Bürokratie-Nachspiel: „Ihr Mann ist für uns noch nicht tot.“

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Amt lässt Tod nicht gelten ohne Urkunde

Am 2. Mai publizierte ich hier einen der beiden an meinen vor mehr als 12,5 Jahren verstorbenen Mann gerichteten Amtsbriefe, in dem er aufgefordert wird, sich sofort ab- und mit neuer Wohnadresse anzumelden.
Wenn jemand hier nun denkt: „Hä? Wie bitte? Ich verstehe nur Bahnhof!“, dann ist er mir herzlich willkommen. Verstehen kann man diesen hyperkafkaesken Amtsirrsinn nämlich in der Tat nicht mehr, man ist ihm nur ausgeliefert. Ich verweise auf den einen der beiden Briefe (beide waren am selben Tag im Kasten), den ich hier fotografisch dokumentierte.

Und dokumentiere nun auch den zweiten Brief, der nicht nur an meinen seit 12,5 Jahren toten Mann adressiert war, sondern an uns beide, die wir dort als „Wohnungsgeber“ eines gleichnamigen Mannes aufgefordert wurden mitzuteilen, ob der noch bei uns wohne und wenn nicht, sein Auszugsdatum anzugeben, das von „besonderer Wichtigkeit“ sei:
Amtsschreiben an Tote, die an sich selbst vermieten

Ich habe dem Amt postwendend mitgeteilt, dass weder mein Mann noch ich jemals „Wohnungsgeber“ für meinen Mann waren. Und dass er, mein Mann und Lebensmensch, am 12.11.2010 AUS DER WELT AUSGEZOGEN, NÄMLICH VERSTORBEN IST.

Und bekam gestern eine Mail vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, in der ich um einen Rückruf beim Amt gebeten wurde, um mir „weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen“.

Heute rief ich dort an.
Und lernte: Erst seit fünf Jahren seien die Standesämter vernetzt, so dass im Falle eines Versterbens außerhalb des amtlichen Wohnortes das Standesamt des Todesortes jenes des Wohnortes über das Versterben informiere, so dass von dort aus alle weiteren Ämter, die mit den Angelegenheiten des Toten als politischem Bürger zu tun hätten, über dessen Tod in Kenntnis gesetzt würden.
Da sei mein Mann ja nun zu früh für gestorben.
(An dem Punkt hätte ich fast schon aufgelegt. Gut, dass ich es nicht tat, denn die redselige Beamte führte weiter aus: Bei ihrer Schwiegermutter, die vor etlichen Monaten verstorben sei, funktioniere das keineswegs.)

Und nach langem Rumdrucksen kam’s dann von der Dame vom Berliner Bezirksamt:
„Ihr Mann ist für uns immer noch nicht tot.“

– Was sagt ein witwesker Eisbär auf so einen Satz vom Amt?
Nichts. Er fragt nach längerem Schweigen nach: „Wie bitte?“
Und erhält die folgende Antwort: „Sie haben uns ja die Sterbeurkunde in Kopie geschickt. Aber das reicht nicht. Wir müssen das Original sehen. Ich muss Sie bitten, herzukommen.“

Witwesker Eisbär, nach längerem Schweigen: „Sie glauben mir also nicht.“
Beamte: „Doch, natürlich. Aber ich brauche das Original.“
Witwesker Eisbär ohne Zögern: „Wissen Sie was, ich zahle keinen einzigen Euro für einen Bus-Fahrschein und ich zahle erst recht nicht mit meiner kostbaren Zeit, um in Ihr Amt zu kommen und Ihnen, die Sie mir nicht glauben, diese Urkunde im Original vorzulegen. Machen Sie einfach weiter! Dann bekommt mein toter Mann Ihre Post, bis auch ich tot bin. Adieu!“
Ende des Telefonats.

Ein paar Minuten später fiel mir noch ein, dass die – wenn ich dort tatsächlich hingefahren wäre – womöglich von mir verlangen, ihn auszugraben und seine Leichenüberreste zu präsentieren, weil die Sterbeurkunde im Original genauso aussieht wie die Farbkopie.

PS: Mir wurde wieder klar: Sie mögen ein irrsinnig großes PsyOps-Waffenarsenal haben und daraus täglich mehr gegen uns – die Menschen, die weder das (Mit-)Fühlen noch das Denken verlernt haben – zu Felde führen. Aber sie werden ihren perversen Krieg verlieren. Sie werden an sich selbst scheitern, an ihrer Bürokratie. Mit jedem Digitalisierungsschritt mehr.

Auslöschung

Zeugnis ablegen bis zum letzten

Das bin ich gewöhnt. Die Auslöschung. Von Kindesbeinen an.
Hat man mich ausgelöscht. Schreien. Tränen. Später meine Worte.

Die bis heute:
Die „Freie Linke Berlin“, ein Altherrenverein, sekundiert von ihren tatsächlich echt- oder kunstblonden Vorzimmerdamen und von geriatrischen HeilpraktikerInnen, löscht meine Worte aus, allüberall in ihren Telegram-Kanälen.
Und von allen nach dem Tod noch verbliebenen Vor-Corona-FreundInnen und von allen damals noch verbliebenen angeheirateten Verwandten wurde ich während Corona ausgelöscht.
Ich kenne mich aus mit Auslöschung.

Das ist fundamental.
Da sagt dir ein Mensch oder gar eine Gruppe von Menschen: „Ich radiere dich aus. Wir vernichten alles von dir, das in unserer Welt ist.“
Manchmal sagen es dir die Menschen auch nicht. Sie tun es einfach.

Auslöschung.

Habe ich mehrfach erfahren.

Vielleicht war es Christine aus Bayern, der Säugling, das Kleinkind, das mir Säugling und Kleinkind damals zwei, drei, vier Jahre lang Sicherheit gab (mit dem Wegzug der Familie begann die 2. Katastrophe in meiner).

– Jedenfalls habe ich inmitten all dieser Auslöschungserfahrungen
Sicherheit:
Ich weiß, wer ich bin.
Ich weiß, was ich kann (und was nicht).
Ich weiß, dass einer mich geliebt hat.
Und dass ich zu lieben vermag.

Mir fehlt noch: Keine Angst mehr vor dem Tod zu haben.

(Die Angst vor dem Menschen werde ich nie verlieren. Denn er ist unberechenbar.
Und ich will nicht zum Krüppel gefahren oder geautotürt werden durch unfähige AutofahrerInnen, ich will nicht zum Krüppel geprügelt werden durch teutsche PolizistInnen, ich will nicht zum Krüppel abgestochen werden durch durchgeknallte Personen, ich will nicht zum Krüppel behandelt werden durch regimetreue ÄrztInnen.

Und ich will nicht durch die faschistoisierten PolitikerInnen und Mitmenschen hierzulande zu Tode gebracht werden, verdammt!
Weder will ich von Habecks Heizdiktatur in den Tod getrieben werden, noch von Faesers Kontrollregime, noch von Lauterbachs Verkauf meiner Patientenakten, noch von Lindners Sondervermögenserhebungen, noch von Scholzens Waffenzusagen&Versprechensbrechungen.
Und ich will nicht durch die wieder einmal schweigende Mehrheit der Bevölkerung hierzulande zu Tode gebracht werden.
Ich will nicht, dass mein eigener Tod, den zu sterben ich mir vorgenommen habe, auch noch ausgelöscht wird!)

Heutige Post (02.05.2023)

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Dieser Brief kam heute in dem Briefkasten an, der unser beider Namen trägt.
Außerdem kam vom selbem Amt ein Brief an mich, in dem ich aufgefordert wurde, mich zum Verbleib meines „Mieters, Dr. Bernhard Theobald“ zu äußern, dessen Aufenthalt unklar sei. Das Ordnungsamt ließ mich wissen: Wenn ich nicht spure, droht mir Gefängnis.

ALLE, alle Behörden wurden nach dem Tode meines Mannes und Lebenmenschen – nie aber „Mieters“ – über just das:
SEINEN TOD
informiert.

~ ~ ~

Berliner Ordnungsamt: Komm! Du Behörde: Komm! Und behaupte weiterhin, dass er noch lebt!!!

Und drohe mir Ordnungsstrafen an, weil ich sein Leben, seinen Fortzug verheimlichen würde.
Komm, Ordnungsamt, komm!
Er ist gestorben, er ist elendig krepiert am Ärztewahnsinn (schon damals!), gottverdammt! KOMM! Du verfickte Scheiß-Pseudo-BundesrepublikDeutschland!
KOMM wie immer in Gestalt Deiner „Ämter&Behörden“ (das war schon 1933-45 so: Die Ämter&Behörden kamen)!
KOMM, Du verschissene faschistoide Pseudo-BRD und behaupte, dass Tote noch leben. KOMM und mach das nur weiter!

So, wie Du behauptest, dass experimentelle Gen-Therapien „Impfungen“ seien,
dass ein stinknormales neues Grippe-Virus eine tödliche „Pandemie“ sei,
dass Russland unser „Feind“ sei:
Komm, Du faschistoider BRD-Apparat samt seinen AppartschiksInnen: KOMM zu mir!

Ich bin kein Teil mehr von Dir und Deinem Wahnsinn.
Und mein Lebensmensch ist gottseidank TOT!

Er muss Dich faschistoiden Staat nicht mehr ertragen.

(Und mit ihm wirst Du mich nicht mehr foltern können.)

Was ich wollen würde

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Was ich wollen würde, wäre:
15 Jahre zurückgehen – da hatten wir gerade die extreme Doppeldiagnose im näheren Familienkreis, das eigene Diagnosezittern u. den Wohnungseinbruch hinter uns. Waren angeschlagen, aber bei uns.
Und dann würde ich uns auswandern lassen.
Den Liebsten aus seinem Stress. Mich aus mir, aber kein witwesker Eisbär werden, sondern Liebende: den Liebsten, die Buchstaben, und das Meer, an das wir dann ausgewandert wären.
Wenn ich damals nicht der Normalität, sondern dem gefolgt wäre, von dem ich nun weiß, und wenn das viele Menschen gemacht hätten – vermutlich wäre die Welt dann kein so entsetzlicher Ort geworden, wie er es jetzt, am 02.05.2023 ist.

Und: Was mache ich jetzt gerade wieder falsch?

Ich mache dies: https://www.youtube.com/watch?v=uSYbtE84pl8
und ich mache das: https://www.youtube.com/watch?v=BQ2bhTbrCnk.

Nach dem, was ich erfahren habe, bleibt die Frage: Was mache ich jetzt wieder falsch? Und: Was richtig?

Tröstlich und schmerzlich zugleich: Was immer ich mache – ich mache es allein.
~ Das muss ich erklären:
Natürlich sind da jetzt Menschen, ohne die ich all das nicht machen würde, nicht machen könnte (die zwei wundervollen Mitkassandras und die liebenswürdigen MitspaziergängerInnen).
Aber nie wird mir eine Narkose-Ärztin zu einem dieser Menschen noch einmal die Frage stellen: „Sollen wir ihn offen lassen?“, wie sie mir im August 2009 gestellt wurde, als mein Lebensmensch eine mutmaßlich ärztlich verschuldete Sepsis hatte und die ÄrztInnen wussten, dass sie seine Bauchhöhle noch etliche Male würden eröffnen und spülen müssen.

Was immer ich mache: Ich mache es allein.
Und zusammen mit Unzähligen, die das genauso allein machen wie ich:

Ich mache nicht mehr mit bei diesem ganzen Wahnsinn der bundesrepublikanischen Politik.
Weder bei dem Wahnsinn auf offiziell regierungsamtlich-parlamentarischer Ebene noch auf dem der NGO-gesteuerten und -verblödeten sogenannten „bürgerschaftlichen“ Ebene.
Ich mache in dieser völlig pervertierten BRD nicht mehr mit und berufe mich auf GG, Artikel 20, Absatz 4
(https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_20_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland#Absatz_4)

Warum ich dennoch unterschrieben habe

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)


Ja, ich habe den Offenen Brief der WissenschaftlerInnen und in Heilberufen Tätigen unterschrieben, die eine Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Politik-Verbrechen (die nennen das in ihrem Brief anders) fordern:
https://pandemieaufarbeitung.net/

Obwohl mir dieser Offene Brief viel zu zahm daherkommt, habe ich unterschrieben.
Denn wir brauchen eine solche Kommission! Sonst rasen wir weiter auf dem faschistoiden Weg in die Totalüberwachung und damit in die völlige Knechtschaft unten den perversen Willen der wenigen Machtbesitzenden und Machtbesessenen.
Deshalb habe ich unterschrieben.

Meine Kritik aber habe ich den InitiatorInnen des Offenen Briefes per Mail mitgeteilt; hier lege ich ebenfalls davon Zeugnis ab, ich zitiere aus meiner Mail:

[…]

1. Sie sprechen im Brief mehrfach von der „Corona-Pandemie“.
Eine „Pandemie“ (ein Schreckenswort! Ich bin historische Sprach- und Literaturwissenschaftlerin) ist Corona jedoch nur aufgrund der veränderten Pandemie-Definition der WHO geworden, derzufolge seit wenigen Jahren auch völlig ungefährliche Krankheiten als Pandemie (ich wiederhole: Ein Schreckenswort!) gelabelt werden können.
De facto aber handelte und handelt es sich bei Covid19 um eine Atemwegsviruserkrankung von der Schwere einer mittleren Grippe, also mitnichten um eine „Schreckens“krankheit!
Und das war spätestens im April 2020 bekannt.

2. Sie sprechen das Wort „Impfung“ nur ein einziges Mal im Offenen Brief an und zwar als „Impfmanagement“.
Doch de facto hat die „Impfung“ den größten Schaden während dieser sogenannten Pandemie angerichtet:

– Weltweit wurden Milliarden von Menschen durch unmenschliche Maßnahmen (G2+, „Impf„-Pflichten in Gesundheitswesen und beim Militär wie z.B bei der Bundeswehr bis heute etc.) zu einer „Impfung“, also zu einem Eingriff in ihre körperliche Unversehrtheit als gesunde Person, GENÖTIGT.
Das ist präzedenslos in der Menschheitsgeschichte.
(In der BRD geschah diese Nötigung unter Aussetzung der Bürgerrechte des Grundgesetzes, die unter der Ewigkeitsklausel stehen – auch sie aber, diese Ewigkeitsklausel, haben die Herrschenden ausradiert.)

– Diese „Impfung“ erfolgt(e) mit neuen Stoffen und Wirkfaktoren, die in erstmals radikal verkürzten Verfahren „geprüft“ und dann nur notfallzugelassen wurden.

– Wie sich zunehmend herausstellt, gehen von diesen „Impfungen“ Gefahren für die „Impflinge“ aus, die das Risikoprofil aller anderen konservativen Impfstoffe der letzen 40 Jahre zusammengenommen weit übertreffen.

– Und schließlich: Auch das vertraute Wort „Impfung“ kann nur aufgrund einer sprachlichen Manipulation der WHO (wie schon im Falle von „Pandemie“) auf diese neuen Gentherapien angewendet werden.

Darf ich fragen:
Warum, sehr geehrte Damen und Herren Initiatorinnen und Initiatoren des Offenen Briefes,
warum haben Sie immer noch nicht den Mut, Covid19 eine Art von Grippe zu nennen und die „Impfungen“ eine hochrisikobehaftete experimentelle Gen-Therapie?

Trotz all meiner Fragen: Sollten Sie mich als 15 Jahre lang tätige Wissenschaftlerin, die seit 13 Jahren aus dem Betrieb raus ist [Ergänzung hier: Aber noch lange nicht in Rente; ich habe meinen Lebensweg in der Mail anfänglich kurz skizziert], auf Ihrer Unterzeichnerliste akzeptieren, würde ich gern unterschreiben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Corinna Laude

~ ~ ~

Dass der Bundestag vor drei Tagen mit großer Mehrheit (577 zu 71, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw16-de-ua-corona-941028) gegen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den „Corona-Maßnahmen“ (die nichts anderes als Verbrechen waren) gestimmt hat, macht mich froh, denn es zeigt:
1. Diese Abgeordneten wissen alle, dass sie sich schuldig gemacht haben.
2. Wir brauchen eine unabhängige Kommission außerhalb des Bundestages, denn wie sollten sich die Schuldigen selbst ihre Schuld attestieren?!

Über den Offenen Brief berichtet als eins der wenigen größeren Medien (die anderen üben sich in Totschweigen) einmal wieder die Berliner Zeitung: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/corona-pandemie-und-die-folgen-wir-haben-viel-zu-reparieren-li.340631

Zeugnis-Ablegen vom heutigen Spaziergang (17.04.2023)

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

(Ob der neue Flyer so bleibt, ist noch offen [wir wollen einen neuen, einen für den Frühling haben], aber es ist meiner – und: Er fußt auf einem Foto des heutigen Charlottenburger Montagsspaziergangs. Wir sind außer an Feiertagen jeden Montag da, angemeldet seit über einem Jahr und davor schon polizeizusammengeknüppelt, bußgeldbelegt und von MitbürgerInnen als „Nazis“, „Idioten“ und nunmehr auch als „Pazifistenschweine“ tituliert.
Wir sind da.
Jeden Montag Abend.
Im Namen der menschlichen Vernuft.)

Heute war es in meiner Wahrnehmung ein besonderer Spaziergang, und deshalb möchte ich erst recht davon Zeugnis ablegen:
Noch nie in all der Zeit habe ich erlebt, dass uns PassantInnen so viel Zuspruch zukommen ließen. Ich selbst wurde von zwei Menschen angesprochen, einer kam dann mit, nachdem er sich mit den Worten: „Darf ich Dir die Hand schütteln, weil Du Mut beweist, Deine Stimme erhebst, aufklärst, Gesicht zeigst und nicht resigniert hast?“ an mich gewendet hatte. Wir haben dann lange miteinander gesprochen. Er will wiederkommen und Menschen mitbringen.
Und weitere Neuzugänge waren heute dabei.
Eine ältere Dame, die bei unserer Zwischenkundgebung stehengeblieben war, erzählte danach von ihrer Freundin, die von ihrem Sohn (Krankenpfleger) in einer Notsituation gegen ihren Willen im Krankenhaus gen-gespritzt wurde und der es nun sehr schlecht geht.
Ein Mann deutete unterwegs auf ein Schild gegen die digitale Kontrolle einer unserer Spaziergängerinnen und sagte: „Das ist das Schlimmste von allem! Sie werden uns keinen Privatraum mehr lassen.“
Eine Frau und ein nicht nichtdazugehöriger Mann applaudierten spontan, als wir unsere Friedensforderung bei der Zwischenkundgebung laut werden ließen.
Es bleiben seit einiger Zeit (heute hat’s geregnet, und dennoch war das der Fall) mehr Menschen stehen, wenn wir unsere Anliegen vortragen.
~ ~ ~
Die menschliche Vernunft kehrt jetzt, da die Herrschenden sie endgültig auszuradieren sich anschicken, langsam vielleicht doch zurück.
Und mit ihr der Mut.
Erstmal ein kleiner. Aber klein fängt alles an.

Den unermüdlichen MitstreiterInnen für die Rückkehr der menschlichen Vernunft hier beim Charlottenburger Montagsspaziergang, deren Mut mittlerweile groß geworden ist, danke ich von Herzen: Ihr gebt mir Hoffnung und die nährt meinen eigenen Mut.

Wenn die Lyrik kommt, ist es ernst

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Länger schon ist es unruhig in meinem Alphabet geworden. Buchstaben werfen sich auf, Silben tremolieren, einzelne Wörter gelangen kurz zu Emergenz.
Vor kurzem ist seit langem einmal wieder letztes dichter geworden, es ist Lyrik geworden.
Das geschieht, wenn es ernst geworden ist. (Es war bislang in wenigen Phasen meines Lebens so. Die aber kenne ich.)

~ ~ ~
Die Wohnung ist wieder grundgeputzt (der übliche Frühjahrputz ging diesmal in Teilen ein wenig unkonventionell von der Hand, vielleicht dem Alter geschuldet, vielleicht dem kleinen Unfall neulich, vielleicht meiner immer noch anwachsenden Abgebrühtheit – und nein: Er verlief genauso gründlich wie immer, ich habe nicht gepfuscht, ich habe Anderes anders gemacht).
Seither und schon während des Putzens ist ein Wunsch, der vermutlich eine Notendigkeit ist, mir bewusster geworden:
Zurück zur Lyrik. Zurück in die Buchstaben. Zurück in die Bücher. Zurück auf den Widows Parcour. Zurück zum Pfälzer Feldsalat. Zurück zu einem ungetriebenen Tag-Nacht-Rhythmus. Zurück auf den Balkon. Zurück zu mir.

Mit der Lyrik habe ich kürzlich wieder angefangen.
Wenn die sich unabweislich meldet, ist es ernst.

Seit dem letzten Mal ist so Vieles bedrohlich anders geworden, dass ich mich nun neu werde austarieren müssen zwischen mir und dem, was sonst noch getan werden muss als denkender Mensch.
Eigentlich – so will es mir manchmal scheinen – kann das (wenn überhaupt) nur klappen, wenn ich ein paar Wochen „ans Meer“ fahre, „Urlaub“ mache, fort und ganz für mich bin. Im Moment sehe ich dazu keine Möglichkeit (und natürlich ginge das – es geht immer; Fio und ich haben es damals ansatzweise getan. Und, verdammt!, wir hätten es damals schon ganz tun sollen).
Dabei frage ich mich immer öfter: Vielleicht sollte ich wirklich ganz nach Portugal gehen? (Kann das so schwierig sein? – Und ja: Für ein Wortwesen wie mich, das in seiner Sprache lebt, ist das immens schwierig; ich habe es damals in den USA erfahren, und das war ein Leichtes, weil es sich damals vergleichsweise leicht überwinden ließ, gleichwohl steckt der Schock mir noch immer in den Knochen: Die Welt und sich so gar nicht sagen können …)

Noch also ist das unvorstellbar: Mein Häuschen am Atlantik zwischen Ericeira und Porto.

Austariert aber muss werden.
Ich.
Zwischen mir und dem, was ich tun muss.

Zwischen der Lyrik und dem Montagsspaziergang.
Zwischen den Büchern und den 3 Kassandras.
Auch zwischen dem Feldsalat und dem Integrationskurskurs.

Seit 2007 bin ich nicht mehr „in Urlaub“ gewesen.
In den letzten zwei Jahren habe ich nur noch das getan, was ich als denkender Mensch tun musste: politische Arbeit gegen den faschistoiden Kontrollstaat hier und weltweit.

Wenn die Lyrik sich bahnbricht, ist es ernst.
Und ich möchte meinen eigenen Tod sterben.

Nicht den, den ich im digitalfaschistischen Kontrollstaat à la Grüne, Konsorten und Gates et al. werde sterben müssen, wenn er wahr werden sollte, und keinen im Räderwerk meiner privaten Widerstandspflicht gegen diesen digitalfaschistischen Kontrollstaat.

Ich möchte meinen eigenen Tod sterben.
Ich habe versucht, mein eigenes Leben zu leben. Das ist mir nicht wirklich gelungen. Und vielleicht ist das normal.
Aber ich möchte wenigstens meinen eigenen Tod sterben,
keinen Covid-Spritzentod, keinen Von-der-Polizei-Zusammengeknüppelt-Werden-Tod, keinen Staatlicher-Delegitimierer-Tod, keinen Tod im neuen Überwachungsnormal der 15-Minuten-Stadt und keinen mit der biometrischen ID und keinen durch das digitale Zentralbankgeld und auch keinen Chemo-Tod, keinen Ärzte-Irrsinn-Tod.
– Ich möchte keinen Fremdtod sterben.

Ich möchte meinen Tod sterben.
Das könnte gelingen. Denn der Tod kann – anders als das Leben – sowohl schnell als auch ganz privat sein.

Rundmail gefühlt Nummer 3007

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)

Versuche

Seit Jahren schon schreibe ich ‚Rundmails‘, deren EmpfängerInnen ich anonymisiert habe, es sind ein Teil meiner ehemaligen FreundInnen und Bekannten, es sind ein paar KollegInnen und neu gewonnene Freundinnen und Freunde. In diesen Mails versuche ich – möglichst auf der Basis von Mainstream-Medien-Meldungen (um niemanden abzuschrecken) – Aufklärungsarbeit zu leisten über „Corona“ und die totalitäre Abkehr von der menschlichen Vernunft, die diese Kampagne (und nichts anderes war „Corona“, abgesehen von einem entwichenen Gain-of-Function-Virus mit der Schädlichkeit einer mittleren Grippe) fast weltweit mit sich brachte. Nunmehr manchmal ergänzt um Informationen über den Krieg in der Ukraine (was sich weitaus schwieriger gestaltet, weil da die Propaganda einfach alles bestimmt und ich mich daran nicht beteiligen möchte).
Fast nie kommt Antwort (vermutlich haben mich die meisten EmpfängerInnen schon längst in den Spam sortiert). – Egal: Der Versuch der Aufklärung (und damit immer auch Selbst-Aufklärung) ist, auch wenn er scheitert, weil er vielleicht ungeschickt formuliert oder inhaltlich fehlerhaft ist oder vom Adressaten einfach hartnäckig ignoriert wird, ein ursprünglicher Impuls der Gattung „Mensch“. Und außerdem gilt hier ja: Zeugnis ablegen!
Seit mehr als drei Wochen habe ich vorhin endlich einmal wieder eine dieser Rundmails verfasst (alles zusammenzustellen, dauert oft Stunden, und diese Mühe kann ich nicht immer aufbringen, wenn ich es möchte). Und weil es hier gilt, Zeugnis abzulegen bis zum letzten, stelle ich die Mail nun hier ein:

Liebe Leserin, lieber Leser,

täglich rückt immer mehr ins öffentliche Bewusstsein, wie sehr wir in den drei Corona-Jahren belogen und betrogen worden sind von den PolitikerInnen, den Regierungs-WissenschaftlerInnen, den RegierungsjounalistInnen, unzähligen ÄrztInnen und all den vielen Verantwortlichen an anderen Stellen.
Im Folgenden bringe ich dafür ein paar aktuelle Beispiele aus den Mainstream-Medien.

Allerdings bleibt diese Aufklärung bislang folgenlos: Weder kam es zu Anzeigen der Verantwortlichen (bzw. haben die Gerichte solche Anzeigen bisher allesamt abgeschmettert), geschweige denn zu ihrer Anklage durch Staatsanwälte, noch zu einem einzigen Rücktritt.

Hier nun ein paar aktuelle Beispiele für Aufarbeitungsversuche:
Kürzlich rechnete die Neue Züricher Zeitung mit den deutschen Propaganda-Medien ab (freilich, ohne vor der eigenen Haustür zu kehren, denn auch die NZZ hat bei dem faschistoiden Irrsinn der Corona-Maßnahmen und der Hetze gegen Menschen, die deren Sinn bezweifelten, mitgemacht):
https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/corona-und-fluechtlingskrise-das-versagen-der-deutschen-medien-ld.1732546
Und hier skizziert in einem beachtlichen Rundgang durch die verschiedenen „Experten“-Sphären (Wissenschaften und ihre Institutionen, Gesundheitswesen, Gesundheitsämter) und durch die Politik die ehemalige stellvertr. Leiterin des Gesundheitsamtes Frankfurt a.M. deren massives und vielfach in Totalitarismus abgeglittenes Versagen im aktuellen Hessischen Ärzteblatt:
https://www.laekh.de/fileadmin/user_upload/Heftarchiv/Einzelartikel/2023/05_2023/Ansichten_Einsichten_Heudorf_lang.pdf (ich hänge die Datei an [in der Mail, hier nicht]).

Nun aber behaupten die Verantwortlichen allesamt entweder, dass das alles doch gar nicht so schlimm gewesen sei, oder (und mehrheitlich), dass man es ja nicht besser gewusst habe – auch darauf geht der Artikel in der pdf schon ein, doch ich möchte außerdem noch auf die Link-Sammlung des Medizin-Statistikers Gerd Antes vom Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (dessen vielfältige Expertise ebenfalls ignoriert und diffamiert wurde) hinweisen, die den Spruch „Damals konnten wir ja gar nicht wissen, was für Schäden wir mit den Maßnahmen anrichten“ als Lüge erweist:
https://corona-netzwerk.info/gerd-antes-beitraege-zum-pandemiegeschehen-seit-anfang-maerz-2020/

Zu den Maßnahmen gehören bekanntlich auch die Covid19-Spritzungen, deren katastrophale Folgen weltweit immer deutlicher werden, während ebenfalls immer klarer wird, dass sie auch vor „schweren Verläufen“ nicht schützen (nachdem schon seit Monaten nicht mehr geleugnet werden kann, dass sie niemals einen „Fremdschutz“ bieten und boten).
Zu den katastrophalen Folgen, also den unzähligen „Impf“-Opfern, die unter schweren und schwersten Nebenwirkungen leiden, nur zwei aktuelle Meldungen:
Der Deutschlandfunk berichtet am 4.4.23, dass in Bayern eine neue Hotline zu Corona-„Impf“schäden eröffnet wurde – und die gleich am ersten Tag „völlig überlastet“ war: https://www.deutschlandfunk.de/voellige-ueberlastung-von-hotline-fuer-corona-impfschaeden-zum-auftakt-100.html
Die FAZ schreibt am 3.4.23, dass in der Marburger Ambulanz für Post Covid-Kranke, die nunmehr um eine „Impf“schadensabteilung erweitert wurde, mittlerweile 7.000 Menschen auf der Warteliste stehen; zwischen beiden Patientengruppen würde bei Aufnahme zunächst nicht unterschieden (das ist logisch, weil Post Covid vielfach schlicht ein Schaden durch die Spritze ist: Im Artikel heißt es: Der Leiter der Ambulanz >>definiert „Post Vac“ als „Long Covid nach Impfung“.<<). Täglich würden dort Hunderte Anfragen zum „Post Vac-Syndrom“ eingehen, wie die Schäden durch die Covid-Spritzen aktuell noch euphemistisch genannt werden:
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/corona-impfschaeden-7000-menschen-auf-warteliste-von-post-vac-ambulanz-18796703.html?GEPC=s30
Der Ambulanzleiter, so heißt es im Artikel am Ende, >>hielt und hält<< die Impfungen für richtig: >> „Wir mussten die vulnerablen Gruppen schützen.“<<
Dazu noch zweierlei:
1. Eine Grafik aus Dänemark (vom dortigen Pendant zu unserem statistischen Bundesamt), die ich heute auf twitter gefunden habe: Sie zeigt die nicht nur „mit“, sondern (angeblich) wirklich „an“ Covid19 Gestorbenen in Dänemark von 2020 bis heute. Und sie ergibt für alle Altersgruppen ein Risiko, an Covid19 zu sterben, von 0,0890%. Das ist kleiner als bei einer Grippe.
Quelle: https://twitter.com/FSBuchholzer/status/1642665782088806402

Und da alle gespritzen Leserinnen und Leser hier vermutlich (noch) mit einigermaßen heiler Haut davon gekommen sind, verlinke ich auf ein zwei Wochen altes Video von Spiegel-TV über „Impf“schäden, aus dem hervorgeht, was für ein verdammtes Glück sie hatten:
https://www.youtube.com/watch?v=0UhfUmamJyU
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Am Ende möchte ich noch auf ein paar Neuigkeiten zum Ukraine-Krieg hinweisen (das zur Warnung an diejenigen unter den Leserinnen und Lesern, die von mir dazu keine Informationen haben wollten):

a) Findet es noch jemand hier außer mir seltsam, dass Herr Habeck, unser Wirtschaftsminister, bei seinem aktuellen Besuch in der Ukraine gesagt hat, dass die dortigen Atomkraftwerke natürlich weiterlaufen würden und das völlig in Ordnung sei? Ich frage mich das, weil auf Betreiben Habecks und seiner Partei Bündnis 90/Die Grünen in weniger als zwei Wochen die letzten AKWs der BRD abgeschaltet werden müssen.
Auch frage ich mich, warum Herr Habeck zugesagt hat, dass die Deutschen für jetzt neu gebaute Fabriken in der Ukraine haften werden, falls Russland sie zerstört, und das jahre-, wenn nicht jahrzehntelang (an dieser Aussage finde ich Mehreres sehr seltsam …).
Das wurde heute in den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF gebracht.

b) Findet es jemand außer mir empörend, dass die Grünen-Politikerin Marieluise Beck mit einer jungen Ukrainerin posiert, die die Frau eines Neonazis vom Asow-Batallion ist und mutmaßlich schon beim Hitlergruß fotografiert wurde?
https://www.jungewelt.de/artikel/448123.nazih%C3%A4tschlerin-des-tages-marieluise-beck.html
(Das Hitler-Gruß-Foto gibt’s auf twitter; und da es natürlich manipuliert sein kann, kopiere ich es hier nicht rein.)

c) Weil Sarah Wagenknecht vor kurzem in der ARD-Talkshow „Hart aber fair“ vom Moderator gemaßregelt wurde, als sie darauf hinwies, dass Kriegsverbrechen immer beide Seite begehen und dementsprechend auch jetzt keineswegs nur die Russen sich solche Verbrechen zu Schulden kommen lassen (so die westliche Propaganda), sondern sehr wohl auch die Ukrainer (näheres zu der Talkshow, in der der Moderator sich nicht nur im Ton vergriff, sondern auch sachlich Unrecht hatte, z.B. hier:
https://www.fr.de/politik/wagenknecht-hart-aber-fair-wdr-eklat-kriegsverbrechen-vergewaltigung-klamroth-korrektur-92121300.html), verlinke ich auf ein Video, das ich von twitter in meine Dropbox geladen habe.
Es zeigt, wie Ukrainer Menschen auf offener Straße und am helllichten Tag mit Plastikfolien an Laternenpfähle und Straßenschilder binden, sie dabei schlagen, ihnen die Hosen herunterziehen u.s.w., weil diese Menschen entweder russisch gesprochen haben, oder weil die Täter einfach glauben, dass sie ‚Kollaborateure‘ seien.
Ich kenne Dutzende solcher Videos und weit mehr Fotografien, die genau diese Folter zeigen.
Wer keine brutale Gewalt in der Realität aushält, sollte sich das kurze Video besser nicht ansehen!
https://www.dropbox.com/s/wuz7gcix317r52g/Folter%20in%20Ukraine.mp4?dl=0
(Passend dazu auch der brandneue Bericht des UN-Flüchtlingskommissariats, aus dem hervorgeht, dass in der Ukraine derzeit die Menschenrechte massiv verletzt werden, s. die Reportage hier, dort auch der link zum Bericht selbst: https://www.anti-spiegel.ru/2023/unhcr-bestaetigt-schwere-verstoesse-gegen-die-menschenrechte-in-der-ukraine/?doing_wp_cron=1680636000.3706541061401367187500)

~ ~ ~ Doch wer weiß, vielleicht kommt all diese Gewalt bald zu uns: Wer erwachsene Kinder hat, sollte sie ggf. auffordern, den Kriegsdienst bereits jetzt zu verweigern.
Denn sowohl das ZDF als auch die ARD rüsten ihre Propaganda massiv auf und überbieten sich neuerdings in Bundeswehr-Werbesendungen, die ernsthaft fragen: „Können wir Krieg?“, so als ginge es ums Kochen oder Fremdsprachen (ARD-Sendung vom 3.4.23, darauf verlinke ich nicht, weil ich mich an dieser bellizistischen Raserei der Medien und Politik nicht beteiligen werde!)

Ich halte dagegen mit dem Aufruf zum
BERLINER OSTERMARSCH der Berliner Friedenskoordination (die gibt’s seit 1980) am kommenden Samstag, dem 8.4.23, ab 13 Uhr im Wedding:
Elise-und-Otto-Hempel-Platz (U-Bhf. Leopoldplatz):


(Quelle: http://www.frikoberlin.de/?p=127)

Vielleicht sehen wir uns endlich einmal wieder …

Alles Gute!
Corinna

PS: Da ich ein paar neue Adressen in diesen Verteiler aufgenommen habe: Wer künftig keine weiteren ‚Rundmails‘ mehr von mir erhalten möchte, melde sich bitte kurz.

Weitergehen?

„Zeugnis-Ablegen bis zum letzten.“ (Victor Klemperer)
Scholle

Alle gehen weiter – zu neuen Aufgaben …
Überall in der hiesigen ‚Widerstandsszene‘ ist nur noch die Rede vom Frieden, kaum noch von den Verbrechen der Corona-Politik.
Corodok hat dicht gemacht, jedenfalls weitgehend.
Und noch bevor das geringste Bisschen an Aufarbeitung des (proto-)totalitären Corona-Regimes auch nur beginnen kann, wischen alle Verantwortlichen ihr antidemokratisches und menschenfeindliches Tun mit „Wir haben es nicht besser gewusst“ und vernuschelten Pseudo-Entschuldigungen weg. Die Heerscharen der MitläuferInnen schweigen wie immer; vermutlich sind in den letzten drei Jahren ihre Stimmorgane vollends verkümmert wie ihre Sehschärfe.

Ja, nach dem Virus-Krieg tut nun seit einem Jahr der Ukraine-Krieg, was er soll.
Aber weil auch der langsam Abnutzungserscheinungen zeigt (an eine atomare Eskalation traut sich offenbar noch niemand heran), wird schon der nächste, der Klima-Krieg, lanciert (inklusive Habeck-Hammer namens „Heizungskahlschlag“; ich gestehe: Der hat selbst mich kurz gestreift und sein Werk verrichtet, denn ein paar Sekunden lang hatte ich Angst). Wahlweise auch die dann aber wirklich mindestens 50prozentig tödliche Pandemie 5.0 (Schweine- und Vogelgrippen-Viren sind ebenso im Angebot wie die sich seit 25 Jahren dank der Gain-of-Function-Forschung durch große ‚Plastizität‘ auszeichnenden Corona-Viren [Hintergründe dazu in Gunter Franks neuem Buch, das über das „Staatsverbrechen“ der letzten drei Jahre aufklärt und keinerlei Panik schürt]) – oder wer weiß, vielleicht auch die ultimative Selbstermächtigung der Künstlichen Intelligenz, jedenfalls fordern seit gestern 1.000 z.T. sehr berühmte IT-Nerds ein sechsmonatiges KI-Entwicklungsmoratorium, weil sie sich um einen „Kontrollverlust“ des Menschen über seine Schöpfung sorgen.

Alle gehen weiter, weil alles weitergeht, die nächste Spiralwindung hinab.
„Und 65 von 70 Millionen glauben genau das, was man ihnen sagt, u. weitere 4 ½ Millionen fügen sich gleichgültig, skeptisch, resigniert in alles, heute so u. morgen so. Und wer die halbe Million ist, unter der ein Dutzend zur Herrschaft kommen, u. wer das Dutzend ist – das weiß nur – wer, wer?“, das denke ich (mit ein wenig anderen Zahlen).
– Dabei hat es schon Victor Klemperer am 22.10.1945 in sein Tagebuch geschrieben.
Und weiter schreibt er: „Das ganze Reden von Umlernen, Bessermachen, Demokratie etc. etc. ein Schwindel, bestenfalls ein Selbstbetrug.“
(Victor Klemperer: So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945 – 1949. Hrsg. v. Walter Nowojski unter Mitarb. v. Christian Löser. Berlin, 1999, Bd. 1, S. 132; Herv. C.L.)

Was also empört es mich, meine ZeitgenossInnen am Werke zu sehen?
Nie war etwas Anderes zu erwarten angesichts dessen, was unsere Großeltern taten: „Das ganze Reden von Umlernen, Bessermachen, Demokratie etc. etc. ein Schwindel“ oder „ein Selbstbetrug“.
Wie sollte sich das nicht vererben?
Noch dazu, wo sich die 84 Mio. vom Säugling bis zum Greis hierzulande doch – bis auf eine Ausnahme von etwa 18 Mio. – einreden ließen, dass es diesmal wirklich um ihr Leben ginge, ohne alle Leichenberge in den Krankenhäusern oder gar auf den Straßen (13 LKWs, die angeblich irgendwo in Italien irgendwelche Särge irgendwohin transportierten, reichten aus).
Doch weil diese höchstpersönliche, völlig irrationale Todespanik einem woken Zeitgenossenschaftelnden natürlich am Selbstwert flickt, darf das nicht so bleiben. Also erfanden sie das um 180° gewendete Wort „Solidarität“. Und blieben dem Tun, Denken und Unbewussten ihrer Großeltern, deren Schwindel und Selbstbetrug, treu.

Was also empört es mich, meine ZeitgenossInnen am Werke zu sehen?

Mich empört, entsetzt und ekelt Selbstbetrug diesen Ausmaßes, der die Grenze des Selbst längst überschritten hat und zur Menschenfeindlichkeit, ja: zur Menschenvernichtung angewachsen ist.
Ich gehe nicht weiter. Ich bleibe hier sitzen. Denn solange wir Menschen nicht endlich aus diesem grausamen Schwindel, aus diesem verheerenden Selbst- und Fremdbetrug aussteigen, wird gar nichts weitergehen, sondern alles sich nur irgendwie immer von Neuem wiederholen.