheit und Glück.
Wie soll das, was jetzt ist, gehen mit diesen Menschen?!

Und ich persönlich, der witweske Eisbär, dem die Menschen schon so lange fremd geworden sind, spüre, wie mir ihr Schicksal nun doch ans Herz zu gehen beginnt:

Es ist unabwendbar, dass sich auch jetzt wiederholen wird, was sich immer ereignete, wenn es für Menschen „ums Überleben“ ging (und übrigens: Das geschieht alle paar hundert Jahre mal massiv und massenhaft, die Spanische Grippe ist da eher noch putzig – ich denke tatsächlich 700 Jahre zurück, was menschheitsgeschlichtlich ja lächerlich ist, doch da starb in Europa etwa ein Drittel aller Menschen binnen weniger Jahre an der sogenannten Pest, und es waren Kinder, Erwachsene und Alte – es starben alle).

Der zivilisatorische Firniss ist immer zu dünn gewesen, und er ist bis heute zu dünn, also wird sich auch jetzt wiederholen, was sich immer ereignet hat, wenn es „ums Überleben“ ging:
Die Bestie, die wir allesamt nach wie vor in uns tragen, wird aufs Neue aufstehen und aus Unzähligen von uns herausbrechen.

~ ~ ~
Und hinterher wird erneut, wie schon unzählige Male zuvor, über das Loch im Gewebe der RaumZeit von den Menschen, die es hineingerissen (oder dabei zugesehen) haben und zufällig nicht hineingestürzt sind, also von den „Überlebenden“ einfach Stille gefegt werden über dieses Loch, dessen Nichts bis zum Beginn der Menschheit zurückreicht – die alles besänftigende, alles ausfüllende, alles stillende Stille der Geschäftigkeit.

__________
Wie ich das da nun schaffen soll – ohne DaZel-Honorar, ohne Musik-Erleben und womöglich irgendwann bald ohne Miete und ohne jeden Kontakt –, das weiß ich nicht.
Aber ich weiß: Es kommt auf mich für keinen Menschen mehr an. (Das macht mich leicht und ein wenig fröhlich. – Und das ist gut, denn ich vermisse den Lebensmenschen in diesen Tagen bitterlich.)
Und ich spüre: Von Stunde zu Stunde verringert sich meine ohnehin nur sacht vorhandene Angst vorm Sterben und vorm Tod.

Das ist jetzt doof

57 Jahrestage

schreibt eine, die unter anderem über Boccaccios „Decamerone“ promoviert wurde, sich damit (neben anderem) also etwa fünf Jahre lang beschäftigt hat. Und dass sie das schreibt, ist nun wirklich doof – von ihr, mir!
Das Coronavirus hat jetzt auch mich erreicht: Zwar gab es heute wieder Clopapier, dafür aber haben nun die Opern- und Konzerthäuser hier dichtgemacht, so dass – bis auf Weiteres – zwei meiner gebuchten Konzerte ausfallen, jeweils Premieren für mich: „Aida“ und „Der fliegende Holländer“. (Was mit dem Rest meines Abos und den anderen Tickets werden wird, muss sich noch finden. Aber das ist ja letztlich immer so. Nur merken wir es jetzt endlich einmal alle, nicht nur die an ‚potentiell‘ tödlichen Krankheiten Erkrankten.)

Und da mir die Musik so wichtig geworden ist, weil sie so viel Leben im Witwesk hörbar werden lässt, finde ich das wirklich richtig gründlich doof.
Weiß aber natürlich als Boccaccio-Leserin und Krebssterben-Innewohnende, dass Konzert-Absagen ein Klacks (aber ein epidemologisch hoffentlich vernünftiger) sind.
Und ertappte mich bei dem Gedanken, ob die Quarantäne, in die unser aller ‚öffentliches Leben‘ nun womöglich gerät, nicht vielleicht auch eine Chance für den Roman # 4 sein könnte. – Kranker Gedanke. Kluger Gedanke.
Und spinne diese Quarantäne weiter: Womöglich wäre ein gänzliches Einstellen unseres ‚öffentlichen Lebens‘ für zwei Wochen, also inklusive unseres Arbeitslebens [und da wird’s dann schwierig, denn es wäre wohl zwischen {über}lebensnotwendigen Arbeiten und solchen, die das nicht sind, zu differenzieren – die Frage wäre nur: für wen {über}lebensnotwendig …] – womöglich also wäre eine solche totale Pause
heilsam.
(Nein, kein Stoff für Roman #5.)

Froh stimmt mich:
– Meine Angst vor dem Sterben und dem Todsein bleibt sich treu und ist unverändert und unverändert sacht vorhanden.
– Meine Haare sind von jenem zauberhaften türkischen Herrenfriseur wieder ganz wundervoll geschnitten worden.
– Ich habe jetzt eine Packung Clopapier auf Halde und werde bis zum Juni meine Toilette benutzen können, sofern mich kein Durchfall und/oder notleidene Freunde/Nachbarn ereilen.
– Die Vormittagsvertretung ist nun auch abgeschlossen, und das Verabschieden heute (nach nur vier Unterrichtstagen) war seitens der Kurs-TeilnehmerInnen so herzlich und leuchtend, dass ich wirklich fröhlich wurde (und wieder einmal daran denken musste, dass mich eine Studentin einst in Leben #1 „einen hochschuldidaktischen Tausendsassa“ nannte).
– Und: Das neue Opern-Abo für die Saison 20/21 ist bestellt! Samt zwei Zusatzkarten für den neuen Ring. Wie ‚immer‘ (also nun zum dritten Male) unterm Dach und wie immer voller Neugier – und: voller Vorfreude; gerade jetzt.
~ ~ ~

Und in allem Froh gilt unverändert (deshalb auch doch das nochmalige Bildrecycling*):
Der Lebensmensch fehlt mir. Gerade jetzt.
{Könnten wir uns nach unserer Erfahrung, einem Krebssterben innezuwohnen, jetzt in ‚diesen Zeiten‘ über ‚diese Zeiten‘, die Menschheit darin und auch über unsere jeweilige Angst vor Sterben und Tod unterhalten, wäre es für uns beide eine Bereicherung; nicht heilsam, vielleicht noch nicht einmal hilfreich, aber bereichernd.
Und tröstlich. So mit Armen und Wangen und Schultern und Brust und Herzschlag und so.}
Er fehlt mir.
֍ lipschitz ₰

* Memo at me: Vielleicht ist’s mit Bildern wie mit Texten. Wenn ein Mensch einmal für sich ein Bild oder einen Text gefunden hat, um es zu sagen, das, was da ist oder eben gerade nicht ist, dann ist dieses Bild oder dieser Text von Belang und von Bestand (für diesen Menschen). Und muss nicht immer wieder neu erfunden werden, vielleicht.
(Aber das soll keine Bewilligung von Faulsein sein!)